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Rod grinste. „Glaubst du nicht, daß ich hier ein bißchen mehr zu sagen habe? Und außerdem, welchen Gürtel hast du dir errungen?“ „Braun“, brummte Tom. „Und der Spötter?“

„Schwarz“, erwiderte Tom widerstrebend. „Dan, fünfter Grad.“

Rod nickte. „Und ich ebenfalls schwarz, achter Dan. Du nimmst einen der Hauptleute.“

Tuan runzelte die Stirn. „Was ist das für ein Gerede über Gürtel? Und was ist Dan?“

„Nur eine kleine Kompetenzklarstellung. Zerbrecht Euch nicht den Kopf darüber.“ Rod wandte sich der mittleren Tür zu.

Tom griff nach seinem Arm. „Meister, we

„Gern, sogar bis zum Collegeabschluß, we

„Danke.“ Tom grinste breit. „Nicht nötig, ich habe bereits einen Doktor gemacht.“

Rod starrte ihn an. „In welchem Fach.“

„Theologie.“

„Das hätte ich mir denken müssen. Du hast nicht zufällig neue atheistische Theorien aufgestellt?“

„Meister!“ antwortete Tom gekränkt. „Wie ka

„Meine Herren“, sagte Tuan sarkastisch. „Ich unterbreche sehr ungern ein so gelehrtes Gespräch, aber es kö

„Hm? O ja, natürlich!“ Rod setzte sich wieder zur Tür zu in Bewegung. „Wir unterhalten uns später weiter darüber, Tom.“

Leise versuchte er die Tür zu öffnen, aber sie knarrte, krächzte, quietschte, wehrte sich gegen sein Eindringen. Der Spötter hatte sie offenbar als primitive, aber sehr wirksame Einbruchs sicherung absichtlich nicht geölt. Rod warf sich mit aller Kraft dagegen und stürzte ins Zimmer, noch ehe der Spötter „Mörder!“ brüllte und mit zum Schlag erhobener Hand aus dem Bett sprang.

Rod blockierte einen Handkantenschlag und hieb nach dem Solarplexus. Seine Hand wurde geschickt abgewehrt, während noch der Schrei des Buckligen in seinen Ohren hallte. Rod blieb gerade Zeit, den Humor des Schwarzengürtelträgers zu würdigen, der nach Hilfe brüllte, ehe er auf den gegen seine Leiste gerichteten Schlag aufmerksam wurde.

Er sprang zurück, und der Spötter ihm nach. Diesmal traf der Schlag. Rod rollte und wand sich vor Schmerzen auf dem Boden. Er sah den Fuß, der nach seinem Ki

Durch das Summen in seinen Ohren hörte er einen plötzlich abgewürgten Schrei, da

Der Riese beugte sich über ihn. Sein Gesicht war ganz nah.

„Wie schlimm seid Ihr verletzt, Meister?“

„Es geht schon“, keuchte Rod.

„Kö

„In einer Minute. Aber Gwen wird sich auf eine zeitweilige Enttäuschung gefaßt machen müssen. Wie hast du es fertiggebracht, Tom?“

„Ich hab' seinen Fuß beim Aufwärtsschwingen erwischt und ihn hochgeschleudert. Und ehe er landete, versetzte ich ihm noch einen Ki

„Ein Ki

Ein Schrei außerhalb des Zimmers verstummte plötzlich, Rod hob lauschend den Kopf. Da

Drei weitere Mä

Rod nickte und ächzte, als der Schmerz ihn zu überma

„Oh, ich habe auch schon früher getötet“, murmelte Tuan.

Seine Lippen waren Striche. „Aber Mä

Rod schloß die Augen. „Ich verstehe. Aber we

sie Euch getötet haben, we

Tom trat auf die Galerie heraus. Den Spötter hatte er sich wie ein gut verschnürtes Paket unter den Arm geklemmt. Er schaute kurz in die Gaststube hinab. „Noch mehr Tote?“ Er legte den Spötter zwischen seine bewußtlosen Hauptleute und bega

Rod nickte. Der Spötter hatte sich seine Helfershelfer sorgfältig ausgewählt. Sie hatten guten Grund, die Monarchie zu hassen.

Er richtete sich auf und zuckte vor Schmerz zusammen.

„Ihr solltet Euch setzen und ausruhen, Rod Gallowglass“, riet ihm Tuan.

Rod holte pfeifend Luft und schüttelte den Kopf. „Es ist nur schmerzhaft, weiter nichts. Sollten wir diese drei nicht ins Verlies schaffen?“

Tuans Augen funkelten. „Nein, es genügt, daß sie gebunden sind. Laßt sie hier, ich brauche sie.“

Rod runzelte die Stirn. „Ihr braucht sie? Was meint Ihr damit?“

Tom hob eine Hand. „Fragt nicht lange, Meister, we

Den Hauptma

„Tom!“ rief Tuan. „Sei so gut und bring das Horn mit, das an der Wand dort hängt, und die Trommel daneben ebenfalls!“

Tom nickte. Er nahm das alte, verbeulte Jagdhorn von seinem Haken und klemmte sich eine der primitiven Trommeln -

nichts weiter als ein leeres Faß mit einem Fellbezug an einem

Ende — unter den Arm.

Rod runzelte verwirrt die Stirn. „Was wollt Ihr de

Tuan grinste. „Kö

„Nun, im Symphonieorchester würde man mich vermutlich nicht aufnehmen, aber…“

„Es wird genügen“, unterbrach ihn Tuan mit glitzernden Augen.

Tom ra

„Du nimmst die Trommel“, bestimmte Tuan, „und we

Rod hob eine Braue. „Doch wohl nicht der alte Spruch, daß der Mächtige es sich erlauben ka

Aber er hörte die Antwort nicht, weil Tom bego

Tuan grinste und sprang auf die Brüstung. Mit weit gespreizten Beinen und verschränkten Armen machte er es sich dort bequem. „Ruft sie herbei, Meister Gallowglass!“ brüllte er.

Rod blies den Weckruf der Armee. Zwar klang er etwas ungewöhnlich auf dem alten Jagdhorn, aber er erfüllte seinen Zweck. Ehe er zu Ende damit war, hatte sich die ganze riesige Wirtsstube mit Bettlern, Dieben und Mördern gefüllt. Sie waren alle aus dem Schlaf gerissen, ko

Er sollte sie fürchten, sich gar nicht zurückgewagt haben, nachdem er befreit worden war — aber da stand er, frei und furchtlos, und rief sie mit Horn und Trommel herbei — und wo war der Spötter?