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>FeuerSie haben das Haus angezündet.< »Und Ihr?« hörte er jemanden auf phönizisch sagen. »Ihr seid der Anführer und versteckt Euch wie ein Feigling im Haus einer Frau.« Flammen durchzuckten das Zimmer, und Elia ko
»Ihr habt uns in der Nacht überra
Doch der Ma
Elia schloß die Augen. Sein ganzes Leben spulte im Bruchteil einer Sekunde zurück, und er sah sich wieder als Kind in den Straßen der Stadt spielen, in der er geboren war, er reiste erneut zum ersten Mal nach Jerusalem, roch die Sägespäne in der Tischlerei, sah sich durch die Täler und über die Berge des Gelobten Landes wandern, lernte die blutjunge Isebel ke
Abermals rasten die Wolken in ma
Er war wieder in der Gegenwart angelangt. Er dachte an das, was im unteren Stockwerk geschah, er mußte, koste es, was es wolle, die Witwe und ihren Sohn retten.
»Feuer«, sagte er zu den feindlichen Soldaten. »Es bre
»Sie wird geflohen sein«, dachte er. »Sie werden einer wehrlosen Frau nichts antun.« Tiefer Friede kehrte in sein Herz zurück. Vielleicht hatte der Herr gemerkt, daß er der falsche Ma
Einige Sekunden vergingen. Die Stimmen schrien weiter, Blut strömte aus seiner Wunde, doch der Todesstoß erfolgte nicht.
»Tötet mich, schnell!« schrie er, de
Niemand beachtete ihn. Sie stritten hitzig und schienen sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Einige Soldaten bega
>Ich ka
Vielleicht hatte der Herr wie einst mit Josua die Zeit mitten in der Schlacht stehenbleiben lassen.
Da hörte er unten die Schreie der Frau. Mit übermenschlicher Anstrengung gelang es ihm, eine der Wachen wegzustoßen und sich zu erheben, doch sie warfen ihn umgehend wieder zu Boden. Ein Soldat gab ihm einen Fußtritt an den Kopf, und Elia wurde ohnmächtig.
Wenige Minuten später kam er wieder zu sich. Die Assyrer hatten ihn auf die Straße geschleppt. Ihm schwindelte, als er den Kopf hob: Alle Häuser des Viertels bra
»Eine wehrlose, unschuldige Frau ist dort dri
Rettet sie!« Geschrei, Gere
»Herr, Du ka
»Doch rette die, die mich aufgenommen hat.« Jemand zog ihn an den Armen hoch.
»Kommt und seht«, sagte der assyrische Offizier, der seine Sprache sprach. »Ihr verdient es.« Die beiden Wachen hielten ihn fest und schoben ihn zur Tür.
Das Haus wurde schnell von den Flammen verschlungen, und der Feuerschein erleuchtete alles ringsum: weinende Kinder, Alte, die um Vergebung flehten, verzweifelte Frauen, die ihre Kinder suchten. Doch er hörte nur die Hilfeschreie der Frau, die ihn aufgenommen hatte.
»Was geht hier vor? Dort dri
»Warum verschont Ihr mich und macht das mit ihr?« klagte Elia.
»Wir werden Euch nicht verschonen, doch wir wollen, daß Ihr soviel wie möglich leidet. Unser General starb gesteinigt und ehrlos vor den Mauern der Stadt. Er suchte Leben und fand den Tod. Jetzt habt Ihr das gleiche Schicksal.« Elia kämpfte verzweifelt, um sich zu befreien, doch die Wachen schleppten ihn fort. Sie gingen durch die glutheißen Straßen von Akbar. Die Soldaten schwitzten, und einigen stand das Entsetzen über das, was sie gesehen hatten, ins Gesicht geschrieben. Elia versuchte sich loszureißen und schrie zum Himmel, doch sowohl Assyrer wie Gott blieben stumm.
Sie begaben sich bis zur Mitte des Platzes. Die meisten Gebäude der Stadt bra
»Wie gut, daß es den Tod gibt.« Wie oft hatte er seit dem Tag im Pferdestall daran gedacht!
Die Leichen der Krieger von Akbar – die meisten ohne Uniform – lagen auf dem Boden verstreut. Menschen ra
>Warum tun sie das?< dachte er. >Sehen sie de
Elia und seine Häscher blieben mitten auf dem Platz stehen.
Elia mußte sich hinknien, die Hände wurden ihm gebunden. Er hörte die Schreie der Frau nicht mehr. Vielleicht war sie schnell gestorben, hatte die lange Qual, bei lebendigem Leibe zu verbre
Eine weitere Gruppe assyrischer Soldaten brachte einen Gefangenen, dessen Gesicht von Schlägen verunstaltet war.
De
»Hoch lebe Akbar!« rief er. »Phönizien und seinen Kriegern ein langes Leben, die sich am Tag mit ihren Feinden schlagen! Tod den Feinden, die in der Dunkelheit angreifen!« Doch er hatte kaum Zeit, den Satz zu beenden. Das Schwert eines assyrischen Generals senkte sich, und der Kopf des Kommandanten rollte auf den Boden.