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Wir waren so an das heilige Mysterium des Lebens gewöhnt, daß wir ihm keine Bedeutung mehr zumaßen.
Da sagte der Herr zu sich: Sie wollen nicht gehen? Da
Und erst da
Wir hingegen haben gegen den Herrn gekämpft. So wie wir gegen die Frauen und die Mä
Es gibt Augenblicke, in denen Gott Gehorsam verlangt. Doch es gibt auch Augenblicke, in denen er unseren Willen erproben will und uns herausfordert, Seine Liebe zu begreifen. Wir haben diesen Willen begriffen, als die Mauern von Akbar fielen: Sie haben unseren eigenen Horizont erweiten, haben zugelassen, daß jeder von uns sah, wozu er fähig ist. Wir haben aufgehört, über das Leben nachzudenken, und beschlossen, es zu leben.
Das Ergebnis ist gut.« Elia bemerkte, daß die Augen der Menschen wieder leuchteten.
Sie hatten begriffen.
»Morgen werde ich Akbar kampflos übergeben. Ich bin frei zu gehen, wa
Nehmt die Chance wahr, die das Unglück euch gegeben hat.
Nicht jeder ist fähig, dies zu tun.« Damit hob Elia die Versammlung auf. Dem Jungen sagte er, er würde spät nach Hause kommen und er solle ins Bett gehen und nicht auf ihn warten.
Er ging zum Tempel, dem einzigen Ort, der der Zerstörung entgangen war und den sie nicht wiederaufbauen mußten, obwohl die Statuen der Götter von den Assyrern mitgenommen worden waren. Respektvoll berührte er den Stein, der die Stelle bezeichnete, an dem, wie die Tradition besagte, der Gründer der Stadt seinen Stab in den Boden gesteckt hatte und ihn nicht wieder herausziehen ko
Er dachte, daß Isebel jetzt solche Tempel in Israel errichtete und sich darin ein Teil seines Volkes in den Staub warf, um Baal und seine Götter anzubeten. Erneut berührte ihn eine düstere Vorahnung. Der Krieg zwischen dem Gott Israels und den Göttern der Phönizier würde lange dauern, länger als er sich vorstellen ko
»Nicht das ist es, was du jetzt sehen sollst, de
Da sah er eine Gestalt und wußte, daß es die Frau war, die er so sehr geliebt hatte und die jetzt zurückkam und stolz durch ihre Stadt wandelte. Er lächelte und spürte, daß sie ihn am Gesicht berührte.
»Ich bin stolz«, schien sie zu sagen. »Akbar ist wirklich immer noch schön.« Er spürte einen Kloß in seinem Hals, doch er eri
»Du hast zu mir gesagt, du seist Akbar. Also habe ich mich um dich gekümmert, habe deine Wunden geheilt und gebe dich jetzt dem Leben zurück. Mögest du mit deinen neuen Gefährten glücklich sein.
Ich möchte dir noch etwas sagen: Auch ich war Akbar – nur wußte ich es nicht.« Er wußte, daß sie lächelte.
»Der Wüstenwind hat vor langer Zeit schon die Spuren unserer Schritte im Sand verweht. Doch in jeder Sekunde meines Lebens eri
Ich danke dir dafür, daß du meinen Weg gekreuzt hast.« Er schlief im Tempel und fühlte, wie die Frau sein Haar liebkoste.
Der Anführer der Kaufleute sah eine Gruppe zerlumpter Menschen mitten auf der Straße. Er hielt sie für Straßenräuber und bat alle Mitglieder der Karawane, zu ihren Waffen zu greifen.
»Wer seid ihr?« fragte er.
»Wir sind das Volk von Akbar«, antwortete ein bärtiger Ma
»Akbar ist zerstört worden. Wir sind von der Regierung von Tyrus beauftragt, seinen Bru
»Wer seid ihr alle?« fragte der Kaufma
»Wir sind die jungen Krieger von Akbar«, war die Antwort.
Die dritte Ernte bega
Die Kaufleute, die ihre Reisetätigkeit wieder aufgenommen hatten, verbreiteten die Nachricht in der gesamten Region. Eine Minderheit in Israel betrachtete Elia immer noch als einen Erzverräter, doch die Mehrheit vertraute darauf, daß Isebel diesen Widerstand zu gegebener Zeit brechen und Friede wieder in die Region einkehren würde. Die Prinzessin war zufrieden, weil einer ihrer Erzfeinde zu einem ihrer besten Verbündeten geworden war.
Gerüchte über eine neuerliche assyrische Invasion gingen um, und die Mauern von Akbar wurden wieder aufgebaut. Ein neues Verteidigungssystem wurde entwickelt, das zwischen Akbar und Tyrus verstreute Wachposten und Garnisonen vorsah. So ko