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Er beugte sich erneut über sie, um sie noch einmal sanft zu küssen. „Ja, ich fühle mich wohl, ungewöhnlich wohl.“
Flüchtig leuchtete ihr Gesicht auf, da
Er bewunderte die Pracht ihres Haares auf seiner Brust und lächelte.
„Rod!“ Gekabs Stimme flüsterte hinter seinem Ohr und die Welt flutete zurück. „Tom hat sich wieder angezogen und kommt auf deinen Heuhaufen zu.“
Rod richtete sich abrupt auf und blinzelte in die So
„Mylord?“ Sie lächelte, aber aus ihren Augen sprach Schmerz, der zur Resignation wurde. „Die Eri
Es war eine hoffnungslose Bitte um ein paar gute Worte, um Trost vielleicht, den er ihr nicht ehrlichen Herzens geben ko
Sein Herz schlug ihr entgegen, vielleicht ein wenig durch seine Selbstvorwürfe angetrieben. Und so sagte er natürlich eine der Lügen, wie Mä
Er küßte sie und murmelte: „Das war nicht das Leben, Mädchen, nur wozu das Leben gut ist.“
Später, als er sich in den Sattel schwang und sich noch einmal zu ihr umdrehte, während Tom seinem Mädchen ein vergnügtes Lebewohl zuwinkte, sah er die Verzweiflung, ja fast Panik in ihren Augen und die Bitte um nur ein Fünkchen Hoffnung. Und da eri
„Sag mir deinen Namen, Mädchen“, bat er.
Aber schon dieser Schimmer ließ ihr Gesicht zu einem Strahlen aufleuchten. „Ich heiße Gwendylon, Mylord!“ rief sie.
Als sie um eine Straßenbiegung gekommen und die Mädchen nicht mehr zu sehen waren, seufzte Tom und brummte: „Ihr seid zu weit gegangen, Herr. Jetzt kö
Rod folgte ihm schweigend, doch er sah weder ihn, noch die friedliche Landschaft, nur das Bild des Mädchens mit dem flammendroten Haar und den smaragdgrünen Augen. Es beunruhigte ihn. „Gekab“, murmelte er. Und als der Roboter sich hinter seinem Ohr meldete: „Gekab, ich fühle mich nicht, wie ich sollte.“
Gekab antwortete erst nach einer Weile: „Wie fühlen Sie sich de
„Gekab, lachst du mich vielleicht aus?“
„Rod, muß ich Sie daran eri
„Oh, und welcher Art?“ fragte Rod scharf.
„Nun, daß Sie sich einzureden versuchen, Sie seien emotional nicht von diesem Bauernmädchen abhängig.“
„Sie heißt Gwendylon!“
„Mit ihr oder sonst einer Frau. Sie möchten von sich glauben, daß es Ihnen keinen Spaß mehr macht, verliebt zu sein.“
„Oh, ich halte sehr viel von der Liebe!“
„Das ist etwas anderes“, murmelte der Roboter, „als verliebt zu sein.“
„Verdammt, ich meine damit nicht das Körperliche.“
„Ich auch nicht.“
Rods Lippen wurden schmal. „Du denkst dabei also an Gefühlsrausch? Und we
„Genau, was ich sagte, daß Sie sich einreden wollen.“
Rod knirschte mit den Zähnen und wartete, bis sein Ärger abklang. „Und wie sieht es in Wirklichkeit aus?“
„Sie sind verliebt!“
„Verdammt!“ Rod brüllte nun fast. „Ich war schließlich schon öfter verliebt und weiß, wie es ist.“
„Und wie ist es?“ Der Roboter ließ nicht locker.
„Nun…“ Rod ließ den Blick über die Gegend schweifen. „Man weiß, daß es die Welt gibt, daß sie echt ist, aber das ist einem völlig egal. Wichtig ist nur, daß man sich selbst als ihr Mittelpunkt fühlt.“
„Und hatten Sie vor kurzem diese Gefühle?“
„Nun — ja, verdammt!“ Rod verzog die Lippen.
„Bei Catherine?“
Rod starrte wütend auf den Nacken des Pferdes. „Woher, zum Teufel, weißt du das?“
„Logik, Rod. Und wie fühlten Sie sich bei Gwendylon?“
„Oh…“ Rod warf die Schultern zurück und reckte sich.
„Großartig, Gekab. Besser de
Gekab schwieg. Rod runzelte die Stirn. „Na?“
Es dauerte eine Weile, ehe der Roboter endlich antwortete. „Ich habe mich getäuscht, Rod. Sie sind nicht verliebt — Sie lieben!“
„Aber weshalb bin ich da
Etwas wie ein Seufzen erklang hinter Rods Ohr. „Ne
„Nun…“ Rod kaute an seiner Wange. „Gwendylon ist menschlich. Ich meine, sie ist eine ganz normale, alltägliche Frau, so wie ich ein ganz normaler, alltäglicher Ma
„Und Catherine ist mehr?“
„Oh, sie ist eine Art von Frau, die ich auf ein Piedestal hebe -
eine, die man anbetet, nicht hofiert…“
„Und nicht liebt?“ fragte der Roboter. „Rod, welche von den beiden Frauen ist menschlich wertvoller?“
„Uh-Gwendylon.“
„Damit ist das Verhör beendet“, erklärte das Robotpferd.
Die Domäne der Loguires war eine gewaltige Ebene zwischen den Bergen und dem Meer. Die Hügelkette befand sich im Norden und Osten, sanfter Strand in einem Halbkreis im Süden, und Steilküste im Nordwesten, von ihr rauschte auf der anderen Seite ein Wasserfall ins Tal. Ein Fluß schlängelte sich durch die Ebene dem Meer entgegen. Die Ebene selbst wirkte von den Bergen oben wie zusammengenähte Flicken mit ihren Feldern und hier und da einer Ansammlung von Bauernkaten — Loguires Leibeigene.
Rod und Tom ritten am Rand eines der Bergwälder, wo die Straße aus dem Norden sich ins Tal hinabwand. Rod blickte sich um. „Wo ist de
„Hinter dem Wasserfall, Herr.“
Rod blinzelte ungläubig, da
Rod zog die Brauen zusammen. „Ist das wirklich ein Damm zu beiden Seiten der Zugbrücke, Tom?“
„Ja, Meister, und man sagt, er sei mit Schießpulverladungen gespickt.“
Rod blickte nachdenklich. „Und das Land vor dem Fallgattertor fällt ab. Nähern sich unliebsame Besucher, wird der Damm in die Luft gejagt, und die Haustür steht zehn Meter unter Wasser. Sehr schlau! So ka