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23. November 1963, 23:30

Sunshine Motel, Dallas

Wir verbrachten das, was von dieser Nacht noch übrig war, in einem Motel in der Nähe des Flughafens. Es wurde eine unruhige, qualvolle Nacht. Kimberley hatte Albträume und am Ende saß ich bis zum Morgen neben ihr auf dem Bett, um sie wachzurütteln und zu beruhigen, sobald sie wieder zu wimmern bega

Ich hätte aber wahrscheinlich ohnehin keinen Schlaf gefunden. Das Feuerzeug auf dem Nachttisch, die Waffe, die ich die ganze Nacht in der Hand hielt, der Gedanke an Steel und Bach, all das hätte mich wach gehalten, we

Ich hatte in meinem an billigen Unterkünften nicht gerade armen Leben noch nie eine solche Absteige wie dieses Motel gesehen. Die Bettlaken waren so steif, als habe jemand sie für ein Totenbett stärken wollen, die Matratze war ein Brett, aber klamm wie Sumpfgras, und die in Brauntönen längsgestreifte, vergilbte Tapete erzählte ihre eigene Geschichte in zahllosen mehr oder minder großen Flecken teils erke

Zumindest gab es außer den menschlichen keine anderen Gäste. Im ersten Moment hatte es mich überrascht, aber nachdem ich den durchdringenden Geruch nach Chemikalien im Bad gerochen hatte, wusste ich, warum Schaben und Kakerlaken das Zimmer, und vermutlich das gesamte Motel, fluchtartig verlassen hatten. Solange der Ventilator die Luft bewegte, ko

Der anhaltende Durchzug verschaffte mir inzwischen keine Linderung mehr. Zwei Stunden nach So

Zweimal hatte ich Kim ein mit kühlem Wasser getränktes Taschentuch auf die Stirn gelegt, nachdem ich sie aus ihrem immer wiederkehrenden Albtraum hatte wecken müssen. Ich eri

Ich erwachte aus meinen um sich selbst drehenden Grübeleien, als sie sich ein weiteres Mal auf dem Bettlaken bewegte. Es war eine kaum erke

Ich streckte die Hand nach ihrem Gesicht aus, um ihr die Haare aus den Augen zu streichen. Bevor ich sie noch berühren ko

Ihr Mund öffnete sich. Ihre Lippen waren trocken und spröde wie meine eigenen. Eine Schweißperle ra

Ich schwankte noch zwischen dem Impuls zurückzuweichen und dem Drang sie festzuhalten, als sie, anscheinend im tiefsten Schlaf, weit die Augen aufriss. Ihre Pupillen waren so sehr geweitet, dass sie die Iris vollständig verdrängt hatten, und im ersten Moment schien es, als wären ihre Augenhöhlen mit großen Tropfen aus nachtschwarzer Tinte gefüllt. Ihre Kehle bewegte sich, als wolle sie schreien, aber kein Wort drang hervor. Ihr Körper verkrampfte sich. Ich legte ihr in einer unwillkürlichen Reaktion die Hand auf den Mund. Ihr Schrei hätte das gesamte Motel aufgeschreckt. Etwas glitt über meine Handfläche, eine feuchte, kalte Berührung, die mich an Schnecken denken ließ. In panischem Schrecken zog ich die Hand zurück, nur um zu erke