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»Ich rufe den Schulleiter!«, rief Professor McGonagall.»Ich warne Sie, Peeves -«
Peeves streckte ihr die Zunge heraus, warf seine letzte Wasserbombe hoch in die Luft und rauschte unter irrem Kichern über die Marmortreppe hinweg davon.
»Also weiter jetzt«, sagte Professor McGonagall mit einer gewissen Schärfe in der Stimme zu der durchnäßten Menge.»In die Große Halle, Beeilung!«
Ron wischte sich das tropfnasse Haar unter wütendem Gemurmel aus dem Gesicht, und die drei schlitterten und rutschten durch die Eingangshalle und wandten sich da
Wie immer zum Fest der Neuen war die Große Halle herrlich geschmückt. Im Licht unzähliger Kerzen, die über den Tischen schwebten, schimmerten goldene Teller und Kelche. An den vier langen Haustischen saßen dicht an dicht eifrig schwatzende Schüler; etwas erhöht an der Stirnseite der Halle saßen die Lehrer, den Schülern zugewandt, entlang einer fünften Tafel. Hier in der Großen Halle war es warm. Harry, Ron und Hermine gingen an den Slytherins, den Ravenclaws und den Hufflepuffs vorbei und setzten sich zu den Gryffindors auf der anderen Seite der Halle, neben den Fast Kopflosen Nick, das Gespenst von Gryffindor. Perlweiß und halb durchsichtig, trug Nick heute Abend sein übliches Wams, diesmal mit einer ungewöhnlich breiten Halskrause, die zum einen besonders festlich aussehen sollte und zum anderen dafür sorgte, daß sein Kopf auf dem fast durchtre
»Guten Abend«, sagte er und strahlte sie an.
»Schön war's«, sagte Harry. Er zog seine Turnschuhe aus und schüttete das Wasser aus.»Hoffentlich beeilen sie sich bei der Auswahl. Ich verhungere gleich.«
Zu Begi
In diesem Moment rief jemand weiter oben am Tisch ganz aufgeregt und atemlos:»Holla, Harry!«
Es war Colin Creevey, ein Drittkläßler, für den Harry eine Art Held war.
»Hallo, Colin«, sagte Harry verhalten.
»Harry, rat mal, was heute los ist? Rat mal, Harry! Heute fängt mein Bruder an! Mein Bruder De
»Hmmh – ist ja toll«, sagte Harry.
»Er ist furchtbar aufgeregt!«, rief Colin und hopste auf seinem Stuhl hin und her.»Ich hoffe, er kommt nach Gryffindor! Drück ihm die Daumen, ja, Harry?«
»Ähm – ja, mach ich!«, sagte Harry und wandte sich wieder Hermine, Ron und dem Fast Kopflosen Nick zu.»Geschwister kommen normalerweise zusammen in ein Haus, stimmt doch?«, fragte er. Er dachte an die Weasleys, die alle sieben nach Gryffindor gekommen waren.
»O nein, nicht unbedingt«, sagte Hermine.»Parvati Patils Zwillingsschwester ist in Ravenclaw und die beiden sind nicht zu unterscheiden. Da würdest du doch denken, sie gehörten auch hier zusammen, oder?«
Harry sah hoch zum Lehrertisch. Mehr Stühle als sonst schienen leer zu sein. Hagrid kämpfte sich natürlich immer noch mit den Erstkläßlern über den See; Professor McGonagall überwachte vermutlich das Aufwischen in der Eingangshalle, doch da war noch ein leerer Stuhl, und er kam nicht darauf, wer noch fehlen kö
»Wo ist der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste?«, fragte Hermine, die ebenfalls zum Lehrertisch hochsah.
Sie hatten noch nie einen Lehrer in diesem Fach gehabt, der länger als ein Schuljahr geblieben war. Harrys mit Abstand liebster Lehrer war Professor Lupin gewesen, der letztes Jahr aufgegeben hatte. Er ließ den Blick am Lehrertisch entlangwandern. Eindeutig kein neues Gesicht.
»Vielleicht haben sie keinen gekriegt!«, sagte Hermine mit besorgter Miene.
Noch einmal musterte Harry alle, die dort oben saßen.
Der winzig kleine Professor Flitwick, Lehrer für Zauberkunst, saß auf einem großen Stapel Kissen neben Professor Sprout, der Lehrerin für Kräuterkunde, deren Hut schräg auf ihrem grauen Flatterhaar saß. Sie sprach gerade mit Professor Sinistra vom Fach Astrologie. Zur anderen Seite von Professor Sinistra saß der fahlgesichtige, fetthaarige Lehrer für Zaubertränke, Snape – den Harry am wenigsten von allen in Hogwarts ausstehen ko
Auf Snapes anderer Seite war ein leerer Stuhl, der sicher Professor McGonagall gehörte. Daneben, in der Mitte des Tisches, saß Professor Dumbledore, der Schulleiter. Sein wehendes Silberhaar und sein üppiger Bart schimmerten im Kerzenlicht und sein herrlicher dunkelgrüner Umhang war über und über mit Sternen und Monden bestickt. Professor Dumbledores Ki
»Mensch, beeilt euch«, stöhnte Ron.»Ich kö
Professor McGonagall kam mit einem dreibeinigen Stuhl in der Hand und stellte ihn vor den Neuen ab. Auf dem Stuhl lag ein steinalter, schmutziger, geflickter Zaubererhut. Die Neuen starrten ihn an. Und alle anderen auch. Einen Moment lang herrschte Schweigen. Da
Eintausend Jahr und mehr ist's her,
seit mich genäht ein Schneiderer.
Da lebten vier Zaubrer wohl angesehn;
ihre Namen werden nie vergehn.
Von wilder Heide der kühne Gryffindor,
der schöne Ravenclaw den höchsten Fels erkor.
Der gute Hufflepuff aus sanftem Tal,
der schlaue Slytherin aus Sümpfen fahl.
Sie teilten einen Wunsch und Traum,
einen kühnen Plan, ihr glaubt es kaum
junge Zauberer gut zu erziehn,
das war von Hogwarts der Begi
Es waren unserer Gründer vier,
die schufen diese Häuser hier
und jeder schätzte eine andere Tugend
bei der von ihm belehrten Jugend.
Die Mutigsten zog Gryffindor
bei weitem allen ändern vor;
für Ravenclaw die Klügsten waren
alleine wert der Lehrerqualen.
Und jedem, der da eifrig lernte,
bescherte Hufflepuff reiche Ernte.
Bei Slytherin der Ehrgeiz nur
stillte den Machttrieb seiner Natur.
Es ist vor langer Zeit gewesen,
da ko