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Inskip betrachtete ihn ernst.»Der Zar mag seine Idee einer bewaffneten >Neutralität des Nordens< wieder aufleben lassen. Er hat schon früher gedroht, alle britischen Schiffe in seinen Häfen zu beschlagnahmen. Das wäre ein kriegerischer Akt und würde Dänemark in die vorderste Kampflinie rücken.»

Bolitho nickte.»Danke, daß Sie mir das ohne Beschönigung erklärt haben. Dies sind Tatsachen, an die ich mich halten ka

Inskip sah ihn nachdenklich an.»Möglicherweise haben Sie recht. Aber das ist da

Drei Stunden später kam Browne vom Schiff zurück. Die Ajax lag immer noch vor Anker und tat nichts, was Verdacht erregt hätte. Ihr Kommandant war an Land gegangen, wahrscheinlich um dem Hafen-admiral seinen Abschiedsbesuch zu machen. Ebensogut ko

In dieser Nacht, in der Bolitho versuchte, sich an die Größe seines Bettes und die ungewohnte Stille zu gewöhnen, dachte er noch einmal über das nach, was Inskip gesagt hatte. Was die Russen betraf, so hing sehr viel vom Wetter ab. Er lauschte auf den Wind, der um den Dachfirst pfiff, und spielte mit dem Gedanken, das Haus zu verlassen, ohne jemandem etwas zu sagen. Er ko

Er mußte eingeschlafen sein, de

«Was ist los?»

Er sah Allday, grimmig und wachsam, als erwarte er einen Überraschungsangriff, und Ozzard, der seine Seekiste über den Fußboden zog wie ein Strandräuber seine Beute.

Inskip stieß hervor:»Ich habe es gerade erfahren: Der Franzose ist Anker auf gegangen, obgleich nur Gott weiß, wie weit er kommen wird. Es schneit verteufelt stark.»

Bolitho war im Nu auf den Füßen und griff schon nach seinem Hemd, als Inskip nüchtern hinzusetzte:»Ein Schoner brachte noch schlimmere Neuigkeiten: Mehrere britische Schiffe sind von den Russen beschlagnahmt worden. Jetzt werden die Dänen, ob sie wollen oder nicht, in den Krieg hineingezwungen.»

Browne drängte sich durch die Gruppe der Diener und Lakaien. Er war überraschenderweise komplett angezogen.

Bolitho rief ihm zu:»Holen Sie einen Wagen!»

Browne antwortete ruhig:»Ich habe die Neuigkeiten gehört, Sir, und schon einen besorgt. Er wartet unten.»

Inskip stand zwischen Bolitho und dem aufgeregten Ozzard.»Sie ke

Bolitho sah ihn ernst an.»Wo werden die britischen Handelsschiffe festgehalten, Sir?»

Inskip war einen Augenblick nicht auf der Hut.»Bei der Insel Got-land, soviel ich weiß.»

Bolitho saß auf der Bettkante und zwängte seine Füße in die Stiefel.

«Ich werde dahin segeln, nicht zurück zu meinem Geschwader. Und was Spielregeln angeht: Ich habe oft erfahren, daß sie Befehlen gleichen. «Er packte Inskips Arm.»Sie müssen den augenblicklichen Gegebenheiten angepaßt werden.»

Als sie zusammengequetscht im Wagen saßen und die Räder lautlos über den immer dicker werdenden Schneeteppich rollten, sagte Browne:»Ich gehe jede Wette ein, daß auch der Franzose über die britischen Schiffe Bescheid weiß, Sir. Er wird sie sich holen wollen, ohne daß jemand den Finger rührt, ihn daran zu hindern.»

Bolitho lehnte sich im Sitz zurück und sammelte seine Gedanken.»Außer uns, Mr. Browne. Außer der Styx.»

V Zuversicht

Bolitho packte die Achterdecksreling und schaute nach vorn über das Oberdeck der Fregatte, wobei er wegen des eiskalten Windes und des Schnees die Augen zukneifen mußte.

Es war ein geisterhaftes, fast unwirkliches Schauspiel, als die Matrosen bei ihren verschiedenen Tätigkeiten wie trunken vor der Kulisse der schneebedeckten Takelage und Kanonen herumschlitterten.

Er versuchte, nüchtern zu planen, seine Gedanken auf das zu konzentrieren, was kommen ko

Sie waren jetzt zwölf Stunden unterwegs, und von Rechts wegen hätte Tageslicht herrschen sollen. Auf ihren Kurs nach Südosten, auf dem sie sich — von einem scharfen schwedischen Wind übel gezaust — mühsam vorwärtsgekämpft hatten, waren ihre Bewegungen immer krampfhafter, ihre Manöver bei jedem Wachwechsel langsamer geworden. Und während der ganzen Zeit waren die Schneemassen auf stehendem und laufendem Gut angewachsen.

Bolitho hatte Mühe zu verhindern, daß seine Zähne klapperten. Trotz seines dicken Wachmantels fror er bis ins Mark. Dabei dachte er an die unglücklichen Ausguckposten im Mastkorb, die zwar nach weniger als einer Stunde abgelöst wurden, aber da

Angenommen, es war alles umsonst? Sein Zweifel wuchs mit jeder mühsam zurückgelegten Meile. Bolitho nahm an, daß — je mehr der Tag sich in die Länge zog — jeder Ma

Kapitän Neale kam mühsam übers Achterdeck zu ihm, das pausbäk-kige Gesicht knallrot vor Kälte.»Darf ich vorschlagen, daß Sie nach unten gehen, Sir? Die Leute wissen doch, daß Sie an Bord sind und an ihrer Seite, was auch geschehen mag.»

Bolitho beobachtete schaudernd, wie der Gischt, der am Bug hochgeschleudert wurde, auf den Netzen zu Tausenden glitzernder Edelsteine gefror. Neale hatte die Stückpforten des Oberdecks an der Leeseite öffnen lassen, de

Er fragte:»Wo stehen wir jetzt?»

«Der Master versicherte mir, daß wir die Insel Bornholm in Lee haben, etwa fünf Meilen entfernt. «Neale wischte sich mit den Fingern die Nässe aus dem Gesicht.»Ich muß mich auf ihn verlassen, Sir, de

Neale ging auf seinen Ersten Offizier zu, der sich zu ihm vorkämpfte, und Bolitho rief ihm nach:»Machen Sie sich meinetwegen keine Gedanken, Captain Neale. Der kalte Wind verschafft mir wenigstens einen klaren Kopf.»

Er dachte an ihren schnellen Aufbruch von Kopenhagen und hätte gern gewußt, ob jemand ihr Auslaufen beobachtet hatte. Er bezweifelte es. Aber bei Tagesanbruch hatte Mr. Inskip sicher ein paar peinliche Fragen beantworten müssen.

Browne hatte sich so unverblümt geäußert, wie er sich traute:»Ich glaube, es ist falsch, daß Sie selber den Franzosen jagen. Sie kö

Einige Zeit später, als die Styx sich mühsam von der schwedischen Küste freigesegelt hatte, hörte Bolitho, wie Pascoe in ärgerlichem Ton mit dem Flaggleutnant flüsterte.

«Sie verstehen das nicht! Der Admiral ist schon in sehr viel schlimmeren Lagen gewesen. Er hat es immer geschafft, sich aus einer Falle freizukämpfen.»

Browne hatte betrübt geantwortet:»Damals war er Kommandant. Verantwortung ist zweischneidig: Sie ka