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Der Posten folgte ihr fluchend und rutschte an der Ecke aus. Er blickte hoch, sah Tom, und hatte gerade noch Zeit, die Augen entsetzt aufzureißen, als Toms Dolchgriff auf seinen Hinterkopf herabsauste.

Der Posten sackte wie abgesprochen bewußtlos in Tuans Arme.

Tom holte einen dü

„Das ist viel zu schwach, ihn zu halten!“ protestierte Tuan.

Aber Tom grinste nur und machte sich daran, den Posten zu verschnüren. „Geflochtene synthetische Spi

„Das hast du gut gemacht, Kleines“, lobte Rod die Maus in seiner Hand. Sie hob erfreut das Naschen, da

„Wo sollen wir ihn verstecken?“ fragte Tuan.

„Hier gibt es keine Verstecke“, brummte Tom.

„Da ist ein Fackelhalter an der Wand!“ Tuan deutete.

„Gut!“ Tom hob den verschnürten Posten hoch und hakte eine der Spi

„Und was ist, we

Die Maus rollte die Augen hoch und zuckte mit den Barthaaren, da

Die Maus nickte eifrig. Da

Tuan quollen die Augen aus den Höhlen, und er schnappte nach Luft.

Tom spitzte die Lippen, da

Rod grinste und setzte die Maus auf dem Boden ab. „Zieh dich zurück, Kleines, aber bleib in der Nähe, ich brauche dich vielleicht nochmal.“

„Der Spötter schläft wahrscheinlich in Tuans Gemach“, murmelte Tom. „Und ich hoffe, seine Hauptleute finden sich in seiner Nähe.“

„Glaubst du nicht, daß zumindest einer davon Wache hält?“ fragte Tuan.

Tom bedachte Tuan mit einem merkwürdigen Blick. Er hob eine Braue und sagte zu Rod: „Ein guter Ma

Es gelang ihnen unbemerkt, einen Bogen um die einzige weitere Wache zwischen ihnen und der Wirtsstube zu schlagen. Die Stube selbst wurde nur durch die Glut in der offenen Feuerstelle erhellt, aber sie genügte, um den Fuß der mächtigen Treppe an der anderen Seite zu sehen. Eine Galerie ragte im oberen Stockwerk über die Stube hinaus. Die Türen dort führten in die Privatgemächer.

Ein breitschultriger Ma

umzugehen“, versicherte ihm Tuan. Er brachte ein Stück schwarzes Leder zum Vorschein.

„Das ist eine Bauernwaffe“, knurrte Tom, „und nicht das Spielzeug eines Lordlings.“

„Ein Ritter muß mit allen Waffen umgehen kö

„Gehen wir's an“, bestimmte Rod. „Ich nehme mir den an der Feuerstelle vor.“

„Das werdet Ihr nicht!“ entgegnete Tom. „Ihr kö

„Oh? Gibt es einen bestimmten Grund dafür?“

„Ja.“ Tom grinste wölfisch. „Der in dem Sessel ist einer von des Spötters Hauptleuten, und er gehört zu denen, die mich ins Verlies warfen.“

„Na gut“, gab Rod nach. Sie legten sich auf den Bauch und krochen jeder auf sein Ziel zu. Rod schien eine Ewigkeit zwischen den Tisch— und Bankbeinen zu vergehen, und er befürchtete ständig, einer der beiden anderen kö

Plötzlich war ein dumpfer Krach zu hören. Einer mußte gegen einen der Tische gestoßen sein. Rod erstarrte.

„Was war das?“ rief eine Stimme. „He, Egbert, wach auf und kümmere dich um die Treppe, die du bewachen sollst.“

„Was — was ist los?“ brummte eine nähere, schläfrige Stimme, und da

„Etwas ist gegen einen Tisch gestoßen, Hauptma

„Ja, eine Ratte, vielleicht. Eine verdammte Ratte!“ knurrte der Hauptma

Rod atmete erleichtert auf und wartete, daß der Posten an der Treppe wieder zu schnarchen anfing. Als er es tat, schlängelte er sich weiter durch Tisch- und Bankbeine, bis er unter dem Tisch lag, der der Treppe am nächsten war.

Von der Feuerstelle schrillte ein Pfiff, und da

Rod hastete zu seinem Ma

Der Ma

In fünf Sätzen erreichte Rod die Galerie. Er verpaßte dem sich Windenden einen Ki

Der Stein aus der Schleuder hatte ihm die Stirn zerschmettert.

Blut floß über sein Gesicht und sammelte sich zu einer Pfütze auf dem Boden.

„Verzeih mir, Ma

„Kriegspech, Tuan“, flüsterte er.

„Wäre er meinesgleichen, würde ich es auch so sehen“, murmelte der Junge. „Aber ein Ma

Rod musterte das ernste Gesicht des Jungen und dachte, daß es Mä

Es hatte nur diesen einen Toten gegeben. Der Hauptma

„Ihr habt es gut gemacht“, lobte Tom Tuan. „Ihr mußtet Euch zwei vornehmen. Einen habt Ihr verschont. Macht Euch keine Vorwürfe des anderen wegen. Ihr hattet gar keine Zeit, besser zu zielen, ein so guter Schleuder er Ihr auch seid.“

Verwirrung zeichnete sich auf Tuans Gesicht ab. Er hatte nicht das Recht, sich Toms Einmischung zu verbieten, aber es war doch etwas ungewohnt, sich von einem Bauern loben und Entschuldigung gewähren zu lassen.

Rod lenkte ihn ab. „Ihr habt dort geschlafen?“ fragte er und deutete mit dem Daumen auf die Tür, die die beiden Posten bewacht hatten. Der Junge nickte stumm.

„Da

„Also bleiben noch zwei Hauptleute. Was meint Ihr, ob sie nicht vielleicht in den anschließenden Zimmern zu finden sind?“ Als Tom erneut nickte, fuhr Rod fort: „Also, einen für jeden von uns. Ihr zwei nehmt Euch je einen der Hauptmä