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«Ich bin Monika Steierma
Ich erhob mich.»Spät, Rechtsanwalt.»
«So, so, ein Rechtsanwalt«, meinte das winzige Wesen mit dem mächtigen Kopf. Das Unheimliche war die Stimme. Es war, als ob aus dieser Ungestalt ein anderer Mensch spräche. Es war die Stimme einer Frau:»Was wollen Sie von mir?»
Der Leibwächter, das Wesen auf seinen Armen, blieb unbeweglich.
«Monika…»
«Frau Steierma
«Frau Steierma
«Das sollen Sie mir ausrichten?«fragte das Wesen.
«Das soll ich Ihnen ausrichten«, antwortete ich.
Es war nicht zu erraten, wie das Wesen die Botschaft aufnahm.
«Whisky?«fragte es.
«Gern.»
Ohne daß das Wesen ein Zeichen gegeben hätte, öffnete sich die Doppeltür hinter mir, und ein vierter kahlköpfiger Leibwächter brachte Scotch und Eis.
«Pur?«fragte es.
«Mit Eis.»
Der vierte Leibwächter bediente, blieb. Auch die beiden ersten hatten sich erhoben.
«Wie gefallen Ihnen meine Diener, Rechtsanwalt?«fragte das Wesen, und jener, der es trug, führte ihm den Scotch zum Mund.
«Imponierend«, sagte ich.»Ich habe sie für Ihre Leibwächter gehalten.»
«Imponierend, aber blöd«, antwortete es.»Usbeken. Die Russen haben sie irgendwo in I
Der Schweiß lief mir über das Gesicht. Der Raum war überheizt.
«Eine ganze Armee, Frau Steierma
«Ich stelle mich manchmal unter die Weiblein«, lachte das Wesen,»und kein Mensch bemerkt mich, auch we
Der Usbeke, der es trug, hielt ihm wieder den Scotch an die Lippen. Es trank.
«Auf Ihr Wohl, Frau Steierma
«Setzen Sie sich, Rechtsanwalt Spät«, befahl es. Ich setzte mich in den Ledersessel. Der Usbeke blieb vor mir unbeweglich stehen, das Wesen auf dem Arm.
«Daphne will nicht mehr zu mir zurück«, sagte es,»ich hatte gewußt, daß sie einmal nicht mehr zurückkommt«, und in seinen großen Augen im kleinen faltigen Gesicht unter dem mächtigen, fast haarlosen Schädel waren Tränen.
Bevor ich etwas zu sagen vermochte, setzte der Usbeke das Wesen auf meinen Schoß, drückte mir dessen Scotch in die freie Hand und warf sich mit den drei anderen zum Fenster hin auf die Knie, sie berührten mit ihrer Stirn den Boden, und ihre gewaltigen Hintern schnellten hoch. Das Wesen krallte sich an mich. Ich war etwas unbeholfen mit den zwei Gläsern.
«Da beten sie wieder. Fünfmal im Tag. Setzen mich dabei meistens auf einen Schrank«, sagte es.
Da
Ich hielt ihm das Glas an die Lippen.
«Ist der Olympia-Heinz nicht wunderschön?«fragte es unvermittelt und trank erst da
«Sicher«, antwortete ich und stellte das leere Glas neben meinem Ledersessel auf den Teppich. Das Wesen fiel mir dabei fast vom Schoß.
«Unsi
Das Wesen, das ich in den Armen hielt, fühlte sich wie ein winziges Gerippe an.
«Ich habe Daphne meinen Namen gegeben, damit sie das Leben führt, das ich hätte führen wollen, und sie hat es geführt«, stellte es fest.»Ich hätte auch mit jedem geschlafen. Haben Sie auch mit ihr geschlafen?«fragte das Wesen auf einmal trocken.
«Nein, Frau Steierma
«Schluß mit Beten!«kommandierte es.
Die Usbeken erhoben sich. Jener, der das Wesen hereingetragen hatte, nahm es wieder auf die Arme. Ich hatte mich unwillkürlich ebenfalls erhoben, immer noch das Glas Whisky mit Eis in der Hand. Ich hatte meinen Auftrag ausgeführt und wollte mich verabschieden.
«Setzen Sie sich wieder, Rechtsanwalt«, befahl es. Ich gehorchte. Von den Armen des Usbeken sah es auf mich nieder. Seine Augen hatten nun etwas Drohendes. Verba
«Ein Messer«, sagte es.
Einer der Usbeken klappte ein Messer auf, reichte es ihm.
«Zu Be
Der Usbeke trug es zu den Fotos an den Wänden, und es zerschnitt ruhig, als operiere es, Dr. Be
«Das hat mir gutgetan«, sagte es ruhig.»Jetzt lasse ich Daphne fallen. Ich sorge dafür, daß sie wird, was sie einmal gewesen ist.»
Es blickte zu mir auf. Das faltige Gesicht wirkte so uralt, als sei das Wesen geboren worden, bevor es Menschen gab.
«Lassen Sie den alten Kohler grüßen«, sagte es.»Er hat mich oft besucht. We
Das Wesen schwieg.
«Ich habe nichts im Kopf als Vögeln«, sagte es da
«Wegtragen«, befahl es.
Der Usbeke nahm es wieder auf die Arme.
«Adieu, Rechtsanwalt Spät«, sagte es, und in seiner Stimme war wieder der ruhige, überlegene Spott. Die Flügeltür wurde geöffnet, der Usbeke trug Monika Steierma
«Fremdarbeiter«, sagte ich und nahm den Strafzettel zu mir, den ein Polizist unter den Scheibenwischer geklemmt hatte. Vor einer Ausfahrt sollte man nicht parken.
Bericht über einen Bericht über Berichte: Das Kommuniqué erschien drei Tage nach meinem Besuch am Wagnerstutz in unserem weltbeka