Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 125 из 156

»Igor Karkaroff«, sagte eine barsche Stimme links von Harry. Harry wandte sich um und sah, wie sich in der Mitte seiner Sitzbank Mr Crouch erhob. Crouchs Haar war dunkel, sein Gesicht hatte viel weniger Falten, er wirkte kräftig und wachsam.»Sie wurden aus Askaban hierher gebracht, um vor dem Zaubereiministerium auszusagen. Sie gaben uns zu verstehen, daß Sie wichtige Informationen für uns hätten.«

Karkaroff, fest an den Stuhl gebunden, richtete sich, so gut er ko

»Das habe ich, Sir«, sagte er, und obwohl seine Stimme ängstlich klang, hörte Harry den vertrauten öligen Ton heraus.»Ich möchte dem Ministerium dienlich sein. Ich will helfen. Ich – ich weiß, daß das Ministerium versucht – auch noch die letzten Anhänger des dunklen Lords zu stellen. Ich werde alles tun, um dabei zu helfen…«

Von den Bänken kam Gemurmel. Einige der Zauberer und Hexen musterten Karkaroff gespa

Harry beugte sich vor und wandte den Kopf. Dort, rechts neben Dumbledore, saß Mad-Eye Moody – mit einem gewaltigen Unterschied zu dem Moody, den er ka

»Crouch wird ihn laufen lassen«, flüsterte er Dumbledore zu.»Hat sich auf einen Tauschhandel mit ihm eingelassen. Sechs Monate hab ich gebraucht, bis ich ihn endlich in die Finger bekommen hab, und Crouch läßt ihn einfach laufen, we

Aus Dumbledores langer Adlernase kam ein leises, mißbilligendes Schnauben.

»Ach ja, hab ich ganz vergessen… du magst ja diese Dementoren nicht, Albus?«, sagte Moody mit maskenhaftem Lächeln.

»Nein«, sagte Dumbledore leise,»ich fürchte, nein. Ich war schon immer der Meinung, das Ministerium sollte mit diesen Kreaturen nicht gemeinsame Sache machen…«

»Aber bei Dreckskerlen wie diesem hier…«, sagte Moody leise.

»Sie sagen, Sie hätten Namen für uns, Karkaroff«, meldete sich jetzt wieder Mr Crouch.»Bitte, wir hören.«

»Sie müssen verstehen«, sagte Karkaroff hastig,»daß er, dessen Name nicht gena

»Raus mit der Sprache«, höhnte Moody.

»- wir wußten nie die Namen all unserer Gefährten – nur er wußte genau, wer alles dazugehörte -«

»Ein durchaus kluger Schachzug, nicht wahr, Karkaroff, damit ein Kerl wie du sie nicht alle verpfeifen ka

»Und doch behaupten Sie, Sie hätten ein paar Namen für uns?«, sagte Mr Crouch.

»Ja – das habe ich«, erwiderte Karkaroff atemlos.»Und das waren, beachten Sie, wichtige Gefolgsleute. Leute, die ich mit eigenen Augen seinen Willen habe ausführen sehen. Ich gebe diese Namen preis zum Zeichen, daß ich ihm ganz und gar abschwöre und so tief bereue, daß ich kaum -«

»Diese Namen lauten?«, sagte Mr Crouch scharf.

Karkaroff holte tief Luft.

»Einer war Antonin Dolohow«, sagte er.»Ich – ich sah ihn unzählige Muggel foltern und – und Gegner des dunklen Lords.«

»Und hast ihm dabei geholfen«, brummte Moody.

»Wir haben Dolohow bereits gefaßt«, sagte Crouch.»Er wurde kurz nach Ihnen aufgegriffen.«

»Tatsächlich?«, sagte Karkaroff und seine Augen weiteten sich.»Es – es freut mich, dies zu hören.«

Doch er sah nicht danach aus. Harry spürte, daß diese Neuigkeit Karkaroff einen schweren Schlag versetzt hatte. Einer seiner Namen war wertlos geworden.

»Weitere Namen?«, fragte Crouch kalt.

»Natürlich, ja… da war Rosier«, sagte Karkaroff hastig.»Evan Rosier.«

»Rosier ist tot«, sagte Crouch.»Auch er wurde kurz nach Ihnen gefaßt. Er zog es vor zu kämpfen, statt ruhig mitzukommen, und wurde im Kampf getötet.«

»Hat dabei aber noch ein Stück von mir mitgenommen«, flüsterte Moody.

Harry wandte sich zu ihm um und sah, wie er Dumbledore das große Loch in seiner Nase zeigte.

»Das – das hat er auch verdient!«, sagte Karkaroff mit einem deutlichen Anflug von Panik in der Stimme. Harry sah, daß er sich allmählich Sorgen machte, ob überhaupt eine seiner Informationen dem Ministerium nützen würde. Karkaroffs Augen huschten zur Tür an der Ecke, hinter der zweifellos noch die Dementoren lauerten.

»Weitere Namen?«, sagte Crouch.

»Ja!«, stieß Karkaroff hervor.»Da war Travers – er half mit, die McKi

Harry spürte, daß Karkaroff diesmal auf eine Goldader gestoßen war. Die Zuschauer fingen an zu tuscheln.

»Rookwood?«, fragte Mr Crouch mit einem Kopfnicken zu einer vor ihm sitzenden Hexe, die auf ihr Pergamentblatt zu kritzeln bega

»Ja, genau der«, sagte Karkaroff beflissen.»Ich glaube, er nutzte ein Netz gut plazierter Zauberer i

»Aber Travers und Mulciber haben wir«, sagte Mr Crouch.»Nun gut, Karkaroff, we

»Noch nicht!«, schrie Karkaroff in heller Verzweiflung.»Warten Sie, ich habe noch mehr!«

Harry sah ihn im Licht der Fackeln schwitzen, die weiße Haut scharf abgehoben gegen das Schwarz von Haar und Bart.

»Snape!«, rief er.»Severus Snape!«

»Snape wurde vor diesem Rat bereits entlastet«, sagte Crouch kühl.»Albus Dumbledore hat sich für ihn verbürgt.«

»Nein!«, rief Karkaroff und zerrte an den Ketten, die ihn an den Stuhl fesselten.»Ich versichere Ihnen, Severus Snape ist ein Todesser!«

Dumbledore hatte sich erhoben.»Ich habe in dieser Angelegenheit bereits ausgesagt«, erklärte er ruhig.»Severus Snape war in der Tat ein Todesser, doch er hat sich schon vor Lord Voldemorts Sturz wieder unseren Reihen angeschlossen und als Spion für uns gearbeitet, unter größter Gefahr für sein eigenes Leben. Er ist heute genauso wenig ein Todesser, wie ich es bin.«

Harry wandte den Kopf Mad-Eye Moody zu. Da saß er, hinter Dumbledores Rücken, und machte ein Gesicht, in dem tiefe Zweifel geschrieben standen.

»Nun gut, Karkaroff«, sagte Crouch kühl,»Sie waren hilfreich. Ich werde Ihren Fall noch einmal prüfen. In der Zwischenzeit werden Sie nach Askaban verbracht…«

Mr Crouchs Stimme erstarb. Harry sah sich um; der Kerker löste sich auf, als wäre er aus Rauch; alles verblaßte, er ko

Und da

Die Tür in der Ecke öffnete sich und Ludo Bagman schritt herein.

Dies war jedoch nicht der ein wenig aus dem Leim gegangene Ludo Bagman, sondern ein Bagman, der offensichtlich auf der Höhe seiner Kraft als Quidditch-Spieler war. Seine Nase war noch nicht gebrochen; er war groß, schlank und muskulös. Bagman wirkte nervös, als er sich auf den Kettenstuhl setzte, doch der Stuhl fesselte ihn nicht wie zuvor Karkaroff, und Bagman, dadurch vielleicht ermutigt, ließ den Blick über die Zuschauermenge schweifen, winkte einigen von ihnen und schaffte sogar den Anflug eines Lächelns.