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Zudem kostete es nichts, auf den Tag zu warten, an dem der Kopf des jüdischen Propheten gegen große Mengen Goldes ausgetauscht werden würde.
Am Abend speiste Elia mit der Witwe und deren Sohn. Als israelitischer Prophet war er jetzt ein wertvolles Handelsobjekt für die Zukunft, und einige Kaufleute schickten ausreichend Nahrungsmittel, damit sich die Familie eine Woche lang davon ernähren ko
»Es scheint, als hielte der Gott Israels Wort«, sagte die Witwe.
»Seit mein Ma
»Ihr seid ein Verräter Eures Landes und ein Feind Phöniziens«, sagten sie. »Doch wir sind ein Volk von Kaufleuten und wissen, daß der Kopfpreis auf einen Ma
Am Eingang des Tales kampierten einige assyrische Patrouillen, und es sah so aus, als wollten sie bleiben. Diese Handvoll Soldaten bedeutete keine Bedrohung. Trotzdem bat der Kommandant den Stadthauptma
»Sie haben uns nichts getan«, entgegnete der Stadthauptma
We
Der Herr hatte ihn noch nicht gerufen. Daraufhin verbreitete sich das Gerücht, der Fremde habe den Zorn der Götter des Fünften Berges auf sich gezogen.
Das Heer war unter Kontrolle, und der Stadthauptma
Schon wurde eine Abordnung der Bürger bei ihm vorstellig.
»Wir kö
Am Taleingang wurden die Zelte der assyrischen Krieger immer zahlreicher.
Der Kommandant beobachtete es mit Sorge. Er versuchte, seine Krieger durch ständige Manöver zu schulen; wie schon ihre Vorfahren hatten sie alle keinerlei Kampferfahrung. Kriege gehörten in Akbar der fernen Vergangenheit an. Alle Strategien, die er gelernt hatte, waren hoffnungslos veraltet, und die anderen Länder benutzten längst modernere Methoden und Waffen.
»Akbar hat immer seinen Frieden ausgehandelt«, sagte der Stadthauptma
Eines Nachmittags ging es dem Jungen plötzlich schlechter. Er ko
»Allmächtiger Gott, der Du die Pfeile des Soldaten von mir abgewendet und mich hierhergeführt hast, rette dieses Kind. Es ist unschuldig, es ka
»Betet zu Eurem Einzigen Gott«, bat die Frau. »De
»Ich habe keine Tränen mehr«, fuhr sie fort. »We
Er berührte den Körper des Jungen. Das Fieber war nicht mehr so hoch wie an den beiden vorangegangenen Tagen – ein schlechtes Zeichen.
Der Priester war am Vormittag vorbeigekommen, um Kräuterumschläge auf das Gesicht und auf die Brust des Jungen zu legen. Die Frauen von Akbar hatten althergebrachte Rezepturen für Heilmittel mitgebracht, die im Laufe der Zeit schon oft ihre Heilkraft unter Beweis gestellt hatten. Jeden Nachmittag hatten sie sich am Fuße des Fünften Berges versammelt und geopfert, auf daß die Seele des Jungen seinen Körper nicht verlasse.
Ein ägyptischer Kaufma
Inzwischen hatte Elia unablässig gebetet.
Doch es hatte nichts genützt – gar nichts.
»Ich weiß, warum sie Euch erlauben, hierzubleiben«, sagte die Frau, deren Stimme nur mehr ein Flüstern war, weil sie nächtelang nicht geschlafen hatte. »Ich weiß, daß auf Euren Kopf ein Preis gesetzt wurde, daß sie Euch eines Tages nach Israel schicken werden und daß Ihr da
»Betet zu Eurem Einzigen Gott«, bat die Frau wieder. »Ich schwöre, Baal zu entsagen und an Ihn zu glauben, we
»Ich will hier raus«, sagte der Junge mit schwacher Stimme.
Die Augen der Mutter leuchteten vor Freude, und sie weinte.
»Komm, mein Sohn. Laß uns hingehen, wohin du willst, tu, was du gerne möchtest.« Elia wollte ihn auf den Arm nehmen, doch der Junge wies seine Hand zurück.