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„Eure Dienste werden zum königlichen Frühstück erwartet.“

Rod mußte zugeben, daß Catherine Plantagenet sich in Szene zu setzen verstand. Noch vor So

Jede Platte, die die vier Diener servierten, wurde erst von Brom O'Berin gekostet, der zur Linken der Königin saß. Er probierte von allem, und we

Rod stand an der Osttür, wo er auch jetzt Catherine wieder gut sehen ko

Durer beugte sich vor und murmelte seinem Herrn etwas zu.

Loguire winkte ungeduldig ab. Er kaute an einem Stück Fleisch und spülte es mit einem Glas Wein hinunter, da

Catherine betrachtete ihn kühl. „Wer tut das nicht? Wir müssen mit ihnen fertig werden, so gut wir es kö

„Meine Sorge gilt Euch und dem Wohlergehen des Königreichs“, erklärte der Herzog gepreßt.

„Nun, ich will doch sehr hoffen, daß das Wohlergehen meiner Person auch Einfluß auf das meines Reiches hat.“

Loguires Nacken lief rot an, aber er ließ nicht locker. „Ich bin erfreut, daß Eure Majestät in einer Bedrohung Eures Wohlergehens auch eine in dem Wohlergehen dieses Landes sieht.“

Catherine zog die Brauen zusammen. „Das tue ich wahrhaftig.“

„We

Catherine legte ihre Gabel nieder und lehnte sich in ihrem Sessel zurück. Ihre Stimme klang mild, ja fast süß. „Ist mein Leben de

„Es hat ganz den Anschein“, erwiderte der Herzog bedächtig.

„Das Gespenst war auch vergangene Nacht wieder auf Eurem Dach.“

Rod spitzte die Ohren.

Catherine preßte die Lippen zusammen und schloß die Augen.

Schweigen senkte sich auf die Tafelnden herab. Brom sagte laut: „Das Gespenst wurde schon mehrmals auf den Zi

„Sei still!“ fuhr Catherine ihn an. Sie straffte die Schultern und griff nach ihrem Weinglas. „Ich will nichts von dem Gespenst hören!“ Sie leerte das Glas und rief nach dem Truchseß, es nachzufüllen. Sofort sprang Durer auf, nahm der Königin das Glas ab und wandte sich damit dem herbeieilenden Truchseß zu, der es aus einer Ka

Augen, de

Catherine starrte ihn an, da

„Ich danke dir. Ich muß gestehen, diese Höflichkeit hatte ich nicht von dir erwartet.“

Durers Augen glitzerten. Er erhob sich mit spöttischem Lächeln und verneigte sich tief.

Aber Rod war weniger vertrauensselig als Catherine, außerdem hatte er gesehen, daß Durer die Linke über das Glas gehalten hatte, ehe der Truchseß nachschenkte. Er ra

„Verzeiht, Eure Majestät.“ Er schüttelte den Dolch aus der Hülle und füllte die konische Scheide mit Wein. Gott sei Dank hatte er daran gedacht, Gekab wieder einzuschalten, ehe er seinen Dienst antrat. Er hielt das Silberhorn hoch und sagte.

„Ich ka

Aber Catherines Ärger war ohnedies, fasziniert von Rods Benehmen, bereits verraucht. „Was“, sie deutete auf die konische Dolchscheide, „ist das?“

„Das Hörn eines Einhorns“, erwiderte Rod und schaute Durer an, dessen Augen vor Wut bra

Das Hörn des „Einhorns“ färbte sich purpurrot.

Ein Stöhnen des Schreckens wurde im ganzen Raum laut, de

Catherine wurde totenbleich und preßte die Hände zusammen, um das Zittern ihrer Finger möglichst zu verheimlichen.

Loguire ballte die Fäuste. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. „Wicht!“ wandte er sich an Durer. „We

„Mylord, Ihr saht doch selbst, daß ich das Glas nur hielt“, krächzte Durer. Aber seine bre

Rod wurde als eine der vier Wachen eingeteilt, die Catherine von ihren Gemächern zum Audienzsaal eskortieren sollten.

Unterwegs näherte sich Durer der Königin. Er verbeugte sich dreimal tief und sagte: „Eure Majestät, gestattet mir Euch zu raten, Euch ohne Verzögerung die Petition der Hohen Lords anzuhören.“

Catherine blickte ihn finster und von oben herab an. „Weshalb glaubst du, es würde zu einer Verzögerung kommen?“

„Nun, Majestät, ich hörte, daß heute zwei Bauern vor Gericht erscheinen werden…“

„Ein Fall, den du mir höchstpersönlich aufgedrängt hast, Durer“, unterbrach ihn Catherine.

Durers Augen leuchteten kurz boshaft auf, doch sogleich verbeugte er sich wieder zutiefst. „Ich hatte gehört — ich fürchtete…“

„Was?“

„Eure Majestät sind in letzter Zeit so um die Bauern besorgt, daß ich fürchtete, Eure Majestät würden vielleicht…“

„Vor den Hohen Lords die Bauern anhören?“

„Das dürfen Eure Majestät nicht!“ Durer ließ sich vor ihr auf die Knie fallen. „Ihr dürft heute nichts tun, was die Hohen Lords beleidigen kö

„Hältst du mich für feige? Und jetzt heb dich hinweg!“ Sie wandte sich ab und schritt durch die gewaltige Eichentür, die weit für sie geöffnet wurde. Rod riskierte einen Blick über die Schulter. Durers Gesicht war vor Hohn und Triumph verzerrt.

Ja, dachte Rod, die besten Ergebnisse erzielt man bei einem Teenager, we

Die Wachen postierten sich zu beiden Seiten des vergoldeten Thrones auf einer etwa einen Meter hohen Plattform. Catherine schaute auf die Versammlung hinunter. In der ersten Reihe saßen die zwölf Lords auf Holzstühlen in Stundenglasform in einem Halbkreis um die Stufen zur Plattform. Hinter ihnen standen vierzig oder fünfzig Mä

Die Bauern hatten in der Mitte einen freien Platz gelassen und dort standen, zwischen vier Soldaten im Grün und Gold der Königin, zwei Bauern, deren Gesichter vor Angst verzerrt waren und die ihre Hüte in den Händen fast zerquetschten. In ihrer Begleitung befand sich ein Priester. Aller Augen ruhten auf der Königin. Broms Stimme hallte durch den ganzen Saal: „Wer sucht heute die Gerechtigkeit Ihrer Majestät der Königin?“

Ein Herold las von einer Schriftrolle zwanzig Petitionen ab. Die erste war die der zwölf Hohen Lords, die letzte die von Durers zwei Bauern.

Catherins Hände verkrampften sich um die Thronlehne. Mit hoher, klarer Stimme rief sie: „Gott, unser Herr, sagte: Die Niedrigen werden erhöht werden; und die letzten werden die ersten sein. Also wollen wir uns zuerst die Aussagen der beiden Bauern anhören.“