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Er drängte sie zum Kamin zurück. „Aber nein, als Mörder würdet Ihr ihn gewiß in Ehren aufnehmen! Doch er hat sich der schrecklichsten aller Verbrechen schuldig gemacht, nämlich Euch darauf aufmerksam zu machen, daß Eure Gesetze tyra
„Schämt Euch, so mit einer Lady zu sprechen!“ stammelte die Königin kreidebleich.
„Lady!“ schnaubte Rod abfällig.
„Eine geborene Lady!“ Es klang wie ein Verzweiflungsschrei.
„So laßt auch Ihr mich im Stich! Und sprecht mit der Zunge Clovis!“
„Ich spreche vielleicht wie ein Bauer, aber Ihr handelt wie einer. Und nun verstehe ich, weshalb alle Euch verlassen!
De
„Treu!“ keuchte sie. „Er, der die Rebellen anführt?“
„Anselm Loguire führt die Rebellen an! Weil er Euch die Treue hielt, wurde der alte Herzog gestürzt!“
Rod lächelte bitter, als er den Schrecken in den Augen des Mädchens sah, da sie sich ihrer Schuld bewußt wurde. Er drehte sich um, um ihr Zeit zu geben, sich der Ungeheuerlichkeit ihrer Tat ganz klar zu werden. Er hörte ein schmerzhaftes Stöhnen hinter sich, da
ergriff er schleunigst die Flucht.
Rod wandte sich erneut dem verstörten Mädchen zu.
Brom warf ihm einen haßerfüllten Blick zu. „Laßt es genug sein! Mußte sie unter Eurer Zunge nicht schon viel zu sehr leiden?“
„Noch nicht!“ Mit kalter Stimme sagte er zu der Königin: „Euer wahrhaft edler Onkel, Herzog Loguire, stellte sich aus Liebe zu Euch gegen die Gesamtheit Eurer Aristokratie, selbst gegen seinen eigenen Sohn! Und Ihr seid schuld daran, mit Euren selbstherrlichen Gesetzen und Eurem absoluten Mangel an Diplomatie, daß Anselm sich gegen seinen Vater wandte.
Herzog Loguire hatte zwei Söhne, Ihr habt ihn um beide beraubt!“
Sie schüttelte heftig den Kopf, während ihre Lippen sich zum stummen Nein formten.
„Und doch ist er seiner Königin treu geblieben, obgleich sie ihn deshalb töten wollten — und es ihnen fast gelang!“
Ihre Augen weiteten sich vor Grauen.
Rod tupfte auf seine verbundene Schulter. „Sie hielt den Dolchstoß auf, der seinem Herzen gegolten hatte! Und selbst da
Broms Kopf zuckte zurück. Durchdringend musterte er Rods Gesicht. Rod zog die Brauen zusammen und fuhr fort: „Aber es gelang mir, ihn unter Lebensgefahr heraus und in Sicherheit zu bringen. Und was muß ich erfahren? Er soll festgenommen und wie ein Meuchelmörder in ein kaltes, lichtloses Verlies geworfen und nicht behandelt werden, wie es einem Ma
Offenbar war er ein wenig zu theatralisch gewesen. Sie schob das Ki
„Das mag stimmen, doch das sollte eigentlich bedeuten, daß
Ihr auch einen Bauern wie einen Lord behandelt, und nicht umgekehrt einen Lord wie einen Bauern!“ Er beugte sich vor. „Verratet mir, Königin, weshalb schaut Catherine auf alle voll Verachtung herab?“
Das war zwar nicht ganz die Wahrheit, de
Catherine starrte ihn an. „Freiheit? Aber ich bemühe mich doch, den Bauern größere Freiheit zu geben!“ „Ihr bemüht Euch also.“ Rod lächelte säuerlich. „Und wie geht Ihr es an? Indem Ihr sie noch enger an Euch bindet. Ihr haltet sie jetzt knapp, damit Ihr ihnen später mehr geben kö
Für Euer Volk bleibt keine Freiheit mehr! Alle werden an Catherine gebunden sein!“
Er streckte die Hand aus und umklammerte ihre Kehle, doch ohne Druck auszuüben. Sie starrte ihn an, schluckte und wich bis ganz zur Stuhllehne zurück.
„Aber der Mensch ka
Ihr Kopf zuckte hoch. Tiefe Kränkung sprach aus ihren Augen. Heftig schüttelte sie den Kopf. „Nicht ich! Nein! Nicht das! Tyra
„Schon immer ein Tyra
Verächtlich verzog sie das Gesicht. „Mä
Rod verzog den Mund. „O doch, es gibt sehr wohl noch Mä
Ihre Verachtung schien nur noch zu wachsen. „Nein, in Gramayre gibt es keine Mä
„Ihr täuscht Euch“, entgegnete Rod ruhig. „Und sie marschieren bereits gen Norden, um es zu beweisen.“
Sie starrte ihn an, da