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Sein Blick verweilte einen Moment lang auf Harry, da
»Großartig«, sagte Harry.»Wirklich großartig.«
Auf Hagrids verweintem Gesicht brach sich ein breites, feuchtes Lächeln Bahn.»Gut gemacht, Junge… Du zeigst es denen, Harry, du zeigst es denen. Schlägst sie alle.«
Hagrid anzulügen war nicht ganz dasselbe, wie irgendjemanden anzulügen. Später am Nachmittag, als Harry mit Ron und Hermine zum Schloß zurückging, ko
Das Ei und das Auge
Da Harry keine Ahnung hatte, wie lange er baden mußte, um das Geheimnis des goldenen Eis zu lüften, beschloß er, nachts zu gehen, we
Harry plante seine Unternehmung mit Sorgfalt, de
Am Dienstagabend stahl sich Harry hoch in den Schlafsaal, warf sich den Tarnurnhang über, schlich mach unten und wartete, wie in jener Nacht, als Hagrid ihn zu den Drachen geführt hatte, bis sich das Porträtloch öffnete. Diesmal war es Ron, mit dem er sich abgesprochen hatte; er stand auf der anderen Seite des Porträtlochs, sagte der fetten Dame das Paßwort (»Bananeneis«), stieg in den Gemeinschaftsraum, murmelte Harry»viel Glück«zu, und Harry schlüpfte hinaus.
Heute Abend fiel es ihm schwer, sich mit dem Tarnurnhang zu bewegen, de
Knarrend öffnete sich die Tür. Harry glitt hinein, schob den Riegel vor, zog den Tarnurnhang vom Kopf und sah sich um.
Sein erster Eindruck war, daß es sich durchaus lohnen würde, Vertrauensschüler zu werden, nur um dieses Badezimmer benutzen zu dürfen. Ein stattlicher kerzenbestückter Kronleuchter tauchte das Bad in sein warmes Licht. Es war ganz aus Marmor, auch das in der Mitte des Raums eingelassene rechteckige Becken, das eher wie ein leerer Swimmingpool aussah. Rund hundert goldene Wasserhähne ragten aus den Seitenwänden des Beckens und in jedem Drehknopf war ein andersfarbener Juwel eingelassen. Auch ein Sprungbrett gab es hier. An den Fenstern hingen lange, weiße Leinenvorhänge; in einer Ecke fand sich ein großer Stapel flaumig weicher weißer Badetücher, und an der Wand hing ein einzelnes, goldgerahmtes Gemälde. Darauf war eine blonde Meerjungfrau zu sehen, die tief schlafend auf einem Felsen lag und deren langes Haar bei jedem Schnarcher über ihr Gesicht flatterte.
Harry legte seinen Umhang, das Ei und die Karte auf den Boden und ging, sich umsehend, auf das Becken zu, wobei seine Schritte von den Wänden widerhallten. Gewiß, dieses Bad war herrlich – und er hatte große Lust, ein paar von diesen Wasserhähnen auszuprobieren -, doch nun, da er hier war, kam ihm der unangenehme Gedanke, daß Cedric ihn vielleicht auf den Arm genommen hatte. Wie um alles in der Welt sollte ihm dieses Bad helfen, das Geheimnis des Eis zu lösen? Trotz allem legte er eines der flaumigen Tücher an den Rand des swimmingpoolgroßen Beckens, legte den Umhang, die Karte und das Ei dazu, kniete sich nieder und drehte ein paar Wasserhähne auf.
Sofort war ihm klar, daß jeder Wasserstrahl eine andere Sorte Schaumbad enthielt, aber es war Schaumbad, wie Harry es noch nie erlebt hatte. Aus einem Hahn blubberten rosa und blaue Blasen von Fußballgröße, aus einem anderen quoll eisweißer Schaum, so dicht und fest, daß Harry sicher war, er würde ihn über das Wasser tragen; aus einem dritten Hahn sprühten schwer parfümierte purpurne Wolken, die über dem Wasser schweben blieben. Harry drehte eine Weile nach Lust und Laune an den Hähnen, und besonders einer gefiel ihm, dessen Strahl auf der Wasseroberfläche abprallte und in großen Bögen darüber hinweghüpfte. Als das tiefe Becken mit heißem Wasser, feinem Schaum und mächtigen Blasen gefüllt war (was bei seiner Größe doch schnell gegangen war), drehte Harry alle Hähne zu, zog Morgenrock, Pyjama und Badeschlappen aus und ließ sich ins Wasser gleiten.
Es war so tief, daß seine Füße kaum den Boden berührten, und so schwamm er tatsächlich ein paar Runden, da
Harry streckte die Arme aus, hob das Ei mit nassen Händen hoch und öffnete es. Das klagende, kreischende Lärmen erfüllte das Bad und hallte zitternd von den Marmorwänden wider, doch es klang so unbegreiflich wie immer, und im Gewirr der Echos vielleicht noch rätselhafter. Aus Sorge, der Lärm kö
»Ich würde es einfach mal ins Wasser legen, we
Harry hatte vor Schreck eine beträchtliche Menge Seifenblasen geschluckt. Prustend richtete er sich auf und sah den Geist eines sehr verdrossen aussehenden Mädchens mit übergeschlagenen Beinen auf einem der Wasserhähne sitzen. Es war die Maulende Myrte, die man normalerweise im Abflußrohr eines Klos drei Stockwerke weiter unten schluchzen hören ko
»Myrte!«, sagte Harry empört.»Ich – ich hab überhaupt nichts an!«
Der Schaum war so dicht, daß es kaum eine Rolle spielte, aber er hatte das unangenehme Gefühl, daß Myrte ihn aus einem der Hähne heraus beobachtet hatte, schon seit er hereingekommen war.
»Ich hab die Augen geschlossen, als du reinkamst«, sagte sie und blinzelte ihn durch ihre dicken Brillengläser an.»Du hast mich schon ewig nicht mehr besucht.«