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Letzte Schweigsamkeit. — Einzelnen geht es sowie Schatzgräbern: sie entdecken zufällig die verborgen gehaltenen Dinge einer fremden Seele und haben daran ein Wissen, welches oft schwer zu tragen ist! Man ka

Das große Loos. — Das ist etwas sehr Seltenes, aber ein Ding zum Entzücken: der Mensch nämlich mit schön gestaltetem Intellecte, welcher den Charakter, die Neigungen und auch die Erlebnisse hat, die zu einem solchen Intellecte gehören.

Die Grossmüthigkeit des Denkers. — Rousseau und Schopenhauer — Beide waren stolz genug, ihrem Dasein den Wahlspruch aufzuschreiben: vitam impendere vero. Und Beide wiederum — was mögen sie in ihrem Stolze gelitten haben, dass es ihnen nicht gelingen wollte, verum impendere vitae! — Verum, wie es jeder von ihnen verstand — , dass ihr Leben neben ihrer Erke

Seine gefährlichen Stunden ausnützen. — Man lernt einen Menschen und einen Zustand ganz anders ke

Hic Rhodus, hic salta. — Unsere Musik, die sich in Alles verwandeln ka

Langsame Curen. — Die chronischen Krankheiten der Seele entstehen wie die des Leibes, sehr selten nur durch einmalige grobe Vergehungen gegen die Vernunft von Leib und Seele, sondern gewöhnlich durch zahllose unbemerkte kleine Nachlässigkeiten. — Wer zum Beispiel Tag für Tag um einen noch so unbedeutenden Grad zu schwach athmet und zu wenig Luft in die Lunge nimmt, sodass sie als Ganzes nicht hinreichend angestrengt und geübt wird, trägt endlich ein chronisches Lungenleiden davon: in einem solchen Falle ka

Am siebenten Tage. — »Ihr preist Jenes als mein Schaffen? Ich habe nur von mir hinweggethan, was mir lästig war! Meine Seele ist über der Eitelkeit der Schaffenden erhaben. — Ihr preist Diess als meine Resignation? Ich habe nur von mir hinweggethan, was mir lästig war! Meine Seele ist über der Eitelkeit der Resignirten erhaben.»

Scham des Schenkenden. — Es ist so ungrossmüthig, immer den Gebenden und Schenkenden zu machen und dabei sein Gesicht zu zeigen! Aber geben und schenken und seinen Namen und seine Gunst verhehlen! Oder keinen Namen haben, wie die Natur, in der uns eben Diess mehr als Alles erquickt, hier endlich einmal nicht mehr einem Schenkenden und Gebenden, nicht mehr einem» gnädigen Gesichte «zu begegnen! — Freilich, ihr verscherzt euch auch diese Erquickung, de

Bei einer Begegnung. — A: Wohin blickst du? Du stehst so lange schon still hier. — B: Immer das Alte und das Neue! Die Hülfsbedürftigkeit einer Sache reisst mich so weit und so tief in sie hinein, dass ich endlich ihr dabei auf den Grund komme und einsehe, dass sie nicht gar so viel werth ist. Am Ende aller solcher Erfahrungen steht eine Art Trauer und Starrheit. Diess erlebe ich alle Tage im Kleinen zu dreien Malen.

Verlust im Ruhme. — Welcher Vorzug, als ein Unbeka

Zweimal Geduld! — »Damit machst du vielen Menschen Schmerz.«— Ich weiss es; und weiss auch diess, dass ich doppelt dafür leiden muss, einmal durch Mitleid an ihrem Leide und da

Das Reich der Schönheit ist grösser. — Wie wir in der Natur herumgehen, listig und froh, um die Allem eigene Schönheit zu entdecken und gleichsam auf der That zu ertappen, wie wir bald bei So