Страница 144 из 156
Moodys Zauberstab war immer noch drohend auf Harrys Herz gerichtet. Über seiner Schulter bewegten sich nebelhafte Gestalten im Feindglas an der Wand.»Du warst so lange in diesem See, Potter, daß ich schon dachte, du wärst ertrunken. Doch zum Glück hat Dumbledore deine Dummheit mit Edelmut verwechselt und dir viele Punkte dafür verpaßt. Da ko
In diesem Irrgarten heute Abend hast du es natürlich viel einfacher gehabt als vorgesehen«, fuhr Moody fort.»Ich ging außen herum Wache und beobachtete euch durch die äußeren Hecken. So ko
Harry starrte Moody ins Gesicht. Er begriff einfach nicht, wie das möglich war… Dumbledores Freund, der berühmte Auror… der Ma
»Der dunkle Lord hat es nicht geschafft, dich zu töten, Potter, und er hat sich so sehr danach gesehnt«, flüsterte Moody.»Stell dir vor, wie er mich belohnen wird, we
Moodys normales Auge quoll hervor, das magische Auge blieb auf Harry ruhen. Die Tür war verriegelt, und Harry wußte, daß er niemals schnell genug an seinen Zauberstab herankommen würde…
»Der dunkle Lord und ich«, sagte Moody, und wie er über Harry aufragte und schräg grinsend auf ihn hinabstarrte, nahm sein Gesicht die Züge abgrundtiefen Wahnsi
»Sie sind wahnsi
»Wahnsi
Moody hob den Zauberstab, öffnete den Mund, Harry schob rasch die Hand in den Umhang -
»Stupor!«Ein blendend roter Lichtblitz flammte durchs Zimmer und unter lautem Splittern und Krachen zerbarst die Tür von Moodys Büro -
Moody schmetterte es rücklings auf den Fußboden. Harry, der immer noch auf die Stelle starrte, wo Moodys Gesicht gewesen war, sah jetzt, daß ihm aus dem Feindglas heraus Albus Dumbledore, Professor Snape und Professor McGonagall entgegenblickten. Er wandte sich um und sah die drei im Türrahmen stehen, Dumbledore mit ausgestrecktem Zauberstab an der Spitze.
In diesem Augenblick verstand Harry zum ersten Mal wirklich, warum es hieß, Dumbledore sei der einzige Zauberer, den Voldemort je gefürchtet habe. Der Ausdruck auf Dumbledores Gesicht, als er auf die bewußtlose Gestalt Mad-Eye Moodys hinabblickte, war schrecklicher, als Harry es sich je hätte vorstellen kö
Er trat ins Büro, schob einen Fuß unter den wie leblos daliegenden Moody und stieß ihn auf den Rücken, so daß sein Gesicht zu sehen war. Snape folgte ihm und blickte in das Feindglas, wo er sein eigenes Antlitz sehen ko
Professor McGonagall ging geradewegs auf Harry zu.
»Kommen Sie mit, Potter«, flüsterte sie. Die schmale Linie ihres Mundes zuckte, als würde sie gleich losweinen.»Kommen Sie mit… Krankenflügel…«
»Nein«, sagte Dumbledore scharf.
»Dumbledore, er sollte – schauen Sie ihn doch an – er hat heute Abend genug durchgemacht -«
»Er bleibt hier, Minerva, weil er verstehen muß«, sagte Dumbledore knapp.»Verstehen ist der erste Schritt, um etwas anzunehmen, und nur we
»Moody«, sagte Harry. Noch immer ko
»Dies ist nicht Alastor Moody«, sagte Dumbledore leise.»Du hast Alastor Moody nie ke
Dumbledore beugte sich über den erschlafft daliegenden Moody und schob die Hand in seinen Umhang. Er zog Moodys Flachma
»Severus, bitte besorgen Sie mir das stärkste Wahrheitselixier, das Sie haben, und da
Snape oder McGonagall mochten diese Anweisungen merkwürdig finden, sie verbargen ihre Verwunderung jedenfalls gut. Sie wandten sich unverzüglich um und verließen das Büro. Dumbledore ging hinüber zu dem großen Koffer mit den sieben Schlössern, steckte den ersten Schlüssel in eines der Schlüssellöcher und öffnete den Deckel. Der Koffer enthielt einen Haufen Zauberbücher. Dumbledore schloß den Deckel, steckte den zweiten Schlüssel ins zweite Loch und öffnete den Koffer erneut. Die Zauberbücher waren verschwunden; diesmal kamen eine Reihe kaputter Spickoskope zum Vorschein, ein paar Pergamentblätter und Federkiele und etwas, das ganz nach einem silbrig schimmernden Tarnurnhang aussah. Harry sah verdutzt zu, wie Dumbledore den dritten, vierten, fünften und sechsten Schlüssel in die zugehörigen Schlösser steckte, den Koffer jedes Mal erneut öffnete und immer etwas anderes zum Vorschein brachte. Da
Er sah hinunter in eine Art Grube, einen unterirdischen Raum, und dort, drei Meter tief unten, offenbar tief schlafend, dürr und ausgemergelt, lag der wahre Mad-Eye Moody. Sein Holzbein war verschwunden, die Augenhöhle, in der sich das magische Auge hätte befinden sollen, wirkte leer unter dem eingefallenen Lid, und ganze Büschel seines grauweißen Haars waren abgeschnitten. Halb gelähmt vor Schreck musterte Harry abwechselnd den schlafenden Moody im Koffer und den ohnmächtigen Moody auf dem Fußboden.
Dumbledore kletterte in den Koffer, ließ sich in die Grube hinabfallen und landete leichtfüßig auf dem Boden neben dem schlafenden Moody. Er beugte sich über ihn.
»Unter Schock – und in der Gewalt des Imperius-Fluchs – sehr schwach«, sagte er.»Natürlich mußte er ihn am Leben halten. Harry, wirf mir den Mantel dieses Doppelgängers herunter, Alastor fühlt sich eiskalt an. Madam Pomfrey wird sich um ihn kümmern müssen, aber er scheint nicht unmittelbar in Gefahr zu sein.«