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Macht man ein Bündnis mit ihm, so bleibt man am Ende betrogen;

De

Wolf und Bär und Kater, Kaninchen und Krähe, sie sind ihm

Nicht behende genug, er bringt sie in Schaden und Schande.

Diesem behielt er ein Ohr, dem andern das Auge, das Leben

Raubt' er dem dritten! Fürwahr, ich weiß nicht, wie Ihr dem Bösen

So zugunsten sprecht und seine Sache verteidigt.

Gnädiger Herr, versetzte die Äffin: ich ka

Sein Geschlecht ist edel und groß, Ihr mögt es bedenken.

Da erhub sich der König, herauszutreten, es stunden

Alle zusammen und warteten sein. Er sah in dem Kreise

Viele von Reinekens nächsten Verwandten, sie waren gekommen,

Ihren Vetter zu schützen, sie wären schwerlich zu ne

Und er sah das große Geschlecht, er sah auf der andern

Seite Reinekens Feinde: es schien der Hof sich zu teilen.

Da bega

Solchen Frevel entschuldigen, daß du mit Hilfe Bellynens

Meinen frommen Lampe getötet? und daß Ihr Verwegnen

Mir sein Haupt ins Ränzel gesteckt, als wären es Briefe?

Mich zu höhnen, tatet ihr das! ich habe den einen

Schon bestraft, es büßte Bellyn; erwarte das gleiche.

Weh mir! sagte Reineke drauf: o wär ich gestorben!

Höret mich an, und wie es sich findet, so mag es geschehen:

Bin ich schuldig, so tötet mich gleich, ich werde doch nimmer

Aus der Not und Sorge mich retten, ich bleibe verloren.

De

Schätze, kein Sterblicher hat dergleichen jemals gesehen.

Ach, sie kosten Lampen das Leben! Ich hatte sie beiden

Anvertraut, nun raubte Bellyn die köstlichen Sachen.

Ließen sie sich doch wieder erforschen! Allein ich befürchte,

Niemand findet sie mehr, sie bleiben auf immer verloren.

Aber die Äffin versetzte darauf: Wer wollte verzweifeln?

Sind sie nur über der Erde, so ist noch Hoffnung zu schöpfen.

Früh und späte wollen wir gehn und Laien und Pfaffen

Emsig fragen; doch zeiget uns an, wie waren die Schätze?

Reineke sagte: sie waren so köstlich, wir finden sie nimmer;

Wer sie besitzt, verwahrt sie gewiß. Wie wird sich darüber

Nicht Frau Ermelyn quälen! sie wird mirs niemals verzeihen.

De

Nun erfindet man Lügen auf mich und will mich verklagen!

Doch ich verfechte mein Recht, erwarte das Urteil, und werd ich

Losgesprochen, so reis ich umher durch Länder und Reiche,

Suche die Schätze zu schaffen, und sollt ich mein Leben verlieren.