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Der große Tom rührte sich, als Rod den rostigen Türhaken hochhob. „Herr? Wohin geht Ihr?“

„Ich mache mir plötzlich Sorgen um mein Pferd. Ich sehe lieber nach, ob der Stallbursche sich seiner auch gut angenommen hat. Schlaf nur weiter.“

Tom starrte ihn einen Moment an. „Zweifellos“, sagte er, „seid Ihr ein sehr fürsorglicher Herr.“ Er rollte sich herum und vergrub seinen Kopf in den zusammengefalteten Umhang, den er als Kopfkissen benutzte. „Sich solche Sorgen um ein Pferd zu machen!“ murmelte er noch und schnarchte auch schon wieder.

Rod stieg die Treppe hinunter und stolperte über eine straff gespa

Ein rötliches Glühen war um ihn, und sein Schädel brummte.

Etwas Kaltes, Nasses strich über sein Gesicht. Er schauderte und wurde hellwach. Er lag auf dem Rücken mit einem hohen Kalksteinkuppeldach über sich. Dü

gut einen Kilometer weit. Er befand sich in einer riesigen Höhle. Das rötliche Glühen schien von überallher zu kommen.

Rod wollte die Hand ausstrecken, um das Moos zu berühren, das sich unter seinem Rücken feucht anfühlte, mußte jedoch feststellen, daß er weder Arme noch Beine bewegen ko

Ma

Er bekam keine Antwort. Da fiel ihm ein, daß der Roboter einen Anfall gehabt hatte und er unterwegs gewesen war, um die Sicherung wieder einzudrücken.

Jetzt war er auf sich selbst gestellt.

Er seufzte und legte den Kopf wieder auf das Moos. Plötzlich bega

Ein Feuer flackerte h einem kahlen Steinkreis. Ein Dreibein stand darüber, von dem ein blubbernder Kessel herabhing. Aus dem Deckel ragte eine Röhre. Wassertropfen sickerten vom Dach und trafen die Röhre. Eine Ka

Eine primitive Schnapsbre

Er mußte Rods Blick bemerkt haben, de

Rod runzelte die Stirn. „Ich bin kein Zauberer!“

„Ihr seid auch nicht aus einem fallenden Kometen gekommen

und genausowenig habt Ihr ein Pferd aus kaltem Eisen…“

„He!“ unterbrach ihn Rod. „Woher weißt du, daß das Pferd aus kaltem Eisen ist.“

„Wir sind das Kleine Volk“, antwortete der Troll ungerührt.

„Wir leben durch Eiche, Esche, Dorn, Holz, Luft und Gras.

Und jene, die durch das kalte Eisen leben, trachten nach dem Ende unseres Waldlands. Kaltes Eisen ist das Zeichen aller, die uns meiden; und deshalb erke

Er drehte sich wieder zu dem Kessel um und hob den Deckel, um nach der Maische zu sehen. „Da

Rod schüttelte den Kopf. „Ich bediene mich der Wissenschaft, nicht der Magie.“

„Das gleiche, nur ein anderer Name“, brummte der Elf. „Nein, nein, Ihr seid ein Zauberer und als solcher bereits auf ganz Gramayre beka

„Gramayre? Was ist das?“

Der Troll starrte ihn verblüfft an. „Die Welt, was sonst, Zauberer! Die Welt, in der wir leben, das Land zwischen den vier Meeren, das Reich Königin Catherines!“

„Oh! Sie herrscht über die ganze Welt?“

„Natürlich.“ Der Elf warf Rod einen Blick zu.

„Und wie heißt ihre Burg? Und die Stadt rundum?“

„Ru

Rod wurde plötzlich bewußt, wie durstig er war. „Was braust du da eigentlich?“ fragte er. „Doch nicht Bra

„Nein, es ist ein Getränk anderer Art.“ Der Elf hielt den winzigen Krug an Rods Mund. Rod nahm einen Schluck und leckte sich die Lippen. „Schmeckt wie Honig! Gar nicht schlecht. Kö

„Gast!“ schnaubte Rod. „Ich möchte zwar eure Gastfreundschaft nicht anzweifeln, aber mir die Bewegungsfreiheit zu nehmen, ist nicht gerade meine Vorstellung eines Willkommens.“

„Oh, dagegen wird schon noch etwas unternommen werden.“ Plötzlich klickte etwas in Rods Gehirn. Die Härchen schienen sich ihm am Nacken aufzustellen. „Uh — ah — wir wurden noch nicht miteinander beka

„Nun, ich dachte nur, ich sollte mich vielleicht vorstellen. Du — ah — scheinst mir nicht böse gesi

„Ach das“, brummte Puck. „Wir müssen erst herausfinden, ob Ihr ein weißer oder schwarzer Zauberer seid.“ „Oh!“ Rod kaute an seiner Wange. „We

„Ich habe zwar im Prinzip nichts gegen Schlafen, aber wäre das nicht ein bißchen lange? Wie ka

„Ganz einfach, indem wir den Ba

„Die Tatsache als solche nicht, sondern der Ort, wo wir es tun.“ Er klatschte in die Hände. Rod hörte das Trippeln Dutzender kleiner Füße von hinten auf sich zukommen. Man band ihm ein dunkles Tuch vor die Augen und knüpfte es am Hinterkopf fest. Er protestierte, aber man achtete überhaupt nicht darauf, sondern schleppte ihn davon. Nach einer Weile schlug feuchte Nachtluft in sein Gesicht, und er spürte, daß er hangaufwärts getragen wurde. Grillen zirpten und einmal heulte eine Eule. Da

„Ihr seid jetzt frei, Rod Gallowglass“, klang Pucks Stimme in seinen Ohren. „Möge Gott Euch beschützen!“ Und schon huschte der Troll von da

Rod setzte sich auf und bewegte seine Gliedmaßen. Er schaute sich um. Er saß auf einer mondbeschienenen Lichtung. Zu seiner Linken plätscherte ein Bach. Die Bäume waren wie glänzender Stahl mit Lamettalaub, mit schwarzen Schatten zwischen den Stämmen.

Einer der Schatten bewegte sich. Er wurde zur hochgewachsenen Gestalt in dunkler Mönchskutte mit Kapuze. Rod sprang hastig hoch. Die Gestalt kam langsam auf ihn zu. Zehn Schritt vor ihm blieb sie stehen und warf die Kapuze zurück. Zerzaustes, ungepflegtes Haar hing in ein eingefallenes, verbittertes Gesicht, aus dem die tiefliegenden Augen wie Kohlen bra