Страница 26 из 39
Die Stunden quälen sich hin; wir wissen nicht, worüber wir reden sollen. So sprechen wir über die Krankheit meiner Mutter. Es ist nun bestimmt Krebs, sie liegt schon im Krankenhaus und wird demnächst operiert. Die Ärzte hoffen, daß sie gesund wird, aber wir haben noch nie gehört, daß Krebs geheilt worden ist.
»Wo liegt sie de
»Im Luisenhospital«, sagt mein Vater.
»In welcher Klasse?«
»Dritter. Wir müssen abwarten, was die Operation kostet. Sie wollte selbst dritter liegen. Sie sagte, da
»Da
Mein Vater nickt. Sein Gesicht ist abgespa
»Habt ihr nicht gefragt?«
»Nicht direkt, das ka
Ja, denke ich bitter, so sind wir, so sind sie, die armen Leute. Sie wagen nicht nach dem Preise zu fragen und sorgen sich eher furchtbar darüber; aber die andern, die es nicht nötig haben, die finden es selbstverständlich, vorher den Preis festzulegen. Bei ihnen wird der Arzt auch nicht unfreundlich sein.
»Die Verbände hinterher sind auch so teuer«, sagt mein Vater.
»Zahlt de
»Mutter ist schon zu lange krank.«
»Habt ihr de
Er schüttelt den Kopf.»Nein. Aber ich ka
Ich weiß: er wird bis zwölf Uhr nachts an seinem Tisch stehen und falzen und kleben und schneiden. Um acht Uhr abends wird er etwas essen von diesem kraftlosen Zeug, das sie auf Karten beziehen. Hinterher wird er ein Pulver gegen seine Kopfschmerzen ei
Um ihn etwas aufzuheitern, erzähle ich ihm einige Geschichten, die mir gerade einfallen, Soldatenwitze und so etwas, von Generalen und Feldwebeln, die irgendwa
Nachher bringe ich beide zur Bahnstation. Sie geben mir ein Glas Marmelade und ein Paket Kartoffelpuffer, die meine Mutter noch für mich gebacken hat.
Da
Abends streiche ich mir von der Marmelade auf die Puffer und esse davon. Es will mir nicht schmecken. So gehe ich hinaus, um den Russen die Puffer zu geben. Da