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Baldini stand fast ehrfürchtig auf und hielt sich das Taschentuch noch einmal unter die Nase. »Wunderbar, wunderbar…« murmelte er und schnüffelte gierig, »es hat einen heiteren Charakter, es ist lieblich, es ist wie eine Melodie, es macht direkt gute Laune… Unsi

Lächerlich! Sich zu solchen Elogen hinreißen zu lassen. >Wie eine Melodie. Heiter. Wunderbar. Gute Laune.< – Blödsi

Aber du, Baldini, wirst dich nicht betören lassen. Du warst nur einen Augenblick lang überrascht vom ersten Eindruck des Machwerks. Aber weiß man de

Die zweite Regel sagt: Das Parfum lebt in der Zeit; es hat seine Jugend, seine Reife und sein Alter. Und nur we

Wir werden's riechen. So wie ein scharfes Beil den Holzklotz in die kleinsten Scheite teilt, wird unsre Nase sein Parfum in jede Einzelheit zerspalten. Da

An die Arbeit jetzt, Baldini! Die Nase geschärft und gerochen ohne Sentimentalität! Den Duft zerlegt nach den Regeln der Kunst! Bis heute Abend musst du im Besitz der Formel sein! Und er stürzte zurück an den Schreibtisch, holte Papier, Tinte und ein frisches Taschentuch heraus, legte sich alles zurecht und bega

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Er arbeitete zwei Stunden lang ununterbrochen. Und immer hektischer wurden seine Bewegungen, immer fahriger das Gekrakel seiner Feder auf dem Papier, immer höher die Dosen des Parfums, das er aus dem Flakon in sein Taschentuch schüttete und sich unter die Nase hielt.

Er roch jetzt kaum noch etwas, er war längst betäubt von den ätherischen Substanzen, die er einatmete, ko

Aber mechanisch fuhr seine Hand fort, mit jener tausendmal geübten zierlichen Bewegung das Spitzentaschentuch zu tränken, es zu schütteln und rasch am Gesicht vorbeizuwedeln, und mechanisch riss er bei jedem Vorüberflug eine Portion duftgetränkter Luft in sich hinein, um sie kunstgerecht verhalten ausströmen zu lassen. Bis ihn endlich seine eigene Nase von der Qual befreite, indem sie von i

Er stöpselte den Flakon zu, legte die Feder aus der Hand und wischte sich ein letztes Mal mit dem getränkten Taschentuch über die Stirn. Er spürte die Kühle des verdunstenden Alkohols, sonst nichts mehr. Da

Baldini erhob sich. Er öffnete die Jalousie, und sein Körper tauchte bis herab zu den Knien ins Abendlicht und glühte auf wie eine abgebra

Frische Luft strömte ins Zimmer. Baldini schöpfte Atem und merkte, wie sich die Schwellung seiner Nase löste. Da

Er hatte einen trotzigen, bubenhaften Gesichtsausdruck bekommen und fühlte sich auf einmal sehr glücklich. Er war wieder der alte, der junge Baldini, mutig, und entschlossen wie je, dem Schicksal die Stirn zu bieten – auch we

Er war jetzt direkt stolz auf sich. Und unendlich erleichtert. Zum ersten Mal seit vielen Jahren wich der subalterne Krampf aus seinem Rücken, der den Nacken verspa