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»Mit der hier hab ich keine Chance«, keuchte Harry und schlenkerte mit seiner Brille durch die Luft.
Genau in diesem Augenblick tauchte Hermine an seiner Seite auf, sie hielt sich den Umhang über den Kopf und aus unerfindlichen Gründen strahlte sie.
»Ich hab da 'ne Idee, Harry! Gib mir mal deine Brille, schnell!«
Er reichte sie ihr und das Team sah verdutzt zu, wie Hermine mit ihrem Zauberstab dagegen tippte und»Impervius!«rief,
»Bitte sehr!«, sagte sie und gab sie Harry zurück.»Jetzt stößt sie das Wasser ab!«
Wood sah Hermine an, als wollte er sie auf der Stelle küssen.
»Genial!«, rief er ihr mit heiserer Stimme nach, während sie in der Menge verschwand.»Gut, Leute, packen wir's!«
Hermines Zauber wirkte. Harry war immer noch benommen vor Kälte und patschnaß, doch er ko
Er sah einen vergabelten Blitz, dem auf der Stelle ein weiterer Do
Er wendete und wollte zur Mitte des Feldes zurückfliegen, doch in diesem Moment erleuchtete ein weiterer Lichtblitz die Tribünen, und Harry sah etwas, das ihn vollkommen in Ba
Der Besenstiel entglitt Harrys klammen Händen und sein Nimbus sackte ein paar Meter ab. Er rieb sich die Augenlider und schaute noch einmal hinüber auf die Ränge. Der Hund war verschwunden.
»Harry!«, ertönte Woods entsetzter Schrei von den Torpfosten der Gryffindors,»Harry, hinter dir!«
Harry blickte sich entsetzt um. Cedric Diggory kam über das Spielfeld geschossen, und in den Regenschnüren zwischen ihnen schimmerte etwas Kleines und Goldenes -
In jäher Panik duckte sich Harry über den Besenstiel und raste dem Schnatz entgegen.
»Mach schon!«, knurrte er seinen Nimbus an, während ihm der Regen ins Gesicht peitschte,»schneller!«
Doch nun geschah etwas Seltsames. Eine gespenstische Stille senkte sich über das Stadion. Der Wind ließ zwar kein bißchen nach, doch er vergaß zu heulen. Es war, als ob jemand den Ton abgedreht hätte, als ob Harry plötzlich taub geworden wäre – was ging hier vor?
Und da
Mindestens hundert Dementoren, die vermummten Gesichter ihm zugewandt, standen dort unter ihm. Es war, als würde eiskaltes Wasser in seiner Brust aufsteigen und ihm die Eingeweide abtöten. Und da
»Nicht Harry, nicht Harry, bitte nicht Harry!«
»Geh zur Seite, du dummes Mädchen… geh weg jetzt…«
»Nicht Harry, bitte nicht, nimm mich, töte mich an seiner Stelle -«
Betäubender, wirbelnder weißer Nebel füllte Harrys Kopf… was tat er da? Warum flog er? Er mußte ihr helfen… sie würde sterben… sie wurde umgebracht…
Er fiel, fiel durch den eisigen Nebel.
»Nicht Harry! Bitte… verschone ihn… verschone ihn…«
Eine schrille Stimme lachte, die Frau schrie, und Harry schwanden die Si
»Ein Glück, daß der Boden so durchweicht war.«
»Ich dachte, er ist tot.«
»Und nicht mal die Brille ist hin.«
Harry ko
»Das war das Fürchterlichste, das ich je im Leben gesehen habe.«
Fürchterlich… das Fürchterlichste… vermummte schwarze Gestalten… Kälte… Schreie…
Harrys Augen klappten auf. Er lag im Krankenflügel. Das Quidditch-Team der Gryffindors, von oben bis unten mit Schlamm bespritzt, war um sein Bett versammelt. Auch Ron und Hermine waren da und sahen aus, als kämen sie gerade aus einem Schwimmbecken.
»Harry!«, sagte Fred, der unter all dem Schlamm käsebleich aussah,»wie geht's dir?«
Es war, als würde Harrys Gedächtnis schnell zurückgespult. Die Blitze – der Grimm – der Schnatz – und die Dementoren -
»Was ist passiert?«, fragte er und setzte sich so plötzlich auf, daß sie die Münder aufrissen.
»Du bist abgestürzt«, sagte Fred.»Müssen. wohl – ungefähr – fünfzehn Meter gewesen sein.«
»Wir dachten, du seist tot«, sagte Alicia, die es am ganzen Leib schüttelte.
Von Hermine kam ein leises Schluchzen. Das Weiße ihrer Augen war blutunterlaufen.
»Aber das Spiel«, sagte Harry.»Was ist damit? Wird es wiederholt?«
Keiner sagte ein Wort. Die schreckliche Wahrheit drang in Harry ein wie ein Stein.
»Wir haben – verloren?«
»Diggory hat den Schnatz gefangen«, sagte George.»Kurz nach deinem Absturz. Er hatte nicht gesehen, was passiert war. Als er sich umsah und dich auf dem Boden liegen sah, wollte er seinen Fang für ungültig erklären und ein Wiederholungsspiel ansetzen lassen. Aber im Grunde haben sie verdient gewo
»Wo ist Wood?«, fragte Harry, dem plötzlich auffiel, daß er fehlte.
»Noch unter der Dusche«, sagte Fred.»Wir glauben, er versucht sich zu ertränken.«
Harry legte das Gesicht auf die Knie und raufte sich die Haare. Fred packte ihn an der Schulter und schüttelte ihn grob.
»Komm schon, Harry, du hast doch sonst immer den Schnatz geschnappt.«
»Einmal mußte er dir ja durch die Lappen gehen«, sagte George.
»Noch ist nicht aller Tage Abend«, sagte Fred.»Wir haben hundert Punkte verloren, na und? We
»Hufflepuff muß mit mindestens zweihundert Punkten Rückstand verlieren«, sagte George.
»Aber we
»Unmöglich, Ravenclaw ist zu gut. Aber we
»Das hängt alles vom Punktekonto ab – jedenfalls braucht es immer hundert Punkte Rückstand -«
Harry lag da und sagte kein Wort. Sie hatten verloren – zum ersten Mal hatte er ein Quidditch-Spiel verloren.
Nach gut zehn Minuten kam Madam Pomfrey herein und wies sie an, ihn jetzt in Ruhe zu lassen.
»Wir kommen später wieder«, versicherte Fred.»Mach dich nicht selber fertig, Harry, du bist immer noch der beste Sucher, den wir je hatten.«
Das Team marschierte hinaus und ließ nur eine Schlammspur zurück. Mit mißbilligendem Blick schloß Madam Pomfrey die Tür hinter ihnen. Ron und Hermine traten näher an Harrys Bett.
»Dumbledore war wirklich wütend«, sagte Hermine mit bebender Stimme.»So hab ich ihn noch nie erlebt. Während du fielst, ra
»Da
Seine Stimme erstarb, doch Harry hörte ohnehin kaum zu. Er dachte darüber nach, was die Dementoren ihm angetan hatten… er dachte an die Schreie. Er blickte auf und Ron und Hermine sahen ihn so gespa
»Hat jemand meinen Nimbus mitgenommen?«
Ron und Hermine warfen sich einen kurzen Blick zu.
»Ähm -«
»Was?«, sagte Harry und sah sie abwechselnd an.
»Nun ja… als du abgestürzt bist, wurde er weggeweht«, sagte Hermine zögernd.