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Die Vorhänge waren immer noch zugezogen, und als sie näher kamen, hörten sie Fang kläffen.

»Hagrid!«, rief Hermine und pochte gegen die Tür.»Hagrid, jetzt reicht's aber! Wir wissen, daß du dadrin bist! Es kümmert doch keinen, daß deine Mum eine Riesin war, Hagrid! Du ka

Die Tür ging auf. Hermine sagte:»Wird auch Z-!«, doch jäh brach sie ab, de

»Guten Tag«, sagte er freundlich und lächelte auf sie herab.

»Wir – ähem – wir wollten eigentlich Hagrid besuchen«, sagte Hermine nun etwas kleinlaut.

»Ja, so viel hab ich verstanden«, sagte Dumbledore.»Wollt ihr nicht reinkommen?«

»Oh – ähm – gut«, sagte Hermine.

Die drei betraten die Hütte; sofort stürzte sich Fang wie verrückt bellend auf Harry und versuchte ihm die Ohren zu lecken. Harry wimmelte ihn ab und sah sich um.

Hagrid saß an seinem Tisch, auf dem zwei große Becher Tee standen. Er sah ungeheuer elend aus. Sein Gesicht war fleckig, die Augen waren geschwollen, und was sein Haar anging, so hatte er es jetzt ins andere Extrem getrieben; es war nicht im Mindesten gezähmt, sondern sah aus wie eine Perücke aus verknoteter Drahtwolle.

»Hallo, Hagrid«, sagte Harry.

Hagrid sah auf.

»'lo«, sagte er mit sehr heiserer Stimme.

»Noch ein wenig Tee, nehm ich an«, sagte Dumbledore, schloß die Tür hinter den dreien, zückte den Zauberstab und ließ ihn kurz im Kreis wirbeln; mitten in der Luft erschien ein sich drehendes Tablett, mit Teetassen und einem Teller voller Kekse. Dumbledore zauberte das Tablett auf den Tisch und alle setzten sich. Ein kurzes Schweigen trat ein, da

Hermines Wangen verfärbten sich, doch Dumbledore lächelte sie an und fuhr fort:»Hermine, Harry und Ron wollen offenbar immer noch etwas mit dir zu tun haben, we

»Natürlich wollen wir das!«, sagte Harry und sah Hagrid eindringlich an.»Du glaubst doch nicht etwa, daß irgend etwas von dieser Kimmkorn-Kuh – Verzeihung, Professor«, fügte er rasch hinzu und sah Dumbledore an.

»Ich bin vorübergehend taub und hab keine Ahnung, was du gesagt hast, Harry«, sagte Dumbledore, drehte Däumchen und starrte an die Decke.

»Ähm – gut«, sagte Harry verlegen.»Ich wollte nur sagen – Hagrid, wie ko

Zwei dicke Tränen traten aus Hagrids käferschwarzen Augen und kullerten langsam durch seinen wirren Bart.

»Das ist der lebendige Beweis dessen, was ich dir gesagt habe, Hagrid«, sagte Dumbledore und starrte vorsorglich immer noch zur Decke.»Ich hab dir die Briefe von zahllosen Eltern gezeigt, die dich noch aus ihrer eigenen Schulzeit ke

»Nich alle«, sagte Hagrid heiser.»Nich alle woll'n, daß ich bleib.«

»Ich bitte dich, Hagrid, we

»Sie – Sie sind ja auch kein Halbriese!«, krächzte Hagrid.

»Hagrid, sieh dir doch mal meine Verwandten an!«, sagte Harry aufgebracht.»Schau dir die Dursleys an!«

»Eine hervorragende Idee«, sagte Professor Dumbledore.»Mein eigener Bruder, Aberforth, wurde wegen Ausübung unpassender Zauberstücke an einer Ziege verklagt. Es stand in allen Zeitungen, aber meinst du, Aberforth hätte sich versteckt? Von wegen! Er hielt die Ohren steif und ging seinen Geschäften nach, als wäre nichts gewesen! Natürlich bin ich mir nicht ganz sicher, ob er lesen ka

»Komm zurück und unterrichte wieder, Hagrid«, sagte Hermine leise,»bitte komm zurück, wir vermissen dich sehr.«

Hagrid schluckte schwer. Noch mehr Tränen kullerten ihm aus den Augen, liefen die Wangen hinunter und verschwanden in dem wirren Bart.

Dumbledore erhob sich.

»Ich weigere mich, deine Kündigung anzunehmen, Hagrid, und erwarte dich am Montag wieder zur Arbeit«, sagte er.»Du frühstückst um halb neun mit mir in der Großen Halle. Und keine Widerrede. Schönen Nachmittag euch allen noch.«

Dumbledore verließ die Hütte, nicht ohne vorher noch kurz Fangs Ohren gekrault zu haben. Als die Tür hinter ihm zugegangen war, bega

»Ja, das ist er«, sagte Ron.»Ka

»Schlag zu«, sagte Hagrid und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen.»Aahr, 'türlich hat er Recht – ihr habt alle Recht… war dumm von mir… mein alter Dad hätt sich geschämt für mich…«Wieder rollten Tränen über seine Wangen, doch jetzt wischte er sie energisch weg und sagte:»Hab euch noch nich mal 'n Bild von meinem alten Dad gezeigt, nich? Hier…«

Hagrid stand auf, ging hinüber zu seiner Kommode, öffnete eine Schublade und zog ein Bild von einem kleinen Zauberer heraus, der Hagrids runzlige schwarze Augen hatte und mit strahlendem Gesicht auf Hagrids Schulter saß. Hagrid war nach dem Apfelbaum neben ihm zu schließen gut zweieinhalb Meter groß, doch sein Gesicht war bartlos jung, rund und glatt – er wirkte kaum älter als elf Jahre.

»Das war, kurz nachdem sie mich in Hogwarts aufgenommen ham«, krächzte Hagrid.»Dad war so was von froh… dachte, ich wär vielleicht kein Zauberer, wißt ihr, weil meine Mum… na, wie auch immer, 'türlich war ich nie der große Magier, stimmt schon… aber wenigstens hat er nich erlebt, wie sie mich rausgeworfen haben. Ist nämlich schon in meinem zweiten Schuljahr gestorben…

Dumbledore war der Einzige, der sich nach dem Tod von meinem Dad für mich eingesetzt hat. Hat mir diese Wildhüterstelle besorgt… vertraut einfach Leuten, ist doch wahr. Gibt ihnen noch 'ne zweite Schangse… ganz anders als die anderen Schulleiter, wißt ihr. Er nimmt jeden auf in Hogwarts, we

Harry, Ron und Hermine warfen sich nervöse Blicke zu; Harry wäre eher mit fünfzig Knallrümpfigen Krötern spazieren gegangen als Hagrid zu gestehen, daß er ihn bei seiner Unterhaltung mit Madame Maxime belauscht hatte, doch Hagrid redete weiter, offenbar nicht ahnend, was er ausgeplaudert hatte.

»Weißt du was, Harry?«, sagte er und sah mit leuchtenden Augen vom Foto seines Vaters auf.»Als ich dich ke