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Jetzt, während die Mä
Wie ein sengender Sturmwind, der jede Orientierung hinwegfegte, schmetterte die Breitseite des Franzosen ins Achterschiff der
Hyperion und verheerte es wie eine Lawine. Ihr folgte erstickender Rauch: inmitten seiner schreienden und fluchenden Mä
Da
Er hörte Gossett brüllen:»Ruder ist ausgefallen, Sir!«Da
Der Franzose war noch da; er braßte seine Rahen rund, um noch eine Breitseite abzufeuern. Eine Sekunde lang herrschte Stille, da
Zwischen dem Krachen der Geschütze waren Axtschläge zu hören, de
Fast außer sich, lief Rooke an der Steuerbordbatterie entlang und schlug mit seinem Degen den blutenden, verstörten Geschützbedienungen den Takt, die ihre Geschosse und Kartuschen in die Rohre rammten und die Zwölfpfünder auf dem krängenden Deck für die nächste Salve ausra
Rooke hieb den Degen nach unten.»Feuer!»
Bolitho taumelte, als die Rohre in ihre Halterungen zurückstießen; und da sah er, daß Rooke, wie von einer unsichtbaren Riesenhand gehoben, aufrecht durch die Luft flog und aufs Deck schme t-terte. Es war so grausig, daß Bolitho fast übel wurde: Rooke schrie eben noch degenschwenkend seine schwitzenden Kanoniere an, und eine halbe Sekunde später lag er an der Backbordschanz mit verdrehten, gebrochenen Gliedern, und schon strömte sein Blut aus einem Dutzend Wunden. Von dem Ma
Aus allen Richtungen zugleich schienen die Schüsse zu kommen; vermutlich waren auf dem dritten Schiff der französischen Gefechtsformation doch noch ein paar Kanonen kampffähig, mochte es auch von der Tenacious schwer angeschlagen und seine Mä
Bolitho wandte sich um und stand wie erstarrt. Sekundenlang glaubte er, in der wilden Wut des Kampfes tatsächlich den Verstand verloren zu haben. De
«Ich wollte ihn zurückhalten, Captain«, schrie Allday und taumelte mit einem wütenden Fluch beiseite, de
Pomfret sah gar nicht hin.»Wie steht's, Bolitho?»
In Bolithos Kopf drehte sich alles.»Der französische Admiral hat die Flagge gestrichen, Sir. Mindestens zwei weitere Schiffe sind kampfunfähig. Aber we
Pomfret zuckte die Achseln.»Na schön, we
«Freut mich, daß es Ihnen besser geht, Sir.»
Pomfret nickte gleichgültig.»Gerade zur rechten Zeit, wie mir scheint. «Er blieb stehen, de
Sie!»
Bolitho mußte trotz seiner geschundenen Nerven lächeln.»Ihr Sieg, Sir. Ein schönes Souvenir.»
Eine Musketenkugel riß Pomfret den Hut vom Kopf; und als Bo-litho sich bückte, um ihn aufzuheben, sah er, daß der Admiral erschrocken die Hand ausgestreckt hatte. Zum erstenmal seit Wochen verriet er eine gewisse Gemütsbewegung.
Bolitho wandte sich halb um und sah den Grund: Piper lag auf den Knien, die Flagge an die Brust gepreßt. Mitten im Tuch klaffte ein schwarzes Loch; Bolitho wollte zufassen und Piper stützen, da furchte sich dessen Knabengesicht vor Qual; leblos fiel er dem Admiral vor die Füße.
Seton kam taumelnd durch den Rauch und brach neben dem Toten auf die Knie; aber Bolitho faßte zu und richtete ihn auf.»Die Signale, Mr. Seton!«Der Junge starrte ihn betäubt an, doch Bolitho sprach scharf weiter:»Für die Signale sind jetzt Sie verantwortlich!»
Herrick sah Seton nach, der wie ein Blinder davontappte; seine Sohlen scharrten auf dem blutverschmierten Deck, die Hände hingen ihm an den Seiten nieder, als wollten sie ihm nicht mehr gehorchen.
Da
Bolitho riß sich von der Szene los. Undeutlich wurde ihm bewußt, daß die Kanonen schwiegen. Er ging zur Reling: dort zog das feindliche Schiff vorm Wind davon, seine Bramsegel füllten sich, während der Rumpf tiefer in den dichten Qualm stieß.
Um ihn herum schrien und tanzten die Mä
Bolitho packte die Reling fester. Arme und Beine zitterten ihm, ohne daß er etwas dagegen tun ko
«Captain, Sir!»
Bolitho stieß sich von der Reling ab; fast erwartete er, daß ihn seine Beine nicht mehr trugen. Als er sich umwandte, sah er zu seiner Bestürzung, daß Rowlstone neben dem Admiral kniete, der reglos auf den Planken lag.
Mit zitternder Stimme sagte der Arzt:»Sir Edmund ist tot, Sir. «Er hatte die Hand unter dem goldbetreßten Uniformrock, und als er sie herauszog, war sie voller Blut.