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»Nichtsdestotrotz!« rief Don Hernando Pedrárias aus. »Ich weiß, daß die Jacare mehrere Male in der Bucht vor Anker gegangen ist.«
»Immer schön außer Reichweite meiner Kanonen«, stellte sein Gastgeber spöttisch klar. »Seit Jahren mache ich Eingaben, daß man diese alten Schrotthaufen austauscht und Munition schickt, doch keiner hat sich je darum geschert. O ja, die Jacare ist in der Bucht von Kap zu Kap gefahren, weil sie genau wußte, daß ich ihr mit meinen vier Fischerkähnen und einem halben Dutzend Reservisten nichts anhaben ko
»Ich hätte nie gedacht, daß die Situation so kritisch ist«, gab Don Hernando mit absoluter Ehrlichkeit zu.
»Als ob ich Euch nicht über die Jahre hinweg ein gutes Dutzend Berichte geschickt hätte«, tönte es fast zornig zurück. »Wir wollen das größte Reich sein, das jemals ein allmächtiger Souverän regiert hat, das Reich, in dem die So
»Das ist doch ein Scherz…!«
»Was de
»Ich verstehe! Ist Jacare Jack vielleicht in Port-Royal?«
»Nur das ist Euch wichtig, nicht wahr? Jacare Jack.« Hauptma
»Wer kö
»Niemand, den ich ke
»Ich habe eine großzügige Belohnung für Hinweise auf dieses Schiff ausgesetzt. Glaubt Ihr, das bringt etwas?«
»Aber sicher doch…!« entgegnete der Hauptma
»Was ratet Ihr mir also?«
»Daß Ihr Euch Probleme erspart, we
»Das ka
»Und warum nicht?«
»Man würde mich des Verrats anklagen.«
Hauptma
»Nach allem, was mir zu Ohren gekommen ist, Don Hernando, klagt man Euch an, weil Ihr mit Sklaven handelt, ein Mädchen verdorben habt, illoyal, pflichtvergessen, unfähig, ja sogar ein Bandit seid. Welche Bedeutung hat da noch ein weiterer Vorwurf, we
Nachdem man die Beute aufgeteilt hatte, segelte das Schiff durch ein ruhiges Meer. Die So
»Die Mä
Sein junger Kapitän blickte ihn verblüfft an.
»Wie das? Es ist doch gerecht verteilt worden… Oder etwa nicht?«
»Doch, doch«, räumte der Panamese ein. »Gerecht schon, aber halt zu wenig. Zweitausend Perlen, so prächtig sie auch sein mögen, sind keine Beute, für die man monatelang auf hoher See kreuzt und darauf wartet, jeden Augenblick ergriffen und aufgehängt zu werden. Seeräuberei ist ein hartes und gefährliches Geschäft, das einen nur mit Abenteuer und einer guten Beute entschädigt.« Er schnalzte verdrossen mit der Zunge. »Und seit Jahren haben sie weder das eine noch das andere gehabt.«
»Was wollen sie de
»Keine Pötte mit Piken und Schaufeln mehr überfallen, sondern lieber Goldschiffe entern, auch we
»Verstehe«, sagte der Margariteno. »Und was denkst du darüber?«
»We
»Das ist meine Schwester.«
»Alle wissen das, aber alle wissen auch, daß sie ein sehr attraktives Mädchen ist, und die meisten haben seit sechs Monaten an keiner Feige mehr gerochen. Darüber solltest du nachdenken.«
»Das tue ich längst, aber es will mir keine passende Lösung einfallen. Was soll ich bloß mit ihr machen?«
»Alles, außer sie noch länger an Bord eines Piratenschiffs zu lassen… Das geht einfach nicht!«
»Aber wo kö
»Die Welt ist groß.«
»Nicht groß genug für die Casa de Contratación. Ihr Arm reicht überall hin.«
»Nicht nach Jamaika. Niemand, der mit der Casa zu tun hat, wagt es, Jamaika auch nur zu betreten, de