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Ohne aufzublicken, bemerkte Don Salgado beiläufig:»Sehr schöne Worte, Colonel. Aber ich bin nicht sonderlich beeindruckt. «Anscheinend tief in Gedanken versunken, spielte er mit dem reichen Besatz seines gelben Uniformrocks.»Ich bin Kavallerist und es nicht gewohnt, hinter Hecken zu lauern und mich von irgendwelchen zerlumpten Flintenmä
Cobban musterte ihn wütend, weil er seine wohlgesetzte Rede so brüsk unterbrochen hatte. Arrogant erwiderte er:»Das ist aber, we
Langsam hob der Spanier die dunklen Augen und heftete sie auf Cobbans rotes Gesicht.»Tapfere Worte. Aber vielleicht haben Sie einen wichtigen Punkt übersehen? Ich befehlige nämlich die Hälfte unserer Streitkräfte, und nicht Sie. «Seine Stimme biß wie ein Degenstich.»Es war ausgemacht, daß ich meine Infanterie und Kavallerie Ihrem Oberbefehl unterstelle, vorausgesetzt — «, das Wort hing reglos in der Luft —,»vorausgesetzt, daß die Engländer Verstärkung schicken. «Vielsagend hob er die Schultern.»Ihr Admiral Hood vermag in Toulon mit zwei Regimentern nichts auszurichten. Wie also kö
Pomfret schien aus seiner Trance zu erwachen.»Das genügt, meine Herren! Die Stadt ist vom Feind umgeben. Wir haben noch schwere Zeiten vor uns. Aber ich bin sicher, daß bereits jetzt, während Sie hier sitzen und sich streiten wie alte Weiber, starke Hilfskräfte unterwegs sind.»
Bolitho beobachtete ihn genau. We
«Anscheinend«, sagte der Admiral abschließend,»hat jeder gesagt, was er zu sagen hatte. Sonst noch Fragen?»
Kapitän Greig von der Fregatte Bat stand auf.»Aber we
Weiter kam er nicht. Pomfret mußte sich schon seit einiger Zeit zurückgehalten haben; die Skepsis des jungen Kommandanten war der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte.
«Hören Sie um Gottes willen auf zu jammern, Ma
Greig erwiderte gepreßt:»Ich habe meine Station nicht verlassen, weil Sie mir befohlen hatten, mich nördlich der Einfahrt zu halten.»
«Seien Sie still!«kreischte Pomfret.»Wie kö
Bolitho sah sehr deutlich, was für eine Wirkung Pomfrets Worte auf die schweigenden Offiziere hatten. Sie schienen von seinem Ausbruch wie gelähmt zu sein. Dash von der Tenacious schien verwirrt und verlegen, nur der spanische Oberst war anscheinend unbeeindruckt. Wie er dasaß und auf seine Stiefel blickte, schien er fast zu lächeln.
Cobban räusperte sich unsicher.»Das ist alles, meine Herren. «Er bega
Pomfret hatte sich wieder in seinen vergoldeten Sessel gesetzt, und als die Offiziere sich zum Hinausgehen anschickten, nahm er einen Messingzirkel vom Tisch und stach damit in die Luft.»Ein Wort noch, Captain Bolitho!»
Bolitho hörte die Tür hinter den anderen zufallen und stand reglos am Tisch. Cobban war schwer atmend wie nach einem raschen Lauf an ein Fenster getreten. Seine Anwesenheit schien Pomfret nicht zu stören, aber Fanshawe, der noch in Papieren kramte, blaffte er an:»Raus!»
«Sie wünschen, Sir?«fragte Bolitho dienstlich.
Der Admiral hatte sich im Stuhl zurückgelehnt und musterte ihn, während sein Zirkel einen kleinen Wirbel auf die Tischplatte schlug. Er sprach jetzt wieder vollkommen gelassen.»Nach Dash sind Sie hier der dienstälteste Kapitän. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Feind versuchen wird, uns von See her anzugreifen oder zumindest unseren Nachschub abzuschneiden. «Tapp, tapp, tapp machte der Zirkel.»Sie werden daher morgen früh bei So
Unbewegt blickte Bolitho ihm ins Gesicht.»Bis wa
«Bis ich etwas anderes anordne. «Pomfret warf den Zirkel auf den Tisch.»Ich brauche mein Flaggschiff hier im Hafen, falls sich diese schlappschwänzigen Fischer ebenso dumm anstellen wie dieser Narr Greig.»
«Aha. «Bolitho spürte, wie Hitze in seinem verwundeten Arm hochstieg, und die Kehle wurde ihm plötzlich trocken, als er begriff, was Pomfrets Worte bedeuteten.
Pomfret ließ ihm keine Zeit zu einem Einwand. Fast beiläufig fuhr er fort:»Übrigens, da mich Miss Seton über ihren neuen Status informiert hat, halte ich es für angebracht, daß sie mit dem ersten verfügbaren Schiff die Stadt verläßt.»
Gepreßt erwiderte Bolitho:»Ich verstehe Ihre Gefühle, Sir, aber sie kö
«Was Sie nicht sagen!«Pomfret tupfte sich die Stirn mit einem seidenen Taschentuch.»Sie haben vielleicht übersehen, daß Miss Seton auf meine Veranlassung hier ist. Als englische Staatsangehörige steht sie unter meinem Schutz. «Seine Stimme wurde lauter.»Und als Flaggoffizier und Oberbefehlshaber beabsichtige ich, diese Protektion unverzüglich und vollständig auszuüben.»
«Ist das Ihr letztes Wort, Sir?«Jedes Verständnis, jedes Mitgefühl, das er für Pomfrets unglückliche Lage empfunden haben mochte, war ihm nun vergangen. Es ko
«Jawohl, mein letztes Wort. «Pomfrets Augen waren ausdrucksund mitleidslos.»Ich mag Sie nicht, Bolitho, de
Bolitho hieb sich den Dreispitz auf den Kopf und stürmte durch die Tür, ohne recht zu wissen, was er tat. Er mußte sofort zu Cheney. Es war immer noch Zeit, etwas zu arrangieren.
Unten an der Treppe sah er Seton und Piper sich leise miteinander unterhalten und blieb stehen.»Was machen Sie hier?»