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»Ich hab ihn wieder«, sagte Harry grinsend und hob den Feuerblitz in die Höhe.
»Siehst du, Hermine? Er war doch nicht verhext!«, sagte Ron.
»Ja – hätte aber sein kö
»ja, stimmt schon«, sagte Harry.»Ich bring ihn besser nach oben -«
»Ich nehm ihn mit!«, sagte Ron eifrig,»ich muß Krätze das Rattentonikum geben.«
Er nahm den Feuerblitz und trug ihn, als ob er aus Glas wäre, die Treppe hoch zum Schlafsaal der Jungen.
»Ka
»Von mir aus«, sagte Hermine und räumte einen großen Stapel Pergament von einem Stuhl.
Harry musterte das Durcheinander auf dein Tisch, den langen Arithmantikaufsatz, auf dem die Tinte noch glitzerte, den noch längeren Aufsatz für Muggelkunde (»Warum brauchen Muggel elektrischen Strom?«) und die Runenübersetzung, über der Hermine gerade brütete.
»Wie schaffst du das eigentlich alles?«, fragte Harry.
»Ach na ja, weißt du, ich arbeite eben viel«, sagte Hermine. Jetzt, aus der Nähe, fiel Harry auf, daß sie fast so müde aussah wie Lupin.
»Warum läßt du nicht einfach ein paar Fächer sausen?«, fragte Harry, während sie zwischen den Papieren nach ihrem Runenwörterbuch stöberte.
»Das ka
»Arithmantik sieht furchtbar schwierig aus«, sagte Harry und hob eine sehr komplizierte Zahlentabelle hoch.
»O nein, es ist toll!«, sagte Hermine ernst.»Es ist mein Lieblingsfach! Es ist -«
Doch Harry erfuhr nie, was genau de
»Sieh dir das an!«, brüllte er und kam mit großen Schritten auf Hermines Tisch zu.»Sieh dir das an!«, rief er noch einmal und schüttelte das Tuch vor ihr aus.
»Ron, was zum -?«
»Krätze! Sieh's dir an! Krätze!«
Hermine wich vor Ron zurück, das Gesicht völlig verstört. Harry musterte das Laken in Rons Hand. Etwas Rotes war darauf. Etwas, das unheimlich ähnlich aussah wie -
»Blut!«, schrie Ron in die schreckerfüllte Stille.»Er ist fort! Und weißt du, was auf dem Boden lag?«
»N… nein«, sagte Hermine mit zittriger Stimme.
Ron warf etwas auf Hermines Runenübersetzung. Hermine und Harry beugten sich vor. Auf den merkwürdigen, spitzen Schriftzeichen lagen ein paar lange, rostrote Katzenhaare.
Gryffindor gegen Ravenclaw
Die Freundschaft zwischen Ron und Hermine schien zerstört. So wütend waren sie aufeinander, daß Harry sich nicht vorstellen ko
Ron war wütend, weil Hermine die wiederholten Versuche Krummbeins, Krätze zu verspeisen, nicht ernst genommen hatte. Sie hatte sich nicht darum geschert, ihn scharf im Auge zu behalten, und tat immer noch so, als wäre Krummbein völlig unschuldig. Ron solle doch mal unter allen Betten nachsehen, schlug sie vor. Und außerdem, behauptete sie wütend, habe Ron keinen Beweis, daß Krummbein Krätze gefressen habe, die rostroten Haare seien vielleicht schon seit Weihnachten auf dem Bettlaken und überhaupt habe Ron Vorurteile gegen ihren Kater, seit Krummbein in der Magischen Menagerie auf seinem Kopf gelandet sei.
Harry war sich sicher, daß Krummbein Krätze gefressen hatte, und als er Hermine erklären wollte, daß alle Tatsachen in diese Richtung deuteten, riß ihr der Geduldsfaden auch bei Harry.
»Schön und gut, du schlägst dich auf Rons Seite, ich wußte es!«, sagte sie schrill.»Erst der Feuerblitz, jetzt Krätze, an Allem bin ich schuld, oder? Laß mich bloß in Ruhe, Harry, ich hab 'ne Menge Arbeit zu erledigen!«
Ron war der Verlust seiner Ratte tatsächlich sehr nahe gegangen.
»Komm schon, Ron, immer hast du gesagt, Krätze sei so langweilig«, wollte ihn Fred aufmuntern.»Und er war doch schon ewig nicht mehr richtig auf den Beinen, er ist langsam dahingestorben. War wohl ohnehin besser für ihn, we
»Fred!«, rief Gi
»Er hat doch nur noch gefressen und geschlafen, Ron, das hast du doch selbst gesagt«, warf George ein.
»Einmal hat er Goyle für uns gebissen!«, sagte Ron wehmütig.»Weißt du noch, Harry?«
»Ja, stimmt«, antwortete Harry.
»Seine größte Stunde«, sagte Fred, schaffte es jedoch nicht, eine ernste Miene zu behalten.»Angesichts der Narbe auf Goyles Finger werden wir immer voller Ehrfurcht an ihn denken. – Ach, komm schon, Ron, geh runter nach Hogsmeade und kauf dir eine neue Ratte, was hilft dein Jammern?«
Harry unternahm einen allerletzten Versuch, Ron aufzumuntern, und überredete ihn, zum letzten Training der Gryffindors vor dem Spiel gegen Ravenclaw mitzukommen. Anschließend kö
Madam Hooch, die weiterhin das Training der Gryffindors beaufsichtigte, und Harry ganz besonders, war ebenso beeindruckt vom Feuerblitz wie alle andern, die ihn gesehen hatten. Vor dem Start nahm sie ihn in die Hände und begutachtete ihn mit erfahrenem Blick.
»Seht mal, wie schön er im Gleichgewicht ist! We
Auf diese Art fuhr sie noch eine ganze Weile fort, bis Wood sie unterbrach.
»Ähm – Madam Hooch? Kö
»Oh – natürlich – hier ist er, Potter«, sagte Madam Hooch.»Ich setz mich mit Weasley dort drüben hin…«
Madam Hooch und Ron verließen das Spielfeld und kletterten auf die Ränge, während sich das Gryffindor-Team um Wood scharte, der ihnen die letzten Anweisungen für das morgige Spiel gab.
»Harry, ich hab eben erfahren, wer bei den Ravenclaws den Sucher macht. Es ist Cho Chang, eine Viertkläßlerin, und sie ist ziemlich gut… eigentlich hatte ich gehofft, sie würde noch nicht wieder fit sein, sie hatte ein paar Verletzungsprobleme…«Woods Miene verfinsterte sich vor Mißbehagen über Cho Changs Genesung, da
Und endlich bestieg Harry seinen Feuerblitz und stieß sich vom Boden ab.
Es war besser, als er sich hätte träumen lassen. Der Feuerblitz ging bei der leichtesten Berührung in die Kurve, er schien eher seinen Gedanken als seiner Hand zu folgen; so schnell raste er über das Spielfeld, daß Harry das Stadion nur noch als grünen und grauen Schleier wahrnahm; er ließ ihn so scharf wenden, daß Alicia Spi
»Harry, ich laß den Schnatz raus!«, rief Wood.
Harry wendete und verfolgte einen Klatscher auf die Torstangen zu; er ließ ihn ohne weiteres hinter sich, sah den Schnatz hinter Wood hervorschnellen und hatte ihn nach zehn Sekunden sicher in Händen.