Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 32 из 50

Unabhängigkeit.  — Unabhängigkeit (in ihrer schwächsten Dosis» Gedankenfreiheit «bena

Die zwei Richtungen.  — Versuchen wir den Spiegel an sich zu betrachten, so entdecken wir endlich Nichts, als die Dinge auf ihm. Wollen wir die Dinge fassen, so kommen wir zuletzt wieder auf Nichts, als auf den Spiegel. — Diess ist die allgemeinste Geschichte der Erke

Freude am Wirklichen.  — Unser jetziger Hang zur Freude am Wirklichen — wir haben ihn fast Alle — ist nur daraus zu verstehen, dass wir so lange und bis zum Überdruss Freude am Unwirklichen gehabt haben. An sich ist es ein nicht unbedenklicher Hang, so wie er jetzt auftritt, ohne Wahl und Feinheit: — seine mindeste Gefahr ist die Geschmacklosigkeit.

Feinheit des Machtgefühls.  — Napoleon ärgerte sich, schlecht zu sprechen, und belog sich hierüber nicht: aber seine Herrschsucht, die keine Gelegenheit verschmähte und feiner war, als sein feiner Geist, brachte ihn dahin, noch schlechter zu sprechen, als er ko

Aristoteles und die Ehe.  — Bei den Kindern der grossen Genie's bricht der Wahnsi

Herkunft des schlechten Temperaments.  — Das Ungerechte und Sprunghafte im Gemüth mancher Menschen ihre Unordnung und Maasslosigkeit sind die letzten Folgen unzähliger logischer Ungenauigkeiten, Ungründlichkeiten und übereilter Schlüsse, welcher sich ihre Vorfahren schuldig gemacht haben. Die Menschen mit gutem Temperament dagegen stammen aus überlegsamen und gründlichen Geschlechtern, welche die Vernunft hochgestellt haben, — ob zu löblichen oder bösen Zwecken, das kommt nicht so sehr in Betracht.

Verstellung als Pflicht.  — Am meisten ist die Güte durch die lange Verstellung, welche Güte zu scheinen suchte, entwickelt worden: überall, wo grosse Macht bestand, wurde die Nothwendigkeit gerade dieser Art von Verstellung eingesehen, — sie flösst Sicherheit und Vertrauen ein und verhundertfacht die wirkliche Summe der physischen Macht. Die Lüge ist, we

Wer ist de

Nacht und Musik.  — Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so reich entwickeln kö

Stoisch.  — Es giebt eine Heiterkeit des Stoikers, we

Man erwäge. — Der gestraft wird, ist nicht mehr Der, welcher die That gethan hat. Er ist immer der Sündenbock.

Augenschein.  — Schlimm! Schlimm! Was man am besten, am hartnäckigsten beweisen muss, das ist der Augenschein. De

Die Vorwegnehmenden.  — Das Auszeichnende, aber auch Gefährliche in den dichterischen Naturen ist ihre erschöpfende Phantasie: die, welche Das, was wird und werden kö

Gespräch über Musik.  — A: Was sagen Sie zu dieser Musik? — B: Sie hat mich überwältigt, ich habe gar Nichts zu sagen. Horch! Da begi

Glück der Bösen.  — Diese stillen, düsteren, bösen Menschen haben Etwas, das ihr ihnen nicht streitig machen kö

Worte in uns gegenwärtig.  — Wir drücken unsere Gedanken immer mit den Worten aus, die uns zur Hand sind. Oder um meinen ganzen Verdacht auszudrücken: wir haben in jedem Momente eben nur den Gedanken, für welchen uns die Worte zur Hand sind, die ihn ungefähr auszudrücken vermögen.

Dem Hunde schmeicheln.  — Man muss diesem Hunde nur einmal das Fell streichen: sofort knistert er und sprüht Funken, wie jeder andere Schmeichler — und ist geistreich auf seine Art. Warum sollten wir ihn nicht so ertragen!

Der ehemalige Lobredner.  — »Er ist stumm über mich geworden, obwohl er die Wahrheit jetzt weiss und sie sagen kö