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«Ich werde ihn erdrosseln«, dachte Archilochos trotzig,»so ist es am einfachsten.»

«Setzen wir uns, Liebster, Bester«, sagte der höfliche, alte Präsident, Arnolphs Arm leise berührend,»von hier aus kö

«Danke schön«, sagte Archilochos,»aber ermorden werde ich ihn trotzdem«, dachte er.

«Und dazu Hähnchen«, freute sich der alte Herr,»das haben wir immer in der Küche, Ludewig und ich, Champagner und Hähnchen nachts um drei. Das ist etwas Vernünftiges. Ich nehme an, Ihre Mauerbesteigung hat Sie ordentlich hungrig gemacht.»

«Etwas«, sagte Archilochos ehrlicherweise und dachte an seine Fassadenkletterei. Der Kammerdiener servierte aufs würdigste, we

«Kümmern Sie sich nicht um Ludewigs Schlottern«, sagte der Staatspräsident.»Er hat schon sechs meiner Vorgänger bedient.»

Arnolph reinigte seine Brille mit der Serviette. Die Bombe wäre bequemer gewesen, dachte er. Er wußte immer noch nicht, wie er vorgehen sollte. Er ko

Das Hähnchen munde vortrefflich, lobte der Staatspräsident.

«Wirklich«, gab Archilochos zu.

«Auch der Champagner ist in Ordnung.»

«Ich habe nie gedacht, daß es sowas Köstliches gibt«, beka

«Plaudern wir dabei, kneifen wir nicht voreinander, kommen wir auf Ihre schöne Chloé zu reden, um die es ja geht, die Sie verwirrt«, forderte der Alte auf.

«Ich bin eben heute in der Heloisen-Kapelle sehr erschrocken«, sagte Archilochos,»als ich mit einem Male die Wahrheit erka

«Ich hatte auch etwas den Eindruck«, bestätigte der Präsident.

«Während ich Sie so dasitzen sah«, beka

«Sie verehrten mich sehr?«fragte der alte Herr.

«Sie waren mein Vorbild. Ich hielt Sie für einen strengen Alkoholgegner«, bemerkte Archilochos schüchtern.

«Das hat mir die Presse eingebrockt«, brummte der Staatspräsident,»weil die Regierung einen Kampf gegen den Alkoholismus führt, photographiert man mich immer mit einem Glas Milch.»

«Ebenso hieß es, Sie seien auch in moralischer Hinsicht äußerst streng.»

«Nur die Meinung des Frauenvereins. Sie sind Temperenzler?»

«Ebenfalls Vegetarier.»

«Nun trinken Sie Champagner, nun essen Sie Hähnchen?»

«Ich habe keine Ideale mehr.»

«Das tut mir leid.»

«Es sind alle Heuchler.»

«Auch Chloé?»

«Sie wissen genau, was Chloé ist.»

«Die Wahrheit«, bemerkte der Staatspräsident, legte einen abgenagten Hähnchenknochen zur Seite und rückte den Kerzenständer zwischen ihnen etwas weg,»die Wahrheit ist immer etwas Genierliches, we

Der greise Staatspräsident schwieg, strich mit der Rechten wie verträumt über seinen gepflegten Spitzbart, der Kammerdiener schenkte Champagner ein, und draußen hörte man die zackigen Befehle, den Stechschritt der Leibwache. Auch Archilochos hatte sich in seinen Sessel zurückgelehnt und dachte mit Befremden an die nun so nutzlose Bombe in seiner Manteltasche, als erzwischenden Vorhängen des Fensters hindurch spähte und Fahrcks' Wagen vor dem Wirtschaftsministerium warten sah.

«Was nun Sie betrifft, Bester, Liebster«, fuhr der Staatspräsident nach einer Weile leise fort, sich eine kleine helle Zigarre anzündend, die ihm der Kammerdiener gereicht hatte (auch Archilochos rauchte),»so begreife ich Ihre stürmischen Gefühle. Welcher Ma

«Sie sind begnadet worden«, bemerkte der alte Herr noch,»der Grund dieser Gnade ka

Er schwieg, und zum ersten Male ko

Da