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Und damit nahm er zwei andere Leuchter, die am Rand des großen Eichentisches standen, und zündete sie an. Er postierte sie alle drei nebeneinander an der hinteren Längsseite, schob das Leder beiseite, räumte den mittleren Teil des Tisches frei. Da

Grenouille hatte sich inzwischen vom Türrahmen gelöst. Schon während Baldinis pompöser Rede war das Versteifte, lauernd Verdruckte von ihm abgefallen. Er hörte nur die Zustimmung, nur das Ja, mit dem i

Während Baldini noch mit seinen Kerzenleuchtern auf dem Tisch hantierte, schlüpfte Grenouille schon in das seitliche Dunkel der Werkstatt, wo die Regale mit den kostbaren Essenzen, Ölen und Tinkturen standen, und griff sich, der sicheren Witterung seiner Nase folgend, die benötigten Fläschchen von den Borden. Neun waren es an der Zahl: Orangenblütenessenz, Limettenöl, Nelken- und Rosenöl, Jasmin-, Bergamotte- und Rosmarinextrakt, Moschustinktur und Storaxbalsam, die er sich rasch herunterpflückte und am Rand des Tisches zurechtstellte. Als letztes schleppte er einen Ballon mit hochprozentigem Weingeist heran. Da

»So!« sagte Baldini endlich und trat zur Seite. »Hier ist alles aufgereiht, was du für dein – ne

»Wie viel soll ich Ihnen machen, Maitre?« fragte Grenouille.»Was machen…?« sagte Baldini, der seine Rede noch nicht beendet hatte. »Wie viel von dem Parfum?« schnarrte Grenouille, »wie viel davon wollen Sie haben? Soll ich diese dicke Flasche bis zum Rand vollfüllen?« Und er deutete auf eine Mischflasche, die gut und gerne drei Liter fasste.

»Nein, das sollst du nicht!« schr ie Baldini entsetzt, und es schrie aus ihm die ebenso tief verwurzelte wie spontane Angst vor der Verschwendung seines Eigentums. Und als geniere er sich über diesen entlarvenden Schrei, brüllte er gleich hinterher: »Und in die Rede fallen sollst du mir auch nicht!« um da

»Gut«, sagte Grenouille. »Ich werde diese Flasche zu einem Drittel mit >Amor und Psyche< füllen. Aber, Maitre Baldini, ich mache es auf meine Art. Ich weiß nicht, ob das die zünftige Art ist, de

»Bitte!« sagte Baldini, der wusste, dass es bei diesem Geschäft nicht meine oder deine, sondern eben nur eine, eine einzig mögliche und richtige Art gab, die darin bestand, in Ke

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Der kleine Mensch Grenouille entkorkte als erstes den Ballon mit Weingeist. Er hatte Mühe, das schwere Gefäß hochzuwuchten. Fast bis in Kopfhöhe musste er es heben, de

Anscheinend wahllos griff Grenouille in die Reihe der Flakons mit den Duftessenzen, riss die Glasstöpsel heraus, hielt sich den Inhalt für eine Sekunde unter die Nase, schüttete da

So beschäftigt war Baldini mit seiner i

So sprach Baldini. Und während er noch sprach, war der Raum um ihn herum schon duftgesättigt von >Amor und Psyche<. Es gibt eine Überzeugungskraft des Duftes, die stärker ist als Worte, Augenschein, Gefühl und Wille. Die Überzeugungskraft des Duftes ist nicht abzuwehren, sie geht in uns hinein wie die Atemluft in unsere Lungen, sie erfüllt uns, füllt uns vollkommen aus, es gibt kein Mittel gegen sie.

Grenouille hatte die Flasche abgesetzt, die mit Parfum benetzte Hand vom Hals genommen und an seinem Rocksaum abgewischt. Ein, zwei Schritt zurück, das linkische Zusammenklappen seines Körpers unter Baldinis Standpauke schlugen genügend Wellen in der Luft, um den neugeschaffnen Duft ringsum zu verbreiten. Mehr war nicht nötig. Zwar, Baldini tobte noch und zeterte und schimpfte; doch mit jedem Atemzug fand seine äußerlich zur Schau gestellte Wut im I