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„Woher wißt Ihr, daß ich dort war?“
Catherine widmete ihm einen verächtlichen Blick. „Nun, ich wußte, daß Ihr mit Tuan Loguire gesprochen habt — und wo sonst, als im Haus Clovis?“
Und woher wußte sie, daß er mit Tuan zusammengewesen war? Tuan — Loguire? Loguire! „Verzeiht, Majestät, sagtet Ihr tatsächlich Tuan Loguire? Ich dachte, sein Name sei — uh -
McReady.“
Catherine lachte. „O nein! Er ist der zweite Sohn des Hohen Lords Loguire. Wußtet Ihr das de
Zweiter Sohn! Da
Er ließ den Satz unbeendet. Gekab würde schon für den Rest sorgen. Einen Augenblick herrschte Schweigen, da
„Das bezweifle ich auch nicht. Aber Ihr seid schließlich eine Herrscherin und so erzogen. Und gewiß war eine der ersten Lektionen, zu lügen, ohne eine Miene zu verziehen.“ Catherines Gesicht erstarrte. Sie beugte den Kopf und betrachtete ihre Hände. Als sie wieder hochschaute, waren ihre Züge gespa
Rod nickte schwer. Er hatte einen weiteren Fehler begangen. Söldner beschäftigen sich nicht mit Politik. „Sagt mir, wie Ihr heute abend ins Haus Clovis kamt.“ „Meine Königin“, erwiderte Rod ernst. „In einer Gasse war ein
Ma
Sie zog nachdenklich die Brauen zusammen. „We
Sie trat näher zu ihm, mit einem zitternden Lächeln auf den Lippen. Rods Herz pochte heftig in seinen Ohren. Dicht vor ihm blieb sie stehen und berührte das Medaillon um ihren Hals.
„Werdet Ihr mir an jenem Tag zur Seite stehen, Rod Gallowglass?“
Rod nickte verlegen und murmelte ein Ja. In diesem Moment hätte er ihr sicher die gleiche Antwort gegeben, selbst we
Einen zeitlosen Augenblick später senkte sie den Kopf und machte einen Schritt zurück, doch sie hielt sich an seinem Arm fest, als brauchte sie eine Stütze.
„Ich bin eine schwache Frau!“ murmelte sie. „Geht jetzt, Rod Gallowglass, mit dem Dank einer Königin.“ Sie sagte noch etwas, das Rod nicht so recht verstand, und irgendwie fand er sich auch schon vor der Tür in dem fackelerhellten Korridor.
Was immer man auch von ihren politischen Fähigkeiten halten mag, dachte er, sie versteht jedenfalls, einen Ma
Er stolperte und fing sich. Das, wogegen er geprallt war, schob eine Hand an seine Hüfte, um ihn zu stützen. „Paß doch auf deine großen Füße auf“, brummte Brom O'Berin, „ehe du dir den Kopf einschlägst und die Fliesen beschmutzt.“ Der Zwerg studierte ihn besorgt, doch da
„Was sie brachte?“ fragte Rod stirnrunzelnd. „Nun, ich leistete ihr den Treueid…“
„Ah!“ Brom nickte und es wirkte fast mitleidig. „Was mehr kö
Ja, was mehr ko
„Gekab!“ Er wollte es gar nicht laut sagen, aber es entfuhr ihm wie Do
„Mein Rappe“, erklärte Rod verlegen, und da fiel ihm erst ein, daß der Roboter ja wieder einmal einen Kurzschluß hatte. „Ich habe mich heute nacht noch nicht um ihn gekümmert, und er ist die einzige Seele, der ich unbesorgt anvertrauen ka
Broms Augen wurden weich, er lächelte gütig. „Du bist nun einer von uns, Rod Gallowglass, einer der wenigen, die der Königin treu ergeben sind.“
Rod las die Zuneigung in den Augen des Trolles und fragte sich, was den Zwerg an Catherines Dienste band — und plötzlich haßte er sie wieder, weil es ihr Spaß machte, die Mä
„We
Brom hielt ihn mit der Hand an der Hüfte an und schaute mit halbem Lächeln zu Rod hoch. „Nicht ihr Feind, Rod Gallowglass, sondern jemand, den sie wahrhaft liebt. Er ist ihr Onkel, ihr Blutsverwandter, der sie fünf Jahre bei sich aufnahm und sich um sie sorgte, während ihr Vater die rebellierenden Barone im Norden niederwarf.“
Rod nahm die Augen nicht von Brom O'Berin. „Sie zeigt ihre Liebe auf seltsame Weise.“
Brom nickte. „Wahrlich seltsam, aber zweifle nicht daran, daß sie ihn liebt, sowohl den Herzog als auch seinen Sohn Tuan. Es ist eine lange verwickelte Geschichte, und das Ende und der Anfang ist Tuan Loguire.“
„Der Bettlerkönig?“
„Ja“, Brom nickte schwer. „Der Herr des Hauses Clovis.“
„Der die Königin liebt.“
„Der sie liebt und auch kein Hehl daraus macht.“
„Aber du glaubst ihm nicht?“
Brom verschränkte die Hände hinter seinem Nacken und stapfte mit gesenktem Kopf weiter. „Er spricht entweder die Wahrheit, Rod Gallowglass, oder er ist ein glaubhafter Lügner.
Er wurde von seinem Vater zur Wahrheit erzogen, und doch ist er Herr des Hauses Clovis, Herr jener, die darauf bestehen, daß der Herrscher wie der alte König Clovis gewählt werden soll, nämlich durch die Anerke
„Na ja, da haben sie die Geschichte ein wenig verfälscht“, brummte Rod. „Aber ich nehme an, ihre Pläne verlangen Catherines Sturz?“
„Ja. Und wie ka
der mit Laute, Liedern und Worten genauso gut umzugehen versteht wie mit dem Schwert. Er war immer von Grund auf anständig, und Unredlichkeit ka