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»Oma wollte nicht hingehen«, sagte er niedergeschlagen.»Und hat mir keine Karte gekauft. Klingt aber toll, was ihr erzählt.«
»War es auch«, sagte Ron.»Schau dir das an, Neville…«
Er stöberte in seinem Koffer auf der Gepäckablage und zog die kleine Nachbildung von Viktor Krum hervor.
»Wahnsi
»Wir haben ihn ganz aus der Nähe gesehen«, sagte Ron.»Wir waren in der Ehrenloge.«
»Zum ersten und letzten Mal in deinem Leben, Weasley.«
Draco Malfoy war in der Tür erschienen. Hinter ihm standen Crabbe und Goyle, seine fiesen bulligen Kumpels, die beide im Sommer offenbar um mehr als einen Kopf gewachsen waren. Wie es schien, hatten sie das Gespräch durch die Abteiltür, die Dean und Seamus offen gelassen hatten, belauscht.
»Ich eri
»Hör mal, Weasley… was ist das de
Ron wollte den Umhang rasch verschwinden lassen, doch Malfoy war schneller; er packte den Ärmel und zog ihn an sich.
»Seht euch das an!«, rief er ganz entzückt und hob Rons Festumhang hoch, damit Crabbe und Goyle ihn begutachten ko
»Friß Mist, Malfoy!«, sagte Ron, und sein Gesicht hatte, als er ihn Malfoy entriß, längst die Farbe des Umhangs angenommen. Malfoy wieherte hämisch und Crabbe und Goyle glotzten blöde.
»Aha… du willst dich also bewerben, Weasley? Willst den Namen deiner Familie mit ein wenig Ruhm bekleckern? Geld ist auch im Spiel, du weißt ja… kö
»Machst du mit?«, wiederholte Malfoy.»Du, Potter, auf jeden Fall, schätze ich. Du läßt doch keine Gelegenheit aus, um den Angeber zu markieren, oder?«
»Entweder du erklärst, wovon du redest, oder du verschwindest, Malfoy«, sagte Hermine gereizt über den Rand ihres Lehrbuchs der Zaubersprüche hinweg.
Ein hämisches Grinsen breitete sich auf Malfoys Gesicht aus.
»Erzähl mir bloß nicht, daß du keine Ahnung hast, Weasley?«, höhnte er genüßlich.»Du hast einen Vater und einen Bruder im Ministerium und du weißt es nicht mal? Hör mal, mein Vater hat es mir schon vor einer Ewigkeit erzählt… hat es von Cornelius Fudge erfahren. So ist es eben, Vater hat immer mit den Topleuten im Ministerium zu tun… vielleicht ist deiner ein zu kleines Licht und darf es überhaupt nicht wissen, Weasley… tja… we
Malfoy lachte laut auf, nickte Crabbe und Goyle zu, und die drei verschwanden.
Ron erhob sich und knallte die Schiebetür des Abteils so wütend zu, daß die Scheibe zu Bruch ging.
»Ron!«, sagte Hermine vorwurfsvoll, zückte ihren Zauberstab und murmelte»Reparo!«; die Scherben flogen zu einer Scheibe zusammen, die sich wieder in die Tür einfügte.
»Das Aas… tut so, als ob er alles wüßte und wir nicht…«, knurrte Ron. ›Vater hat immer mit den Topleuten im Ministerium zu tun.‹… Mein Dad hätte sich jederzeit befördern lassen kö
»Natürlich, das wissen wir«, sagte Hermine beschwichtigend.»Laß dich doch nicht von Malfoy ärgern, Ron -«
»Er! Und mich ärgern! Schwachsi
Rons schlechte Laune hielt die restliche Fahrt über an. Er sprach nicht viel, als sie ihre Umhänge anzogen, und blickte immer noch finster, als der Hogwarts-Express endlich bremste und schließlich in pechschwarzer Dunkelheit am Bahnhof von Hogsmeade Halt machte.
Kaum waren die Waggontüren aufgegangen, hörten sie über sich ein Do
»Hallo, Hagrid!«, rief Harry; am Ende des Bahnsteigs hatte er eine hünenhafte Gestalt erspäht.
»Alles klar, Harry?«, brüllte Hagrid und winkte ihnen zu.»Sehn uns beim Festessen, falls wir vorher nicht absaufen!«
Wie es der Brauch war, fuhren die neuen Schüler mit Booten über den See hinüber nach Hogwarts.
»Uuuuuh, bei diesem Wetter hätt ich keine Lust, über den See zu fahren«, sagte Hermine und schüttelte sich ausgiebig. Inmitten der Schülerschar gelangten sie nur mühsam über den Bahnsteig und nach draußen vor den Bahnhof, wo bereits hundert pferdelose Kutschen auf sie warteten. Harry, Ron, Hermine und Neville stiegen erleichtert in einen der Wagen, die Tür schlug zu und wenige Augenblicke später setzte sich die lange Kutschenprozession mit einem kräftigen Ruck in Bewegung. Ratternd und Wasser zu allen Seiten verspritzend fuhren sie den Weg zum Schloß Hogwarts empor.
Das Trimagische Turnier
Die Kutschen rollten durch das von geflügelten Steinebern bewachte Schloßtor und kamen jetzt gefährlich ins Schlingern, de
»Oje«, sagte Ron, schüttelte den Kopf und spritzte Wasser auf die Umstehenden,»we
Ein großer, roter, mit Wasser gefüllter Ballon war von der Decke herab auf Rons Kopf gefallen und geplatzt. Durchnäßt und prustend stolperte Ron zur Seite und rempelte Harry an, und genau in diesem Moment fiel die zweite Bombe – sie verfehlte nur knapp Hermine, platzte vor Harrys Füßen, und eine Welle eiskalten Wassers ergoß sich über seine Turnschuhe und durchweichte seine Socken. Die Umstehenden flohen kreischend und sich gegenseitig schubsend aus der Schußlinie – Harry hob den Kopf und erka
»Peeves!«, rief eine zornige Stimme.»Peeves, kommen Sie runter, und zwar sofort!«
Professor McGonagall, die stellvertretende Direktorin und Leiterin des Hauses Gryffindor, kam aus der Großen Halle gestürmt, rutschte jedoch auf dem nassen Steinboden aus und ko
»Autsch – Verzeihung, Miss Granger -«
»Macht nichts, Professor!«, würgte Hermine und rieb sich die Kehle.
»Peeves, runter jetzt, sofort!«, bellte Professor McGonagall, rückte ihren Spitzhut zurecht und starrte durch ihre quadratischen Brillengläser zornig zur Decke.
»Tu doch gar nichts«, gackerte Peeves und warf mit großem Schwung eine Wasserbombe gegen eine Gruppe von Fünftkläßleri