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»Lois, alles in Ordnung?« fragte Ralph. Aus den Augenwinkeln sah er, wie Helen das Gesicht des Verherrlichten und Angebeteten Babys mit Küssen bedeckte.

»Bestens«, sagte sie und wischte sich mit den Fingern die Wangen ab. »Der verdammte Rauch, mehr nicht.« Sie hielt wieder die Hände an den Mund. »Kö

Die Schüsse ließen noch mehr nach, aber vereinzelte Pistolenschüsse waren noch zu hören. Das gefiel Ralph ganz und gar nicht. Einer dieser vereinzelten Schüsse am falschen Platz ko

»Leydecker!« rief er und legte selbst die hohlen Hände um den Mund. »John Leydecker!«

Nach einer Pause gab die Megaphonstimme den Befehl, den Ralph herbeigesehnt hatte. »FEUER EINSTELLEN!«

Noch ein Knall, da

»WER SPRICHT DA? IDENTIFIZIEREN SIE SICH!«

Aber Ralph glaubte, daß er auch so schon genug Probleme am Hals hatte.

»Die Frauen sind hier hinten!« rief er und mußte nun selbst gegen Hustenreiz kämpfen. »Ich schicke sie nach vorne!«

»NEIN, NICHT!« rief Leydecker zurück. »IM LETZTEN ZIMMER IM ERDGESCHOSS LAUERT EIN BEWAFFNETER MANN! ER HAT BEREITS MEHRERE MENSCHEN ERSCHOSSEN!«

Daraufhin stöhnte eine der Frauen und schlug die Hände vors Gesicht.

Ralph räusperte sich so gut er es mit seinem bre

Aber was genau war Pickering? Das war eine verdammt gute Frage, oder nicht?

»Mr. Pickering ist bewußtlos! Darum hat er aufgehört zu schießen!« schrie Lois neben ihm. Ralph glaubte nicht, daß »bewußtlos« das richtige Wort war, aber es würde genügen. »Die Frauen kommen mit erhobenen Händen um das Haus herum! Nicht schießen! Versprechen Sie uns, daß Sie nicht schießen werden!«

Es folgte ein Augenblick Stille. Da

Ralph nickte der Mutter des kleinen Jungen zu. »Gehen Sie jetzt. Sie beide kö

»Sind Sie sicher, daß sie uns nicht wehtun werden?« Die verblassenden Blutergüsse im Gesicht der jungen Frau (ein Gesicht, das Ralph ebenfalls vage beka

»Ja«, sagte Lois, immer noch hustend und mit tränenden Augen. »Nehmen Sie einfach nur die Hände hoch. Das ka

Der Junge hielt die Hände mit der Begeisterung eines passionierten Räuber-und-Gendarm-Spielers hoch, aber er wandte den Blick seiner glänzenden Augen nicht von Ralphs Gesicht ab.

Rosa Rosen, dachte Ralph. We

»Was ist mit den Leuten im I

»Da dri

Die Mutter des kleinen Jungen warf Ralph noch einen zweifelnden Blick zu, da

»Ja!« sagte Pat und grinste.

Seine Mutter nickte und hob eine Hand. Die andere legte sie ihm um die Schultern - eine zaghafte, beschützende Geste, die Ralphs Herz rührte. So gingen sie um die Hausecke herum. »Tun Sie uns nicht weh!« rief sie. »Wir haben die Hände erhoben und mein kleiner Junge ist bei mir, also tun Sie uns nicht weh!«

Die anderen warteten einen Moment, da

»Jetzt warst du zum zweitenmal da, als Nat und ich dich brauchten«, sagte sie. »Bist du unser Schutzengel, Ralph?«

»Vielleicht«, sagte er. »Vielleicht bin ich das. Hör zu, Helen wir haben nicht viel Zeit. Gretchen ist tot.«

Sie nickte und fing an zu weinen. »Ich wußte es. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber irgendwie habe ich es doch gewußt.«

»Es tut mir sehr leid.« »Wir waren so fröhlich, als sie gekommen sind - ich meine, wir waren nervös, aber wir haben viel gelacht und viel geplaudert. Wir wollten den Rest des Tages damit verbringen, uns auf die Rede vorzubereiten. Die Veranstaltung und Susan Days Rede.«

»Wegen heute abend muß ich mit dir reden«, sagte Ralph so behutsam er ko

»Wir haben Frühstück gemacht, als sie gekommen sind.« Sie sprach weiter, als hätte sie ihn gar nicht gehört; Ralph vermutete, daß sie ihn tatsächlich nicht gehört hatte. Nat sah über Helens Schulter, und obwohl sie noch hustete, hatte sie aufgehört zu weinen. In den schützenden Armen ihrer Mutter sah sie voll lebhafter Neugier von Ralph zu Lois und wieder zu Ralph.

»Helen -«, bega

»Guckt mal! Seht ihr das?« Helen deutete auf einen alten braunen Cadillac neben dem baufälligen Schuppen, der damals, als Ralph und Carolyn gelegentlich hierher gekommen waren, noch die Apfelpresse gewesen war; wahrscheinlich hatte er High Ridge als Garage gedient. Der Caddy war in einem schlechten Zustand - gesprungene Windschutzscheibe, verbeulte Kotflügel, ein Scheinwerfer mit Paketband geklebt. Die Stoßstange war mit AntiAbtreibungs-Aufklebern übersät.

»Mit dem Auto sind sie gekommen. Sie fuhren hinter das Haus, als wollten sie es in unserer Garage abstellen. Ich glaube, dadurch ko

Plötzlich mußte Ralph an Barbara Richards bei Woman-Care denken, Barbie Richards, die sich entspa

»Als Deanie sagte, daß die Leute, die aus dem Auto ausstiegen, Armeekleidung trugen und bewaffnet wären, hielten wir es für einen Witz. Das heißt, alle außer Gretchen. Sie sagte uns, wir sollten, so schnell wir kö

»Nein«, sagte Lois und ließ eine Locke von Natalies feinem Haar durch die Finger gleiten. »Sie mußten auf die Kleine hier aufpassen. Das müssen Sie noch.«

»Wahrscheinlich«, sagte Helen düster. »Wahrscheinlich. Aber sie war meine Freundin, Mrs. Chasse. Meine Freundin.«

»Das weiß ich, Liebste.«

Helen verzog das Gesicht und fing an zu weinen. Natalie sah ihre Mutter einen Moment mit einem Ausdruck komischen Erstaunens an, da

»Helen«, sagte Ralph. »Helen, hör mir zu. Ich muß dich etwas fragen. Es ist sehr, sehr wichtig. Hörst du mir zu?«

Helen nickte, hörte aber nicht auf zu weinen. Ralph hatte keine Ahnung, ob sie ihn wirklich hörte oder nicht. Er sah zur Hausecke und fragte sich, wieviel Zeit ihnen noch bleiben würde, bis die Polizisten angestürmt kamen, da