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»Nun,« rief Tito, »und würden Sie ihm nicht recht geben, we
»Ich möchte mich nicht zu seinem Richter machen, junger Herr. We
We
Er spürte dies besonders in einer halben Stunde, da er Knecht allein und auf den von Geschäften festgehaltenen Vater wartend angetroffen hatte. Bei seinem Eintritt in das Zimmer sah Tito den Gast mit halbgeschlossenen Augen regungslos in einer statuenhaften Haltung sitzen, Stille und Ruhe ausstrahlend in einer Versenkung, so daß der Knabe unwillkürlich seine Schritte leise machte und auf Zehenspitzen wieder hinausschleichen wollte. Aber da schlug der Sitzende die Augen auf, grüßte ihn freundlich, erhob sich, deutete auf ein Klavier, das im Zimmer stand, und fragte ihn, ob er Freude an der Musik habe.
Ja, sagte Tito, er habe zwar schon längere Zeit keine Musikstunden mehr und auch nie mehr geübt, de
Knechts amtliche Tätigkeit war in dieser letzten Zeit beinahe so intensiv wie einst in der schwierigen Zeit seiner Amtsübernahme. Ihm lag daran, alle Ressorts seiner Verpflichtungen in einem musterhaften Zustande zu hinterlassen. Dies Ziel hat er auch erreicht, we
Er studierte damals auch die Verfassung und Statuten des Ordens noch einmal gründlich und sah, daß sein Entkommen aus der Provinz im Grunde nicht so schwer, nicht so beinahe unmöglich zu erreichen sei, wie er es sich anfangs vorgestellt hatte. Sein Amt aus Gewissensgründen niederzulegen, stand ihm frei, den Orden zu verlassen ebenfalls, das Ordensgelübde war keines auf Lebenszeit, we
Das Rundschreiben
Wir nähern uns dem Ende unsrer Erzählung. Wie schon angedeutet, ist unser Wissen um dieses Ende lückenhaft und trägt beinahe mehr den Charakter einer Sage als den eines historischen Berichtes. Wir müssen uns damit begnügen. Desto angenehmer aber ist es uns, dieses vorletzte Kapitel von Knechts Lebenslauf mit einem authentischen Dokument ausfüllen zu kö
Nur muß freilich gesagt werden, daß Josef Knecht nicht nur, wie wir längst wissen, an einen Erfolg dieses so umständlich vorbereiteten Schreibens nicht mehr glaubte, sondern daß er, als es damit wirklich soweit war, sein »Gesuch« lieber gar nicht mehr geschrieben und eingereicht hätte. Es ging ihm wie allen Menschen, welche eine natürliche und anfänglich unbewußte Macht über andre Menschen ausüben: diese Macht wird nicht ohne Folgen für deren Träger geübt, und we
Es wäre wahrscheinlich interessant, das Manuskript des fleißigen Tegularius ke
Für uns ist einzig das von Wichtigkeit, welchen Gebrauch der Magister Ludi von seines Freundes Arbeit gemacht hat. Er nahm sie, als dieser sie ihm mit Feierlichkeit überreichte, mit herzlichen Worten des Dankes und der Anerke