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Als er bereits zweimal die Station durchquert hatte und gerade die dritte Runde drehte, kam Leethveeschi aus dem Personalraum gewatschelt und versperrte ihm den Weg.

»Bitte gehen Sie nicht so schnell, Patient Hewlitt!« ermahnte sie ihn. »Sie kö

»Das tut mir leid, aber daran hatte ich wirklich nicht gedacht, Oberschwester«, entschuldigte sich Hewlitt kleinlaut.

Während er sich mit gedrosselter Geschwindigkeit fortbewegte, fühlte er sich immer unbehaglicher dabei, weiterhin nur stur geradeaus oder auf den Fußboden zu starren. Deshalb rang er sich schließlich dazu durch, wenigstens kurze Blicke auf die Patienten zu werfen, an deren Betten er vorbeikam. Die meisten beachteten ihn nicht, weil sie wahrscheinlich schliefen, zu krank waren oder ihn – genauso wie er sie – als zu häßlich empfanden. Die anderen Patienten verfolgten ihn mit den Augen, in einigen Fällen mit viel zu vielen, und es wunderte ihn nicht, daß sich lediglich eine Kelgianerin traute, ihn anzusprechen.

»Meines Erachtens sehen Sie für einen Terrestrier sehr gesund aus«,meinte die Kelgianerin, wobei sie das Fell kräuselte, das auf der sichtbaren Seite von einem großen Rechteck aus silbergrauem Stoff bedeckt war. »Was fehlt Ihnen de

»Ich weiß auch nicht, was mir fehlt«, antwortete Hewlitt, der stehengeblieben war, um die Kelgianerin besser ansehen zu kö

»An dem Tag, an dem Sie eingeliefert worden sind, hat Leethveeschi doch das Reanimationsteam gerufen, nicht wahr? Es muß sehr ernst um Sie stehen«, meinte die Kelgianerin. »Werden Sie sterben?«

»Das hoffe ich doch nicht. Aber wie ich schon sagte, weiß ich selbst nicht, was mit mir ist«, antwortete Hewlitt.

Die Kelgianerin lag seitlich in einem großen, quadratischen Bett auf der Decke und hatte ihren pelzigen Körper zu einem S geformt, das etwas an Konturen verlor, als sie sich ein Stückchen mit dem Oberkörper hochwand. »Mir wird immer ganz übel, we

Nachdem die Kelgianerin das erwähnt hatte, wurde Hewlitt schlagartig klar, wie befremdlich es für ein Wesen sein mußte, das sich auf vierunddreißig Füßen fortbewegte, we

Er hatte sich schon immer gern mit anderen Leuten unterhalten, und we

»Ich heiße Morredeth«, stellte sich nun ihrerseits die Kelgianerin vor. »Das mit dem Duthaner und den anderen beiden haben Sie ganz richtig erka

»Ich habe Sie nicht angesprochen, weil Sie sich immer mit Ihren Begleitern unterhalten haben«, entgegnete Hewlitt. »Außerdem hielt ich es nicht für höflich, Sie zu unterbrechen.«

»Höflich! Schon wieder dieses komische Wort!« empörte sich die Kelgianerin, wobei sich ihr Fell stachelig aufrichtete. »In unserer Sprache gibt es dafür keinen entsprechenden Ausdruck. We

Hewlitt empfand das als eine rhetorische Frage, die man nicht beantworten mußte. »Und was fehlt Ihnen, Morredeth?« erkundigte er sich nach dem Wohlbefinden der Kelgianerin. »Ist es etwas Ernsthaftes?«

Selbst als sich das darauffolgende Schweigen in die Länge zu ziehen bega

»Die ursprüngliche Verletzung war eigentlich nicht so schwerwiegend, die Folgeerscheinungen sind allerdings sehr ernst und unheilbar. Leider werde ich nicht daran sterben, trotzdem möchte ich nicht darüber sprechen.«

Hewlitt zögerte, bevor er fragte: »Möchten Sie sich über etwas anderes unterhalten, oder möchten Sie lieber, daß ich gehe?«

Ohne auf die Frage einzugehen, fuhr Morredeth fort: »Lioren meint, ich solle versuchen, darüber zu sprechen und nachzudenken, anstatt das Problem zu verdrängen. Im Moment möchte ich mich aber lieber über die anderen Patienten, das Klinikpersonal und solche Dinge unterhalten, damit ich nicht dauernd daran denken muß. Natürlich ka

»Da geht es uns Terrestriern auch nicht besser«, antwortete Hewlitt, der die ganze Zeit das silberne Stoffrechteck auf dem Körper der Kelgianerin musterte und sich fragte, welch schreckliche Verletzung sich darunter verbergen kö

Morredeth entging das natürlich nicht. »Ich habe wirklich keine Lust, darüber reden«, bekräftigte sie mit gekräuseltem Fell.