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Baldini hatte deren Tausende. Sein Angebot reichte von Essences absolues, Blütenölen, Tinkturen, Auszügen, Sekreten, Balsamen, Harzen und sonstigen Drogen in trockener, flüssiger oder wachsartiger Form, über diverse Pomaden, Pasten, Puder, Seifen, Cremes, Sachets, Bandolinen, Brillantinen, Bartwichsen, Warzentropfen und Schönheitspflästerchen bis hin zu Badewässern, Lotionen, Riechsalzen, Toilettenessigen und einer Unzahl echter Parfums. Doch Baldini begnügte sich nicht mit diesen Produkten der klassischen Schönheitspflege. Sein Ehrgeiz bestand darin, in seinem Laden alles zu versammeln, was irgendwie duftete oder in irgendeiner Weise dem Duft diente. Und so fanden sich neben Räucherpastillen, Räucherkerzen und Räucherbändern auch sämtliche Gewürze vom Anissamen bis zur Zimtrinde, Sirups, Liköre und Obstwässer, Weine aus Zypern, Malaga und Korinth, Honige, Kaffees, Tees, getrocknete und kandierte Früchte, Feigen, Bonbons, Schokoladen, Maronen, ja sogar eingelegte Kapern, Gurken und Zwiebeln und marinierter Thunfisch. Und da
Natürlich hatten all diese Waren nicht im pompösen, zur Straße (oder zur Brücke) hin gelegenen Laden Platz, und so mussten, in Ermanglung eines Kellers, nicht nur der Speicher des Hauses, sondern der gesamte erste und zweite Stock sowie fast sämtliche zum Fluss hin gelegenen Räume des Erdgeschosses als Lager dienen. Die Folge davon war, dass im Hause Baldini ein unbeschreibliches Chaos von Düften herrschte. So erlesen die Qualität der einzelnen Produkte war – de
Unter diesen Umständen war es eigentlich nicht verwunderlich, dass das persische Glockenspiel von Giuseppe Baldinis Ladentüre immer seltener erklang und die silbernen Reiher immer seltener spien.
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»Chenier!« rief Baldini hinter dem Kontor hervor, wo er seit Stunden säulenstarr gestanden und die Türe angestarrt hatte, »ziehen Sie Ihre Perücke an!« Und zwischen Olivenölfässern und hängenden Schinken aus Bayo
»Nein«, sagte Baldini, »ich werde mich für einige Stunden in mein Arbeitszimmer zurückziehen und wünsche, absolut nicht gestört zu werden.«
»Ah, ich verstehe! Sie entwerfen ein neues Parfum.«
BALDINI So ist es. Zur Beduftung einer spanischen Haut für den Grafen Verhamont. Er verlangt etwas vollkommen Neues. Er verlangt etwas wie… wie … ich glaube, es hieß >Amor und PsycheAmor und Psyche< von Pelissier. Ke
CHENIER Jaja. Dochdoch. Man riecht es jetzt überall. An jeder Straßenecke riecht man es. Aber we
BALDINI Natürlich nicht.
CHENIER Es riecht äußerst gewöhnlich, dieses >Amor und PsycheAmor und PsycheRose des Südens< erfunden und >Baldinis galantes Bouquet< zwei wirklich große Düfte, denen er sein Vermögen verdankte. Aber jetzt war er alt und verbraucht und ka