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»Bitte, John«, murmelte er. »Sie...«
Ich unterbrach ihn erneut: »Sind wir allein?«
Hertzog nickte. Mit sichtlicher Mühe löste er den Blick von meinem Gesicht, sah Kimberley an und da
»Fünf Minuten«, sagte ich. »Mehr verlange ich nicht von Ihnen, Carl. Hören Sie uns fünf Minuten zu. We
»We
Wir folgten ihm die Treppe hinauf und in ein kleines, ausgesprochen ungemütlich eingerichtetes Arbeitszimmer, dessen Fenster auf den Garten hinaus ging. Hertzog deutete mit einer fahrigen Geste auf eine zerschlissene Chaiselongue, die unter dem Fenster stand, schloss sorgsam die Tür hinter sich ab und nahm da
»Fünf Minuten«, sagte er. »Und we
»Das ist fair«, antwortete ich.
»Ich spiele mit offenen Karten«, erwiderte Hertzog ruhig. Er hatte seine Überraschung halbwegs überwunden und natürlich meldete sich jetzt sein Misstrauen. Ich fragte mich, was Bach ihm über Kim und mich erzählt haben mochte.
»Wir brauchen Ihre Hilfe«, sagte ich. »Kim braucht Ihre Hilfe.«
Ich deutete auf Kimberley und erhaschte dabei einen Blick auf ihrem Gesicht, der mich beunruhigte. Sie hatte mit keinem Wort gegen meine Idee protestiert, ausgerechnet hierher zu kommen, und bisher hatte ich dieses überraschende Stillschweigen sogar mit einer gewissen Erleichterung hingenommen. Jetzt fragte ich mich, ob sie überhaupt begriffen hatte, was ich tat. Oder wo wir waren.
»Sie sehen nicht gut aus, meine Liebe«, sagte Hertzog. »Sind Sie krank?«
»Warum sonst wären wir wohl hier?«, fragte ich.
»We
»Ist er zufällig Spezialist für die Hive?«, fragte ich.
Diesmal dauerte Hertzogs Schweigen ein wenig länger. Er hatte sich nun wieder vollkommen in der Gewalt, aber man musste kein Gedankenleser sein, um zu erke
»Die ART, die Sie bei Kim durchgeführt haben«, antwortete ich. »Sie scheint nicht hundertprozentig erfolgreich gewesen zu sein, das meine ich damit.«
»Unsi
»Träume«, murmelte Kim. Ihre Stimme klang flach, praktisch ausdruckslos und ihre Augen blieben leer. »Ich... habe Träume.«
»Das ist ganz normal, nach dem, was Sie mitgemacht haben«, erwiderte Hertzog. In seinen Augen blitzte es ärgerlich auf, als er sich wieder an mich wandte. »John, Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass Sie sich selbst, Kim und zu guter Letzt auch mich in Gefahr bringen, weil Ihre Freundin ein paar schlechte Träume hat?«
»Warum hören Sie mir nicht einfach zu, Carl?«, fragte ich. »Vielleicht verstehen Sie mich danach besser.«
Hertzog setzte zu einer ärgerlichen Entgegnung an, beließ es da
Natürlich brauchte ich länger als diese Zeit, um ihm zu erzählen, was seit unserer überstürzten Flucht aus Washington geschehen war. Hertzog hörte mir schweigend zu und es bedurfte abermals keiner sehr großen Menschenke
»Oswald wurde heute Morgen in Dallas ermordet«, sagte er. »Es kam vor einer Stunde im Radio.«
»Ich weiß.«
»Sie kö
Er sprach nicht weiter, sondern biss sich auf die Unterlippe, und ich führte den bego
»Wie?« Hertzogs Augen wurden schmal. »Sind Sie hier, um alte Schulden einzutreiben? Ich bin Ihnen gar nichts schuldig, we
Das stimmte nicht und die Feindseligkeit in seiner Stimme war auch nicht echt, sondern purer Selbstschutz. Ich ka
»Sie sind der einzige Mensch in dieser Stadt, der uns helfen ka
»Unsi
»Aber Sie sind zufällig auch der einzige Spezialist für Ganglien«, erwiderte ich. »Und so ganz nebenbei auch der einzige Mensch in dieser Stadt, dem ich noch vertraue.«
Hertzog starrte mich überrascht an. »Mir?«
»Ja«, antwortete ich. In meiner Stimme war sehr viel mehr Überzeugung, als ich erwartet hatte, aber vielleicht begriff ich auch erst in diesem Moment, dass ich tatsächlich die Wahrheit sagte. Ich hatte mir jedes Wort, das ich Hertzog sagen wollte, sorgsam zurechtgelegt, und mir wurde erst jetzt klar, dass es eben nicht nur vorbereitete Argumente waren. »Sie haben damals nur getan, was Sie tun mussten, aber ich glaube, dass Sie es aus Überzeugung getan haben – weil Sie glaubten, dass es richtig war. Nicht aus blindem Gehorsam Bach und Majestic gegenüber. Sagen Sie mir, we
Hertzog schwieg. Er wirkte völlig verstört.
»Wir kö
»Das ist Wahnsi
»Nein«, sagte Kim leise.
»Nein?« Hertzog blinzelte. Seine Augen wurden schmal. »Woher wollen Sie das wissen?«
»Sie ka
»Sie kö
»Wenigstens war es bei Steel so«, sagte ich. »Ein weiterer Grund, aus dem wir nicht zu Bach gehen kö
»Sie würden sie nie wiedersehen«, bestätigte Hertzog düster. Da
»Mir ist klar, wie unvorstellbar gefährlich Kim für die Hive ist«, antwortete ich betont. »Ich weiß nicht, ob Steel etwas von dieser... Gabe ahnt. Aber we