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Goldmund errötete vor Verlegenheit über das Lob, und auch vor Freude. Um abzulenken, unterbrach er den Freund: »Das meiste von dem, was du mir sagen wolltest, habe ich verstehen kö
»Nun, an einem Beispiel ka
»So ist es, Narziß. We
»Du täuschest dich, Goldmund. Du nimmst eben an, daß dieser fleißige Rechner immer neue Schulaufgaben löse, die ein Lehrer ihm stellt. Er ka
»Nun, ja. Aber das Problem des Raumes, als reines Denkproblem, scheint mir auch in der Tat nicht der Gegenstand zu sein, an den ein Ma
Lächelnd fiel Narziß ein: »Du willst eigentlich sagen, daß du vom Denken nichts hältst, wohl aber von der Anwendung des Denkens auf die praktische und sichtbare Welt. Ich ka
Goldmund wünschte sich nichts Besseres. Er fand einen Raum neben dem Hoftor, der zur Zeit leer stand und sich zur Werkstatt eignete. Er gab dem Zimmerma
Daß er sich in den letzten Zeiten stark verändert hatte und weit über seine Jahre gealtert war, ko
Sehr wichtig war ihm die Frage, wo er de
Als nun endlich die Arbeit begi
Für sein erstes Werk, die Vorleserempore, hatte er in langem Si
Er stieß auf große Schwierigkeiten, auf größere, als er gedacht hatte. Sie machten ihm Sorgen, aber es waren süße Sorgen, er warb um das Werk entzückt und verzweifelt wie um eine spröde Frau, er kämpfte mit ihm erbittert und zart, wie ein Angler mit einem großen Hecht kämpft, jeder Widerstand belehrte ihn und machte ihn feinfühliger. Er vergaß alles andere, er vergaß das Kloster, vergaß beinahe Narziß. Dieser fand sich einige Male ein, bekam aber nichts zu sehen als Zeichnungen.
Dafür überraschte ihn eines Tages Goldmund mit der Bitte, ihm Beichte zu hören.
»Ich ko
Er fühlte sich der Stunde jetzt gewachsen und wollte nicht länger damit warten. Und in dem beschaulichen Leben der ersten Wochen, in der Hingabe an all das Wiedersehen und Jugendgedenken und auch in den Erzählungen, um die ihn Erich bat, war der Rückblick auf sein Leben in eine gewisse Ordnung und Klarheit gerückt.
Narziß empfing ihn ohne Feierlichkeit zur Beichte. Sie dauerte gegen zwei Stunden. Mit unbewegtem Gesicht hörte der Abt die Abenteuer, Leiden und Sünden seines Freundes an, stellte manche Fragen, unterbrach nie und hörte auch jenen Teil der Beichte gleichgültig an, in dem Goldmund das Hinschwinden seines Glaubens an Gottes Gerechtigkeit und Güte beka
Zu Goldmunds Verwunderung, ja Enttäuschung, nahm der Beichtvater seine eigentlichen Sünden nicht allzu schwer, mahnte und strafte ihn aber ohne Schonung wegen seiner Vernachlässigung des Betens, Beichtens und Kommunizierens. Er legte ihm die Buße auf, vor dem Empfang der Kommunion vier Wochen mäßig und keusch zu leben, jeden Morgen die erste Frühmesse zu hören und jeden Abend drei Vaterunser und einen Marienhymnus zu sprechen.