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Bolitho sah sich die Gestalten im reich verzierten Cockpit des Bootes an: zwei dänische Seeoffiziere und zwei Zivilisten, einer davon — we

«Fallreepsgäste Achtung! Seesoldaten antreten»

Mr. Charles Inskip, der hohe Regierungsbeamte, den in jeder Weise zu unterstützen Bolitho angewiesen worden war, saß steif in einem von Kapitän Neales Stühlen und prüfte die erbeuteten französischen Papiere. Er hielt sie auf Armeslänge von sich ab, und Bolitho schloß daraus, daß seine Augen nicht mehr so gut waren, wie sie sein sollten. Sein Begleiter, Mr. Alfred Green, offenbar weniger wichtig, stand neben dem Stuhl und las mit, bei jeder gewendeten Seite den Mund spitzend.

Bolitho hörte die dänischen Seeoffiziere hinter dem Schott lachend erzählen und nahm an, daß sie — wie es Tradition war — von Neale und einigen seiner Offiziere gastlich bewi rtet wurden. Regierungen ko

Browne blinzelte Bolitho zu, als Inskip den Brief mit dem aufgebrochenen Siegel noch einmal las.

Bolitho fiel auf, daß Inskip nicht mit der Wimper zuckte, we

Inskip mußte etwa fünfzig sein, schätzte er. Er war elegant, aber nicht auffallend, in einen grünen Rock mit gleichfarbiger Kniehose gekleidet. Sein Kopf war fast kahl, sein restliches Haar und der unmoderne Zopf hingen wie ein ausgefranstes Tauende über den Kragen.

Er blickte plötzlich auf.»Das sind schlimme Neuigkeiten, Admi-ral. «Seine Stimme war scharf, ähnlich der von Beauchamp.»Ich danke Gott, daß Sie es fertiggebracht haben, sie abzufangen.»

«Pures Glück, Sir.»

Ein flüchtiges Lächeln ließ die Züge des Ma

Der Begleiter sagte:»Sie hätten einen heißeren Empfang gehabt, Admiral, we

Inskip runzelte die Stirn über die Unterbrechung.»Ich habe einige Fortschritte bei der dänischen Regierung erzielt. Sie möchte nicht in die vom russischen Zaren vorgeschlagene Allianz eintreten, aber der Druck nimmt zu. Sie mögen gerade zur rechten Zeit gekommen sein. Ich danke Gott, daß Sie so klug waren, mit einem kleinen Kriegsschiff zu kommen und nicht mit einem Dreidecker oder dergleichen. Das ist hier ein Pulverfaß, obgleich die Dänen, wie Dänen nun einmal sind, es zu ignorieren versuchen. Ich würde sehr gern einmal in besseren Zeiten hierherkommen.»

Bolitho fragte:»Wünschen Sie, daß ich an Land komme?»

«Ja. Ich werde Ihnen Nachricht geben. Das Wachboot wird Sie zum vorgesehenen Ankerplatz lotsen. «Er warf einen schnellen Blick zur Tür.»Es liegt schon eine französische Fregatte im Hafen. Weisen Sie Ihre Leute an, jeden Kontakt mit ihr zu vermeiden.»

Bolitho sah Browne an. Eine weitere Komplikation, und sie hatten noch kaum bego

Inskip tippte auf den Brief.»Jetzt, da ich dies hier gelesen habe, glaube ich den Grund ihrer Anwesenheit zu verstehen. Ich wurde von Seiner Majestät Regierung hergeschickt, um zu verhindern, daß die Dänen in die Sache verwickelt werden. Und die Franzosen sind sicher hier, um das Gegenteil zu bewirken. Aber unser kleines Geschwader ka

Bolitho erwärmte sich allmählich für diesen seltsamen Ma

Inskip stand auf, wobei er Ozzard, der mit einem vollen Tablett kam, abwinkte.»Nicht jetzt, danke. Wir brauchen klare Köpfe. «Er lächelte.»Zum Beispiel schlage ich vor, daß Sie Ihrem Kapitän befehlen, den Ankerplatz aufzusuchen. Sie haben schon genug Neugier und Rätselraten ausgelöst. We

Bolitho erlaubte Allday, ihm für diesen offiziellen Anlaß seinen glitzernden Ehrensäbel anzuschnallen, bemerkte aber den Widerwillen in seinem Blick.

«Oh, wer war das?»

«Rupert Seton. Soviel ich weiß, ist er der Bruder Ihrer verstorbenen Frau.»

Bolitho starrte Allday an, i

«Seton hat mir natürlich von der Tragödie erzählt. «Inskip bemerkte den Sturm nicht, den er in Bolithos Seele ausgelöst hatte.»Ein vortrefflicher und intelligenter junger Ma

Bolitho fragte ruhig:»Sie haben ihn hier gesehen?»

«Ja. Er war auf der Durchreise nach England. Ich riet ihm zur Eile, sonst wäre er noch hier. Aber der Krieg ka

Bolitho sagte:»Geleiten Sie bitte die Herren zu Kapitän Neale, Mr. Browne. Meine Empfehlung an den Kommandanten, und sagen Sie ihm, unsere Besprechung sei zu Ende; wir kö

Inskip schüttelte ihm herzlich die Hand.»Wir werden uns wiedersehen. «Er senkte seine Stimme.»Tut mir leid, daß ich schmerzliche Eri

Als die Tür sich hinter Browne und den anderen geschlossen hatte, rief Allday verzweifelt aus:»Verdammt noch mal, Sir! Und das nach so langer Zeit. Das ist nicht richtig!«Er zügelte seinen Ausbruch und fügte hinzu:»Soll ich Mr. Pascoe holen, Sir?»

Bolitho setzte sich hin und nahm seinen Säbel ab.»Nein, aber ich würde es gern sehen, we

Allday ging zum Tisch hinüber und riß Ozzard fast den Becher aus der Hand.»Hier, Sir, trinken Sie das. Und Tod und Verdammnis dem Krieg und allen, die ihn schüren!»

Bolitho kippte den Brandy hinunter und wäre fast erstickt, so bra

Er sah sie wieder, von der Kirchentür umrahmt, eine Hand auf dem

Arm ihres Bruders, gerade so wie Herricks Braut, als sie zum Altar geführt wurde.

Fast zu sich selber sagte er:»Vielleicht war es sogar gut, daß wir einander nicht getroffen haben. Vielleicht gibt Rupert mir die Schuld an Cheneys Tod. Sie war allein, als sie mich brauchte. Seeleute sollten nie heiraten, Allday. Es ist grausam denen gegenüber, die sie zurücklassen.»

Allday machte eine heftige Kopfbewegung zu Ozzard hin, der die Kajüte wie hypnotisiert verließ.»Für einige mag das richtig sein, Sir. Aber nicht für die Besonderen.»

Bolitho stand auf und befestigte den Säbel wieder an seiner Hüfte.»Und sie war etwas Besonderes!«Er nickte Allday kurz zu.»Vielen Dank. Jetzt bin ich soweit.»

Allday sah ihn sich straffen und da