Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 22 из 58

Bewundernd starrte er auf ein wohlgewachsenes Mädchen, das regelrecht aus ihrem Mieder zu quellen schien. Der Junge bei ihr himmelte sie an. Rod fragte sich zynisch nach den Motiven des Burschen.

Das Mädchen schnappte laut nach Luft und warf Rod einen wütenden Blick zu. Sein Ki

„Natürlich. Das kö

Rod preßte eine Hand an den Kopf, als kö

„Sag, Junge — uh, wie heißt du überhaupt?“

Verlegen klopfte der Junge sich auf die Stirn. „Verzeiht meine Gedankenlosigkeit, Meister Gallowglass. Ich bin Tobias, und natürlich muß ich Euch erst noch mit den anderen beka

„Aber — ich wollte doch nur fragen…“, protestierte Rod.

„Das ist Nell, das Andreyev, das Brian, das Dorothy…“ Eine halbe Stunde und dreiundfünfzig Namen später ließ Rod sich erschöpft auf eine Bank fallen. Was er hier vor sich hatte, war eine aufblühende Esperkolonie mit Menschen, die die Fähigkeit hatten, zu fliegen, in die Zukunft zu sehen und Gedanken zu lesen. Aber we

Mit einer leichten Luftverdrängung tauchte Toby plötzlich mit einem vollen Krug neben Rod auf. Rod starrte ihn an, während er dankend nach dem Krug griff. „Uh, sag, kö

„Wie bitte?“ Toby verstand ihn nicht.

„Ich meine, ihr kö

„O ja.“ Toby grinste. „Das kö

„Was? Fliegen?“

„Nein, uns an einen Ort wünschen, den wir ke

Sexgebundene Gene, dachte Rod. Laut sagte er. „Deshalb reiten sie auf Besenstielen?“

„Ja, de

Aha! Wieder eine Bindung! Telekinese war den Y-

Chromosomen vorbehalten, Levitation den X. Aber alle

ko

Tobys fröhliches junges Gesicht wurde ernst, ja fast düster. „Ja, und die Edlen ebenfalls. Sie behaupten, wir stünden mit dem Teufel im Bund. Und es gab diese schrecklichen Wasserproben für uns oder den Feuertod, bis unsere gute Königin Catherine an die Macht kam.“ Er drehte sich um und brüllte: „He, Bridget!“ Ein etwa dreizehnjähriges Mädchen löste sich von ihrem Tanzpartner und erschien abrupt an Tobys Seite. „Freund Gallowglass möchte wissen, wie sehr das Volk uns mag.“

Alle Fröhlichkeit schwand aus dem Gesicht des Kindes. Wortlos öffnete sie den Rücken ihrer Bluse, und ein dichtes Kreuzundquermuster häßlicher Narben kam zum Vorschein. Sie drehte sich Rod zu, während Toby ihre Bluse zuknöpfte. „Das alles nur auf einen Verdacht hin“, murmelte sie. „Und ich war erst zehn Jahre alt.“

Rods Mageninhalt stieg ihm bis zum Hals auf, und er hatte seine Mühe, ihn wieder hinunterzuschlucken. Bridget kehrte zu ihrem Partner zurück und tanzte vergnügt weiter.

„Ihr werdet also verstehen, wieviel Grund wir haben, unserer guten Königin dankbar zu sein.“

„Sie machte Schluß mit den Wasserproben und Verbre

„Sie änderte das Gesetz, aber es kam auch weiter heimlich zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Es blieb ihr also nur ein Weg, uns zu schützen, indem sie jedem von uns, der sich dafür entschied, Zuflucht gewährte.“

Rod nickte bedächtig. „Es mangelt ihr also doch nicht so ganz an Weisheit.“ Sein Blick wanderte zu Bridget zurück, die gerade an der Decke tanzte.

„Was überlegt Ihr, Freund Gallowglass?“

„Sie haßt sie nicht“, brummte Rod. „Sie hat allen Grund, das Volk zu hassen, aber sie tut es nicht!“

Toby schüttelte mit einem gütigen Lächeln den Kopf. „Weder sie, noch irgendeiner von uns. Alle, die sich in den Schutz des Zirkels der Königin begeben, schwören als erstes, nach Gottes Gesetzen zu leben.“

„Ich verstehe“, murmelte Rod langsam. „Ein Zirkel weißer Hexen. Sind alle Hexen auf Gramayre weiß?“

„Leider nicht. Einige sind so verbittert durch größeres Leiden als unseres — den Verlust eines Auges, oder eines Menschen, der ihnen teuer war, oder sonst etwas —, daß sie sich in der Wildnis oder den Bergen verkrochen, um dort Rache an den Menschen zu üben. Doch sind es kaum mehr als zwanzig. Nur drei stehen noch in der Blüte ihres Lebens, alle anderen sind verschrumpelte Mä

„Die Märchenhexen“, knurrte Rod.

„So ka

„Also gibt es zwei Arten von Hexen in Gramayre: die alten und bösen in der Wildnis und den Bergen, und die jungen weißen in der Burg der Königin.“

Wieder schüttelte Toby lächelnd den Kopf. „Nein außer uns gibt es noch gut fünf Dutzend andere weiße Hexen, nur trauten sie dem Schutz der Königin nicht. Sie sind zwischen dreißig und vierzig Jahre alt. Alles gute Menschen, aber mißtrauisch.“

Jetzt verstand Rod. „Darum seid ihr alle so jung! Nur die Hexen, die noch den Wagemut hatten, anderen zu vertrauen, nahmen die Einladung der Königin an! Also kam sie zu einer Gruppe Teenager.“

Toby nickte. „Auch unter den anderen gab es zwei, die den Mut hatten, hierherzukommen. Die eine war die weiseste von allen, die mächtigste der Hexen, sie kam aus dem Süden. Aber sie wird jetzt alt! Sie muß bestimmt schon bald dreißig sein!“

Rod verschluckte sich fast an seinem Wein und mußte heftig husten. Als Toby ihn besorgt ansah, erklärte er: „Es ist nichts, Junge, aber wir Alten müssen uns eben mit solchen Hustenanfällen abfinden. Warum blieb diese Hexe de

„Sie sagte, sie spüre unter uns erst ihr Alter. We

Gwendylon heißt sie, und sie wird Euch mehr Hilfe geben, als Ihr braucht.“

„Ich werde mich daran eri

„Noch eine Frage, weshalb beschützt die Königin euch?“

Toby starrte ihn ungläubig an. „Das wißt Ihr nicht? Nun, sie ist selbst eine Hexe, zwar ungeschult, aber trotzdem hat sie ihre Fähigkeiten.“

Rod hob eine Braue. „Ungeschult?“

„Ja, unsere Gaben brauchen Übung und Schulung, um sich voll entfalten zu kö

„Hm. Was ka

„Nichts, was wir wüßten. Sie ka

Rod kratzte sich am Ohr. „Das ist eine recht praktische Gabe für eine Königin. So weiß sie alles, was in ihrer Burg vor sich geht.“

Toby schüttelte den Kopf. „Kö

Rod rieb sich das Ki

„Kö

Nein, nicht einmal das kö

„Sie kö

„Ja, aber vergeßt nicht, sie ist ungeschult, und es bedarf großer

Übung, Gedanken in Worte zu kleiden.“

„Halt!“ rief Rod. „Heißt das, daß ihr Gedanken nicht als Worte hört?“