Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 80 из 185

»Was ist los, Lois?«

»Ich fühle mich nur nicht wohl!« schluchzte sie. »Ka

Lois vergrub das Gesicht in den Händen. Ihr Rücken bebte, die Ärmel ihres blauen Mantels zitterten, und Ralph mußte plötzlich daran denken, wie Rosalie ausgesehen hatte, als der kleine Arzt ihr befohlen hatte, ihren Arsch in Bewegung zu setzen und zu ihm zu kommen: kläglich, zu Tode geängstigt.

Ralph setzte sich neben Lois auf die Bank, legte einen Arm um sie und zog sie an sich. Sie folgte, aber steif… als wäre ihr ganzer Körper voller Drähte.

»Sieh mich nicht an!« rief sie mit derselben hysterischen Stimme. »Wage es nicht! Mein Make-up ist im Eimer. Ich hatte es extra für meinen Sohn und meine Schwiegertochter aufgelegt… sie kamen zum Frühstück… wir wollten den Vormittag miteinander verbringen >Wir werden uns nett unterhalten, Ma<, hatte Harold gesagt… aber der Grund, weshalb sie gekommen sind… weißt du, der wahre Grund…«

Ihre Worte wurden von einem neuerlichen Weinkrampf erstickt. Ralph suchte in der Tasche, fand ein Taschentuch, das zerknittert, aber sauber war, und drückte es Lois in die Hand. Sie nahm es, ohne ihn anzusehen.

»Nur weiter«, sagte er. »Du ka

Ein bißchen waschbärmäßig, mehr nicht, dachte er. Er lächelte, aber da

Heute war diese so gut wie unwiderstehliche Schönheit kaum mehr als eine Eri

»Ich sehe schrecklich aus!« sagte Lois und rieb wie wild mit Ralphs Taschentuch an ihren Augen herum. »Ich bin eine Hexe!«

»Nein, Ma’am. Nur ein bißchen verschmiert.«

Nun drehte Lois ihm endlich das Gesicht zu. Das kostet sie sichtliche Anstrengung, da ihr Rouge und Augen-Make-up nun weitgehend an Ralphs Taschentuch klebten. »Wie schlimm sehe ich aus?« hauchte sie. »Sag die Wahrheit, Ralph Roberts, oder du wirst schielen.«

Er beugte sich nach vorne und küßte ihre feuchte Wange. »Nur reizend, Lois. Ätherisch werden wir uns für einen anderen Tag aufheben müssen, glaube ich.«

Sie lächelte ihm unsicher zu, und bei der Bewegung quollen frische Tränen aus ihren Augen. Ralph nahm ihr das zusammengeknüllte Taschentuch ab und wischte sie behutsam weg.

»Ich bin so froh, daß du vorbeigekommen bist, und nicht Bill«, sagte sie ihm. »Ich wäre vor Scham gestorben, we

Ralph sah sich um. Er entdeckte Rosalie sicher und wohlbehalten am Fuß des Hügels - sie lag zwischen zwei Port-O’San-Toiletten, die da unten standen, und hatte die Schnauze auf den Pfoten liegen - sonst war dieser Teil des Parks verlassen. »Ich glaube, wir haben den Park für uns allein, zumindest im Augenblick«, sagte er.

»Gott sei Dank.« Lois nahm das Taschentuch und widmete sich wieder ihrem Make-up, diesmal weniger hektisch. »Da wir gerade von Bill sprechen, ich war auf dem Weg hierher rasch im Red Apple - das war, bevor ich mir selber leid tat und mir die Augen aus dem Kopf geheult habe -, und Sue sagte, daß du und Bill vor einer Weile einen Riesenstreit gehabt hättet. Ihr habt euch angeschrien und so, mitten im Vorgarten.«

»Nee, so riesig auch wieder nicht«, sagte Ralph und lächelte unbehaglich.

»Darf ich neugierig sein und fragen, worum es ging?«

»Schach«, sagte Ralph. Das war das erste, das ihm in den Si

»Ich wünschte, bei mir wäre es auch nichts anderes«, sagte Lois. Sie öffnete ihre Handtasche - diesmal ohne Schwierigkeiten - und holte den Taschenspiegel heraus. Da

Ralph griff mit der Hand in ihre Handtasche, bevor sie sie wieder zuklappen ko

Sie wandte das Gesicht ab wie ein Vampir, der vor einem Kruzifix zurückschreckt. »Bäh«, sagte sie. »Tu das weg.«

»We

»Alles, we

Er gehorchte. Eine Zeitlang sagte Lois nichts, sondern saß nur da und sah zu, wie ihre Hände sich unablässig am Verschluß der Handtasche zu schaffen machten. Er wollte sie schon drängen, als sie mit einem erbarmenswert trotzigen Ausdruck zu ihm aufsah.

»Es ist nur so, daß du nicht der einzige bist, der nachts nicht mehr anständig schlafen ka

»Wovon redest d -«

»Schlaflosigkeit!« schnappte sie. »Ich gehe zur selben Zeit schlafen wie immer, aber ich ka

Ralph versuchte sich zu eri

»Warum siehst du so überrascht aus?« fragte Lois. »Du hast doch nicht geglaubt, daß du der einzige Mensch auf der Welt bist, der jemals eine schlaflose Nacht hatte, oder?«

»Selbstverständlich nicht!« antwortete Ralph etwas gekränkt… aber war es ihm nicht manchmal doch so vorgekommen, als wäre er der einzige auf der Welt, der an dieser speziellen Form von Schlaflosigkeit litt? Der hilflos mit ansehen mußte, wie seine Schlafzeit langsam Minute um Minute, Viertelstunde um Viertelstunde zusammenschmolz? Wie eine unheimliche Variante der chinesischen Wasserfolter.

»Wa

»Einen Monat oder zwei vor Carols Tod… was bedeutet, ich war noch vor dir mit dem Problem geschlagen, Ralph.«

»Wieviel Schlaf bekommst du?«

»Seit Anfang Oktober kaum noch eine Stunde pro Nacht.« Ihre Stimme war ruhig, aber Ralph hörte das Zittern von etwas, das Panik sein ko

Ralph suchte nach Worten und stellte die erste Frage, die ihm in den Si

»Aus demselben Grund, weshalb ich deins fast nie sehe, denke ich«, sagte sie. »Ich wohne seit fast fünfundzwanzig Jahren in dem Haus und brauche kein Licht, um mich zurechtzufinden. Außerdem behalte ich meine Probleme gern für mich. We

Ralph lachte laut auf. Lois sah ihn einen Moment mit perplexen, runden Augen an, da