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»Schon eine ganze Weile,«sagte Professor Umbridge und machte sich eine Notiz auf ihrem Klemmbrett.»Also war es Dumbledore, der sie eingestellt hat?«
»Das stimmt.«Sagte Professor Trelawney kurz.
Professor Umbridge machte sich eine weitere Notiz.
»Und sie sind die Ur-Ur-Urenkelin der gefeierten Seherin Cassandra Trelawney?«
»Ja.«Sagte Professor Trelawney und hob den Kopf etwas höher.
Eine weitere Notiz auf dem Klemmbrett.
»Aber soweit ich weiß – korrigieren sie mich we
»Solche Sachen überspringen oft – äh – drei Generationen.«Sagte Professor Trelawney.
Professor Umbridges krötenartige Lächeln wurde breiter.
»Natürlich.«Sagte sie süßlich, und machte sich noch eine Notiz.»Nun de
Professor Trelawney versteifte sich als ob sie nicht in der Lage war, ihren Ohren zu glauben.»Ich verstehe sie nicht,«
sagte sie, während sie sich verkrampft an dem Schal, den sie um ihren dürren Hals trug, festklammerte.
»Ich hätte gerne, daß sie etwas für mich voraussagen.«Sagte Professor Umbridge sehr deutlich.
Harry und Ron waren nun nicht mehr die Einzigen, die heimlich hinter ihren Büchern lauschten. Die Mehrheit der Klasse starrte wie versteinert auf Professor Trelawney, als sie sich zu ihrer vollen Größe aufrichtete, ihre Perlen und Armreife klirrend.
»Das I
»Ich – aber – aber… warten sie!«sagte Professor Trelawney plötzlich, in dem Versuch ihre Stimme wie immer ätherisch klingen zu lassen, obwohl der mystische Effekt durch das wütende Zittern darin ziemlich ruiniert wurde.
»Ich… ich denke ich sehe wirklich etwas… etwas, daß sie bedrückt… Warum, ich spüre etwas…etwas dunkles…
Lebensgefährliches…«
Professor Trelawney zeigte mit dem Finger zitternd auf Professor Umbridge, die sie weiterhin mit hochgezogenen Augenbrauen gelangweilt anlächelte.
»Ich befürchte… ich befürchte sie sind in ernsthafter Gefahr!«beendete Professor Trelawney dramatisch.
Es gab eine Pause. Professor Umbridge beäugte Professor Trelawney.
»Selbstverständlich,«sagte sie milde, während sie noch einmal auf ihrem Klemmbrett kritzelte.»Nun de
Sie wandte von Trelawney, die wie angewurzelt auf dem Fleck stand, ab und hob die Brust. Harry erhaschte Rons Blick, und stellte fest, daß Ron genau das gleiche dachte wie er selber: beide wußten daß Professor Trelawney eine alte Hochstaplerin war, aber sie verabscheuten Professor Umbridge so sehr, daß sie sich mehr auf Trelawneys Seite fühlten
– bis sie sich ein paar Sekunden später auf die Zwei herabstürzte.
»Na?«sagte sie, und schnippte ihre langen Finger unter Harrys Nase, untypisch forsch.»Laß mich bitte dein bisheriges Traumtagebuch sehen.«
Und nachdem sie Harrys Träume in voller Lautstärke interpretiert hatte (die alle, einschließlich seiner Träume über das Essen von Porridge, einen grausamen und frühen Tod prophezeiten), hatte er weit aus weniger Mitleid mit ihr als zuvor.
Während der ganzen Zeit stand Professor Umbridge ein paar Fuß entfernt, machte sich auf dem Klemmbrett Notizen, und als die Schulglocke läutete stieg sie die silberne Leiter als erste herunter und wartete 10 Minuten später bereits auf sie, als sie für Verteidigung gegen die Dunklen Künste ankamen.
Sie summte und lächelte in sich hinein, als sie den Raum betraten. Harry und Ron erzählten Hermine, die in Arithmantik gewesen war, genau, was in Wahrsagen passiert war, während sie alle ihre Ausgaben von Verteidigende Magische Theorien (oder Magische Verteidigungstheorie?) herausholten, aber bevor Hermine irgendwelche Fragen stellen ko
»Zauberstäbe weg,«wies sie sie alle mit einem Lächeln an, und die Leute die hoffnungsvoll genug gewesen waren, die Zauberstäbe herauszuholen, steckten sie traurig in ihre Taschen zurück.» Da wir Kapitel eins in der letzten Stunde beendet haben, möchte ich, das Sie heute alle zu Seite Neunzehn blättern und mit»Kapitel Zwei, Allgemeine verteidigende Theorien und ihre Herleitung«begi
Immer noch ihr breites, selbstzufriedenes Lächeln auf den Lippen, setzte sich an ihrem Schreibtisch nieder. Die Klasse gab ein hörbares Stöhnen von sich, als sie alle auf einmal Seite Neunzehn aufschlugen. Harry fragte sich gelangweilt, ob es wohl genug Kapitel in dem Buch gab, um sie in allen Unterrichtstunden dieses Schuljahres lesen zu lassen und war im Begriff die Seite mit der Inhaltsangabe zu prüfen, als er bemerkte, daß Hermine ihre Hand schon wieder in der Luft hatte. Professor Umbridge hatte es auch bemerkt und dazu schien sie für genau solch eine Eventualität eine Strategie ausgearbeitet zu haben.
Anstatt zu versuchen, vorzugeben, sie hätte Hermine nicht bemerkt, stand sie auf und ging um die erste Tischreihe herum bis sie ihr von Angesicht zu Angesicht gegenüber stand, da
»Ich habe Kapitel zwei schon gelesen,«sagte Hermine.»Nun, da
»Das habe ich auch schon gelesen. Ich habe das ganze Buch gelesen.«
Professor Umbridge blinzelte, aber nahm fast sofort wieder Haltung an.
»Nun, da
»Er sagt, das Gegenflüche unpassend bena
»Er sagt,»Gegenfluch«ist nur eine Bezeichnung, die Menschen ihren Flüchen geben, we
Professor Umbridge hob ihre Augenbrauen und Harry wußte, sie war wider Willens beeindruckt.
»Aber ich stimme nicht zu,«fuhr Hermine fort.
Professor Umbridges Augenbrauen hoben sich noch ein bißchen höher und ihr Blick wurde merklich kalt.»Sie stimmen nicht zu?«wiederholte sie…»Nein, tue ich nicht,«sagte Hermine, die, im Gegensatz zu Umbridge, nicht flüsterte, sondern mit einer klaren, getragenen Stimme sprach, die nun auch die Aufmerksamkeit der restlichen Klasse auf sich gezogen hatte.
»Mr Slinkhard mag keine Flüche, nicht? Aber ich denke, sie kö
»Oh, das denken Sie, nicht?,«sagte Professor Umbridge, vergaß zu Flüstern und richtete sich auf.»Nun, ich fürchte, es ist Mr Slinkhard«s Meinung und nicht Ihre die in diesem Klassenzimmer zählt, Miss Granger.«
»Aber-,«bega
»Das ist genug,«sagte Professor Umbridge.
Sie schritt zurück vor die Klasse und stand vor ihnen, verschwunden war all die Unbeschwertheit, die sie zu Anfang der Stunde gezeigt hatte.
»Miss Granger, ich werde Gryffindor 5 Punkte abziehen.«Daraufhin brach Gemurmel aus.
»Weshalb?,«sagte Harry wütend.»Misch Dich da nicht ein!«flüsterte Hermine ihm eindringlich zu.
»Wegen Störens meines Unterrichts mit taktlosen Unterbrechungen,«sagte Professor Umbridge ruhig.
»Ich bin hier um Sie eine Ministeriums-erprobte Methode zu lehren, die nicht beinhaltet, Schüler zu ermuntern, ihre Meinung über Angelegenheiten zu äußern, von denen sie nur sehr wenig verstehen. Ihre vorherigen Lehrer in diesem Fach mögen Ihnen mehr Zwanglosigkeit erlaubt haben, aber da keiner von ihnen – mit der möglichen Ausnahme von Professor Quirrell, der zumindest so erschien, als hätte er sich auf altersangemessenen Themen beschränkt- einer Ministeriums Inspektion standgehalten hätte-«
»Klar, Quirrell war ein großartiger Lehrer,«sagte Harry laut,»der unbedeutende Nachteil an ihm war nur, daß er Lord Voldemort aus seinem Hinterkopf hervorstehen hatte.«