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Im allerletzten Wagen trafen sie Neville Longbottom, Harrys Klassenkameraden im fünften Jahr bei Gryffindor, sein Gesicht glänzend vor Anstrengung, weil er versuchte seinen Koffer zu ziehen und gleichzeitig seine zappelnde Kröte Trevor mit einer Hand festzuhalten.
»Hi, Harry,«keuchte er.»Hi, Gi
»Rede kein dummes Zeug!,«sagte Gi
Neville murmelte irgendwas darüber, daß er niemanden stören wolle.
»Stell dich nicht so an,«sagte Gi
Sie schob die Tür auf und zerrte ihren Koffer hinein. Harry und Neville folgten.
»Hi Luna,«sagte Gi
Das Mädchen neben dem Fenster blickte auf. Sie hatte widerspenstige dreckige blonde Haare, die ihr bis zur Hüfte reichten, sehr bleiche Augenbrauen und hervorstehende Augen, was ihr einen dauerhaften Ausdruck von Überraschung auf ihrem Gesicht bescherte. Harry wußte sofort, warum Neville nicht in dieses Abteil wollte. Das Mädchen gab eine Aura von tiefer Verwirrtheit ab. Vielleicht lag es an der Tatsache, daß sie ihren Zauberstab zur Sicherheit hinter ihr linkes Ohr geklemmt hatte, oder das sie beschlossen hatte eine Halskette aus Butterbier-Korken zu tragen, oder soeben eine Zeitschrift verkehrt herum las. Ihre Augen wanderten über Neville und kamen bei Harry zum stehen. Sie nickte.
»Danke,«sagte Gi
Harry und Neville verstauten die drei Koffer und Hedwigs Käfig im Gepäckhalter und setzen sich. Luna beobachtete sie über ihre umgedrehte Zeitschrift, die den Titel Der Wortklauber hatte. Sie schien nicht so oft zwinkern zu müssen wie normale Menschen. Sie starrte andauernd zu Harry, der den Sitz ihr gegenüber genommen hatte und sich jetzt wünschte es nicht getan zu haben.
»Hattest du einen schönen Sommer, Luna?,«fragte Gi
»Ist mir klar, daß ich der bin,«sagte Harry.
Neville grinste. Luna wandte ihre blassen Augen nun ihm zu.
»Aber ich weiß nicht wer du bist.«
»Ich bin niemand,«sagte Neville schnell.
»Nein bist du nicht,«sagte Gi
»Grenzenlose Weisheit ist der größte Schatz des Menschen,«sagte Luna in einer eintönigen Stimme.
Sie hob ihre umgedrehte Zeitschrift hoch genug, um ihr Gesicht zu verstecken, und wurde still. Harry und Neville schauten sich gegenseitig mit gehobenen Augenbrauen an. Gi
Der Zug ratterte vorwärts und trug sie hinaus in die offene Landschaft. Es war ein seltsamer, unbeständiger Tag, im einen Moment war der Waggon geflutet mit So
»Ratet mal was ich zum Geburtstag bekommen habe?«sagte Neville.
»Noch ein Eri
»Nein,«sagte Neville.»Eins war genug, obwohl ich das alte schon vor Ewigkeiten verloren habe… nein, schaut euch das hier an…«
Er kramte mit der Hand, mit der er nicht versuchte, Trevor festzuhalten, in seiner Schultasche. Nach einigem stöbern zog er etwas heraus, das sich als kleiner grauer Kaktus in einem Topf erwies, außer, daß er mit etwas überzogen war, was eher wie Beulen anstatt Stacheln aussah.
Mimbulus mimbletonia, erklärte er stolz.
Harry starrte es an. Es pulsierte leicht, was ihm den schauerlichen Anblick eines kranken i
»Sie ist sehr, sehr selten,«sagte Neville strahlend.»Ich weiß nicht einmal ob es eine im Gewächshaus von Hogwarts gibt. Ich ka
Harry wußte, daß Nevilles Lieblingsfach Kräuterkunde war, aber ko
»Macht es – ähm – irgendwas?«fragte er.
»Ungeheuer viel sogar!«sagte Neville stolz.»Es hat einen faszinierenden Abwehrmechanismus. Hier, halte Trevor für mich…«
Er ließ Trevor in Harrys Schoß fallen und zog eine Feder aus seiner Schultasche. Luna Lovegood«s hervorstehende Augen erschienen wieder über ihrer umgedrehten Zeitschrift um zu sehen was Neville vorhatte.
Neville hielt den Mimbulus mimbletonia nun auf Augenhöhe. Mit der Zunge zwischen den Zähnen zielte er und gab ihr einen heftigen Stich mit der Spitze seiner Feder.
Eine stinkende, zähe, dunkle Flüssigkeit spritzte in dicken dunklen Fontänen aus jeder einzelnen Beule der Pflanze. Sie trafen die Decke, die Fenster und bespritzten Luna Lovegoods Zeitschrift. Gi
Neville, dessen Gesicht und Körper ebenfalls vollgespritzt waren, schüttelte seinen Kopf um das schlimmste aus seinen Augen zu bekommen.
»Tsch- Tschuldigung,«keuchte er.»Ich hab das noch nie vorher probiert… dachte nicht es würde so… aber keine Panik, Stinksaft ist nicht giftig,«fügte er nervös hinzu, als Harry einen Mundvoll Schleim auf den Boden spuckte.
Genau in diesem Moment ging die Tür ihres Abteils auf.
»Oh… hallo Harry,» sagte eine nervöse Stimme.»Ähm… störe ich?«
Harry wischte sich die Brillengläser mit seiner freien Hand…Eine sehr hübsches Mädchen mit langen glänzenden schwarzen Haaren stand in der Türöffnung und lächelte ihn an:
Cho Chang, der Sucher im Ravenclaw Quidditch Team.
»Oh… hi,«sagte Harry ausdruckslos.
»Ähm…«sagte Cho.»Naja… ich dachte nur ich sag mal hallo… bis da
Mit errötetem Gesicht schloss sie die Tür und verschwand. Harry ließ sich wieder in seinen Sitz fallen und stöhnte. Er hätte es lieber gehabt, we
»Kein Problem,«sagte Gi
Der Stinksaft verschwand.
»Tschuldigung,«sagte Neville nochmals, in einer leisen Stimme.
Ron und Hermine tauchten fast eine ganze Stunde lang nicht auf, erst zu der Zeit als der Essens-Wagen schon wieder weg war. Harry, Gi
»Ich verhungere,«sagte Ron während er Pigwidgeon neben Hedwig stellte. Er schnappte sich einen Schokoladenfrosch von Harry, warf sich auf den Sitz neben ihm, riss die Verpackung auf, biss den Kopf des Frosches ab und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück, als ob er einen sehr anstrengenden Vormittag verbracht hatte.
»Nun ja, es gibt zwei Vertrauensschüleren aus der fünften Klasse von jedem Haus,«sagte Hermine, die total verstimmt dreinblickte, als sie sich in ihren Sitz setze.
»Ein Mädchen und ein Junge von jedem.«
»Und ratet mal wer Slytherins Vertrauensschüler ist?«sagte Ron, mit immer noch geschlossenen Augen.