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«Sie sind der vierte, der drauf reingefallen ist«, sagte Mock,»und das dümmste Gesicht haben Sie gemacht. Und von Kunst verstehen Sie auch nichts.»
Ich ging. Die Statue aus bemaltem Gips, die in der anderen Ecke des Ateliers stand, wurde anderntags abgeholt. Von einem Bevollmächtigten des Freiherrn von Lüdewitz, von ihrem Onkel, der die Hilfswerkstätte Trög AG leitete.
Monika Steierma
«Sie sind verrückt, Fanter, so zu erscheinen«, sagte ich.
«Es wird nützlich sein, Herr Spät«, seufzte er,»es wird nützlich sein. Monika Steierma
«Warum?«fragte ich.
«Sie werde verprügelt.»
«Von wem?»
«Vom Dr. Be
«Weswegen?»
«Sie habe ihn mit einer anderen im Bett erwischt.»
«Da
«Lienhard ist nicht Rechtsanwalt«, antwortete Fanter.
«Wo ist sie de
«Halt bei Dr. Be
«Mensch, Fanter, nicht so umständlich, wo ist Be
«Sie fragen mich umständlich«, meinte Fanter.»Be
«Der Re
«Der.»
Ich rief den >Breitingerhof< an und verlangte Dr. Be
«Spät, Rechtsanwalt.»
«Er verprügelt die Steierma
«Ich bin am Zeltweg.»
«Macht nichts. Es hallt über die ganze Stadt«, meinte Pedroli.»Die Gäste verlassen fluchtartig mein Fünfsternhotel.»
Ich hatte meinen Porsche in der Sprecherstraße parkiert. Fanter setzte sich neben mich, und wir fuhren los.
«Durch die Hegibachstraße«, sagte Fanter.
«Ein Umweg«, gab ich zu bedenken.
«Egal. Die Steierma
In der Nähe der Klusstraße bei einer Stopp-Markierung stieg Fanter aus.
«Fahren Sie hier wieder vorbei«, sagte er.
Ende Oktober. Die Bäume rot und gelb. Auf den Straßen Laub. Vor dem Breitingerhof wartete schon die Steierma
«Ich hasse Pelzmäntel, du Scheißkerl«, sagte sie und warf ihm den Pelzmantel über den Kopf.
Ich hielt neben ihr.»Lienhard schickt mich«, sagte ich.»Spät, Rechtsanwalt Spät.»
Sie stieg mühsam in den Porsche.
«Total verprügelt«, stellte ich fest.
Sie nickte. Da
«Haben wir uns nicht schon irgendwo gesehen?«fragte sie und hatte Mühe mit Sprechen.
«Nein«, log ich und startete.
«Cuxhafen folgt uns«, sagte sie.
«We
«Er ist Re
«Formel 1.»
«Den hängen wir nicht ab.»
«Und wie! Wohin?»
«Zu Lienhard«, sagte sie,»in seine Wohnung.»
«Weiß Cuxhafen, wo Lienhard wohnt?«fragte ich.
«Er weiß nicht einmal, daß es Lienhard gibt.»
Bei der Stopp-Markierung an der Hegibachstraße hielt ich pflichtgemäß. Auf dem Trottoir stand Fanter in seiner Polizeiuniform, trat zum Porsche, verlangte meine Papiere. Ich gab sie ihm, er überprüfte sie, nickte höflich. Da
Ich parkte vor der Gartentüre. Das Chalet nebenan mußte Jämmerlin gehören. Ich hatte gelesen, er würde heute sechzig, daher die vielen Wagen an der sonst wohl einsamen Straße. Er gab ein Gartenfest. Eben fuhr Stüssi-Leupin vor. Die Steierma
«Hier«, sagte die Steierma
«Ich weiß«, sagte ich.
Sie betrachtete mich amüsiert.»Und jetzt weiß ich, woher ich Sie ke
«Möglich«, antwortete ich.
«Sie sind damals mächtig erschrocken«, eri
«Doch, doch«, gab ich zu,»Sie haben mir schon gefallen.»
«Also haben Sie mich doch nicht vergessen«, meinte sie.
«Nicht ganz«, gab ich zu.
Sie lachte.»Na da
«Vielen Dank, daß Sie mich befreit haben«, sagte die Steierma
«Zufall«, antwortete ich.»Im Auftrag Lienhards.»
«Ich werde immer verprügelt«, sagte sie nachdenklich.»Zuerst von Be
«Das versöhnt einen wieder mit Ihnen«, sagte ich.»Jetzt schwillt auch Ihr rechtes Auge zu.»
«Na und?»
«Soll ich ein nasses Tuch aufstöbern?«fragte ich.
«Quatsch«, sagte sie,»aber im Schrank finden Sie Cognac und Gläser.»
Ich öffnete einen alten Engadiner Schrank und fand, was sie verlangte, schenkte ein.
«Sie waren wohl oft hier?«fragte ich.
«Manchmal. Ich bin wohl wirklich eine Nutte«, stellte sie etwas bitter und etwas verblüfft, doch großzügig fest.
Ich lachte.»Die werden besser behandelt.»
Sie leerte das Glas Cognac und sagte da
Sie hinkte ins Schlafzimmer. Verschwand. Ich hörte Wasser einlaufen, Fluchen. Da
Ich schenkte ein.»Wird es Ihnen nicht schaden, Monika?»
«Unsi
Als ich das Badezimmer betrat, lag sie in der Wa
Ich setzte mich auf den Wa
«Wissen Sie, was ich jetzt mache?«fragte sie, und als ich nicht antwortete,»Schluß, ich mache Schluß.»
Ich reagierte nicht.
«Ich bin nicht Monika Steierma
«Ich bin nicht Monika Steierma
Schweigen. Ich wußte nicht, was ich davon halten sollte.
«Ihre Mutter?«fragte ich und wußte gleichzeitig, daß es eine blödsi
Es war ihr gleichgültig.»Lehrerin«, antwortete sie,»im Emmental. Winter hat sie sitzenlassen. Er hat immer Lehreri
Sie konstatierte es ohne Groll.
«Ich heiße Daphne. Daphne Müller«, da
«We
«Fragen Sie Lüdewitz«, antwortete sie.
Da
«Sie haben einen Rechtsanwalt verlangt. Ich bin Rechtsanwalt.»
«Ich sag's Ihnen schon, we
Lienhard erschien. Ich hatte ihn nicht kommen hören. Er war einfach auf einmal da. Er stopfte sich eine seiner Dunhill.»Zufrieden, Spät?«fragte er.
«Ich weiß nicht«, antwortete ich.
«Zufrieden, Daphne?«fragte er.
«Mittelmäßig«, antwortete sie.
«Ich hab dir einige Kleider mitgebracht«, sagte er.
«Hab ja Be