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Mit dem bre

In der Hinterstube standen drei Bettladen. Eine war leer, unterm derben grauen Leilach sah das Stroh heraus. Im zweiten lag wieder einer, ein bärtiger Ma

Von einem Toten zum andern ging Goldmunds Blick. In dem Mädchengesicht, obwohl es schon sehr entstellt war, stand noch etwas von hilflosem Todesgrauen. Im Nacken und Haar der Mutter, die sich so tief und wild ins Lager eingewühlt hatte, war Wut, Angst und leidenschaftliches Fliehenwollen zu lesen. Namentlich das unbändige Haar ko

Mittlerweile fing draußen Robert an zu rufen, ungeduldig und ängstlich. Goldmund hatte Robert gern, de

Endlich störte ihn Roberts Schreien vor der Haustür, er ging hinaus. Ängstlich sah der Kamerad ihn an.

»Was ist?« fragte er leise, die Stimme voll Furcht. »Ist de

Goldmund maß ihn mit kühlem Blick. »Geh hinein und sieh dir's an, es ist ein komisches Bauernhaus. Nachher melken wir die schöne Kuh drüben. Vorwärts!«

Unentschlossen betrat Robert die Hütte, steuerte auf die Herdstatt los, entdeckte die sitzende Alte und stieß, als er merkte, sie sei tot, einen lauten Schrei aus. Eilig kam er zurück, mit aufgerissenen Augen.

»Um Gottes willen! Da sitzt ein totes Weib am Herd. Was ist das? Warum ist niemand bei ihr? Warum begräbt man sie nicht? O Gott, es riecht ja schon.«

Goldmund lächelte.

»Du bist ein großer Held, Robert; aber du bist gar zu rasch wieder umgekehrt. Eine tote alte Frau ist ja, we

Entsetzt starrte der andere ihn an, da

Er wollte schon laufen, wurde aber am Pilgerrock festgehalten. Goldmund sah ihn streng mit stummem Tadel an und hielt ihn, der sich sträubte und stemmte, unerbittlich fest. »Mein kleiner Junge«, sagte er mit freundlich-spöttischem Ton, »du bist klüger, als man meinen sollte, du wirst wahrscheinlich recht haben. Nun, das werden wir im nächsten Hof oder Dorf erfahren. Wahrscheinlich ist die Pest in dieser Gegend. Wir werden sehen, ob wir wohlbehalten wieder davonkommen. Aber laufen lassen, kleiner Robert, ka

So geschah es, und vom Augenblick an war es Goldmund, der befahl, und Robert, der gehorchte, und es ging beiden gut dabei. Robert machte keinen Versuch mehr zu entfliehen. Er sagte nur begütigend: »Ich hatte einen Augenblick Angst vor dir. Dein Gesicht gefiel mir nicht, als du aus dem Totenhaus zurückkamst. Ich glaubte, du hättest dir die Pest geholt. Aber we

»Es war nicht schlimm«, sagte Goldmund zögernd. »Ich habe dort dri

Im Weiterwandern stießen sie bald überall auf den Schwarzen Tod, der im Land regierte. Manche Dörfer ließen keinen Fremden ein, in anderen ko

Goldmund schalt ihn oft, oft spottete er ihn aus. Er teilte seine Furcht nicht, und auch nicht seinen Ekel; er ging gespa

Sie kamen einst zu einer kleinen Stadt; sie war schwer befestigt, vom Tor lief ein Wehrgang in Haushöhe um die ganze Stadtmauer, aber kein Wächter stand oben und keiner im offenstehenden Tor. Robert weigerte sich, die Stadt zu betreten, und beschwor auch seinen Kameraden, es nicht zu tun. Indem hörten sie eine Glocke läuten, es kam zum Tor ein Priester heraus, ein Kreuz in den Händen, und hinter ihm kamen drei Lastwagen gefahren, zwei mit Pferden bespa

Robert verlor sich mit bleichem Gesicht, Goldmund folgte den Totenwagen in kleiner Entfernung, es ging ein paar hundert Schritte weit, und da war kein Friedhof, sondern mitten in der leeren Heide war ein Loch gegraben, nur drei Spatenstiche tief, aber groß wie ein Saal. Goldmund stand und sah zu, wie die Knechte mit Stangen und Bootshaken die Toten von den Wagen rissen und sie zu Haufen in das große Loch stießen, wie der Priester murmelnd sein Kreuz darüber schwang und davonging, wie die Knechte auf allen Seiten des flachen Grabes große Feuer anzündeten und schweigend in die Stadt zurückliefen, ohne daß jemand darangegangen wäre, die Grube zuzuwerfen. Er schaute hinab, es mochten fünfzig oder mehr da dri