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Es kam ein Straßenhändler mit gebratenen Kastanien, und ich kaufte ihm eine Handvoll ab. Es kam eine alte Frau mit Blumen, ich kaufte ein paar Nelken von ihr und schenkte sie der Wirtin. Erst als ich zahlen wollte und vergebens nach der gewohnten Rocktasche griff, merkte ich wieder, daß ich im Frack war. Maskenball! Hermine!

Aber es war noch reichlich früh, ich ko

Im Schlendern kam ich an einem Kino vorüber, sah Lichtbündel und farbige Riesenplakate aufglänzen, ging ein paar Schritte weiter, kehrte wieder um und ging hinein. Da ko

Meine heimlichen Hemmungen, meine uneingestandene Scheu vor dem Maskenball war durch das Kino und dessen Anregungen nicht kleiner geworden, sondern unangenehm angewachsen, und ich mußte mir, in Gedanken an Hermine, einen Ruck geben, um nun endlich zu den Globussälen zu fahren und dort einzutreten. Es war spät geworden und der Ball längst in vollem Gang, nüchtern und schüchtern geriet ich sogleich, noch eh ich abgelegt hatte, in ein heftiges Maskengewühl, wurde vertraulich angepufft, von Mädchen zum Besuch der Champagnerstuben aufgefordert, von Clowns auf die Schulter gehauen und mit du angeredet. Ich ging auf nichts ein, drückte mich in den überfüllten Räumen mühselig zur Garderobe durch, und als ich meine Garderobe

In allen Räumen des großen Gebäudes war Festbetrieb, in allen Sälen wurde getanzt, auch im Kellergeschoß, alle Korridore und Treppen waren von Masken, Tanz, Musik, Gelächter und Gejage überflutet. Beklommen schlich ich durch das Gewühl, von der Negerkapelle zur Bauernmusik, vom großen strahlenden Hauptsaal in die Gänge, Stiegen, in die Bars, zu den Büfetts, in die Sektstuben. Die Wände waren zumeist mit wilden lustigen Malereien der jüngsten Künstler behangen. Alles war da, Künstler, Journalisten, Gelehrte, Geschäftsleute, dazu natürlich die ganze Lebewelt der Stadt. In einem der Orchester saß Mister Pablo und blies begeistert in sein geschweiftes Rohr; als er mich erka

So kam es, daß ich um ein Uhr enttäuscht und böse mich wieder zur Garderobe zurückpirschte, um den Mantel anzuziehen und zu gehen. Es war eine Niederlage, ein Rückfall in den Steppenwolf, und Hermine würde es mir kaum verzeihen. Aber ich ko

»Nummer verloren?« fragte ein kleiner rot und gelber Teufel neben mir mit schriller Stimme. »Da, Kamerad, ka

Als ich aber die kleine runde Kartonmünze ans Auge hob, um nach der Nummer zu sehen, stand gar keine Nummer darauf, sondern ein Gekritzel in kleiner Schrift. Ich bat den Garderobenma

Heute nacht von vier Uhr an magisches Theater

– nur für Verrückte –

Eintritt kostet den Verstand.

Nicht für jederma

Wie eine Marionette, deren Draht dem Spieler einen Augenblick entglitten war, nach kurzem, steifem Tod und Stumpfsi

»Gern hätte ich noch einmal mit dir getanzt«, sagte ich, berauscht von ihrer Wärme, »komm ein paar Schritte mit, Maria, ich bin verliebt in deinen schönen Arm, laß ihn mir noch einen Augenblick! Aber sieh, Hermine hat mich gerufen. Sie ist in der Hölle.«

»Ich dachte es mir. Leb wohl, Harry, ich behalte dich lieb.« Sie nahm Abschied. Abschied war es, Herbst war es, Schicksal war es, wonach die Sommerrose so reif und voll geduftet hatte.

Weiter lief ich, durch die langen Korridore voll zärtlichen Gedränges, die Treppen hinab, in die Hölle. Dort bra