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Während er sich noch überlegte, was er tun sollte, hörte er plötzlich eine andere Tür aufgehen, viel näher bei ihm; jemand war auf dem Weg nach unten.

»Und bring noch 'ne Kiste Gummischnecken mit, die haben uns fast den Laden ausgeräumt -«, sagte eine Frauenstimme.

Ein Paar Füße kam die Treppe herunter. Harry hechtete hinter einen riesigen Korb und wartete, bis die Schritte sich entfernt hatten. Er hörte, wie der Ma

Rasch und leise huschte Harry aus seinem Versteck und kletterte die Stufen hoch; ein kurzer Blick zurück zeigte ihm einen mächtigen Rücken und einen glänzenden Glatzkopf, tief über eine Kiste gebeugt. Harry erreichte die Tür am oberen Treppenabsatz, glitt hindurch und sah sich plötzlich hinter der Ladentheke des Honigtopfes – er duckte sich, kroch zur Seite weg und richtete sich da

Im Honigtopf drängten sich so viele Schüler aus Hogwarts, daß keiner besondere Notiz von Harry nahm. Er schob sich zwischen ihnen durch, sah sich um und unterdrückte ein Lachen bei dem Gedanken, was für ein Schweinchengesicht Dudley machen würde, we

Bis zur Decke reichten die Regale mit den verführerischsten Leckereien, die man sich vorstellen ko

Harry drängte sich durch eine Schar Sechstkläßler und sah am anderen Ende des Ladens ein Schild hängen (»Ein ganz anderer Geschmack«). Darunter standen Ron und Hermine und untersuchten eine Schale Lutscher mit Blutgeschmack. Harry schlich sich unbemerkt von hinten an.

»Urrgh, nee, die will Harry bestimmt nicht, die sind sicher für Vampire«, sagte Hermine.

»Und was ist mit denen hier?«, fragte Ron und hielt ihr einen Krug mit getrockneten Kakerlaken unter die Nase.

»Auch nicht«, sagte Harry.

Fast hätte Ron den Krug fallen lassen.

»Harry!«, kreischte Hermine.»Was machst du de

»Aber hallo!«, sagte Ron ganz und gar beeindruckt,»du hast gelernt, wie man appariert!«

»Natürlich nicht«, sagte Harry. Er dämpfte die Stimme, damit keiner von den Sechstkläßlern ihn hören ko

»Wieso haben Fred und George sie mir nie gegeben!«, sagte Ron empört.»Ich bin schließlich ihr Bruder!«

»O Harry«, flüsterte Hermine.»We

»Würd mich wundern, we

Hermine wirkte sehr besorgt.

»Willst du mich etwa verpetzen?«, fragte Harry grinsend

»Oh – natürlich nicht – aber ehrlich gesagt, Harry -«

»Hast du die zischenden Wissbies gesehen, Harry?«, sagte Ron, packte ihn am Arm und führte ihn hinüber zu dem Faß.»Und die Gummischnecken? Und die Säuredrops? Als ich sieben war, hat mir Fred einen geschenkt, und er hat mir ein Loch durch die Zunge gebra

Als Ron und Hermine all ihre Süßigkeiten bezahlt hatten, verließen sie den Honigtopf und stürzten sich nach draußen in den Schneesturm.

In Hogsmeade sah es aus wie auf einer Weihnachtskarte:

die kleinen aneinander geschmiegten Dorfhäuser und Läden lagen unter einer Hülle pulvrigen Schnees; an den Türen hingen Stechpalmenbündel und durch die Bäume schlangen sich Kordeln mit Zauberkerzen.

Harry bibberte; er hatte nicht daran gedacht, seinen Umhang mitzunehmen. Sie gingen die Straße entlang, die Köpfe gegen den Wind geneigt, und Ron und Hermine riefen durch ihre Schals:

»Das ist die Post -«

»Dort oben ist Zonko -«

»Wir kö

»Wißt ihr was«, sagte Ron zähneklappernd,»wir kö

Harry war unbedingt dafür; der Wind blies heftig und er hatte eiskalte Hände. Sie überquerten die Straße und ein paar Minuten später betraten sie das winzige Wirtshaus.

Es war gesteckt voll, laut, warm und verräuchert. Eine recht wohlproportionierte Frau mit hübschem Gesicht kümmerte sich gerade um einen Klüngel grobschlächtiger Hexenmeister an der Bar.

»Das ist Madam Rosmerta«, sagte Ron.»Ich hol uns was zu trinken, oder?«, fügte er hinzu und errötete kaum merklich.

Harry und Hermine schlugen sich in die hintere Ecke durch, wo ein Tisch zwischen den Fenstern frei war und ein schöner Weihnachtsbaum neben dem Kamin stand. Ron kam nach fünf Minuten mit drei dampfenden Krügen Butterbier zu ihnen.

»Frohe Weihnachten!«, sagte er glücklich und erhob seinen Krug.

Harry trank mit mächtigen Schlucken. Das war das Leckerste, was er je getrunken hatte, und es schien ihn von i

Ein jäher Windstoß zerzauste ihm das Haar. Die Tür der Drei Besen war aufgegangen. Harry blickte über den Rand seines Krugs hinweg und verschluckte sich.

Die Professoren McGonagall und Flitwick hatten soeben unter Schneeflockengestöber den Pub betreten, und kurz darauf folgte ihnen Hagrid, ganz in ein Gespräch vertieft mit einem pummeligen Ma

Ron und Hermine hatten keine Sekunde gezögert, die Hände auf Harrys Kopf gelegt und ihn vom Stuhl weg unter den Tisch gedrückt. Mit Butterbier bekleckert klammerte er den leeren Krug an sich und lugte unter dem Tisch hervor nach den Füßen der Lehrer und des Ministers, die zur Bar gingen, einen Moment stehen blieben und da

Über ihm flüsterte Hermine»Mobiliarbus!«.

Der Weihnachtsbaum neben ihrem Tisch erhob sich eine Handbreit vom Boden, schwebte zur Seite und landete mit einem sanften Rascheln direkt vor ihrem Tisch. So versteckt, spähte Harry durch die dichten unteren Zweige. Vier mal vier Stuhlbeine am Nebentisch wurden über den Boden gerückt, da

Jetzt näherte sich ein weiteres Paar Füße in funkelnd türkisblauen Stöckelschuhen, und er hörte die Stimme einer Frau.

»Ein kleines Goldlackwasser

»Das ist für mich«, antwortete Professor McGonagalls Stimme.

»Vier Halbe heißen Honig-Met.«

»Hier, Rosmerta«, sagte Hagrid.

»Kirschsirup und Soda mit Eis und Schirmchen -«

»Mmm!«, sagte Professor Flitwick und schnalzte mit der Zunge.

»Da

»Danke, Rosmerta, meine Liebe«, sagte Fudge.»Schön, Sie mal wieder zu sehen, Wollen Sie sich nicht setzen und einen Schluck mit uns trinken…«

»Oh, vielen Dank, Minister.«

Harry sah, wie die glitzernden Pumps sich entfernten und wieder zurückkamen. Das Herz pochte ihm schmerzhaft in der Kehle. Warum hatte er nicht daran gedacht, daß dies auch das letzte Wochenende für die Lehrer war? Und wie lange würden sie hier sitzen bleiben? Er brauchte Zeit, um sich wieder in den Honigtopf zu schleichen, we