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So
Sobald es völlig Nacht geworden war, hatten sie Segel gekürzt und waren immer näher an diesen mächtigen Block tieferer Finsternis herangekreuzt, hinter dem der geschützte Hafen von St. Clar lag.
Jetzt wartete er dort vorn, wie verloren unter den Sternen und vor dem welligen Bergland dahinter. Es gab weder Hafenlichter noch Leuchtfeuer, und mehr als einmal hatte ein nervöser Ausguck ein kleines Fahrzeug auf Gegenkurs gemeldet; aber es waren immer nur irgendwelche dunklere Schatten in der Strömung gewesen, die ihn getäuscht hatten — eine schlimme Nervenprobe für ihn und die ganze Ma
Bolitho stützte die Hände auf die Reling und blickte starr in die Dunkelheit. Er ko
Er hatte Leutnant Charlois gestattet, in der Jolle an Land zu gehen und mit seinen Freunden in St. Clar Kontakt aufzunehmen. Die Erfolgschancen dieses skizzenhaften Planes waren von vornherein gering, und Bolitho quälte sich mit Zweifeln und Erwägungen darüber, was er noch hätte tun kö
Er dachte auch an Leutnant Inchs aufgeregtes Pferdegesicht, als er ihm den Befehl über die kleine Besatzung der Jolle erteilt hatte. Inch war ein sehr diensteifriger und mutiger Offizier, aber in solchen Dingen fehlte ihm jede Erfahrung; und Bolitho wußte, daß er ihn im Grunde nur deshalb abkommandiert hatte, weil er der jüngste Leutnant und daher am entbehrlichsten war, we
Plötzlich fiel ihm Midshipman Seton ein. Merkwürdig, daß dieser sich freiwillig gemeldet hatte, Inch zu begleiten, und noch merkwürdiger, daß Bolitho irgend etwas fehlte, weil Seton nicht an Bord war. Aber we
Quarme tauchte neben ihm auf.»Haben Sie Befehle, Sir?»
Bolitho starrte mit zusammengekniffenen Augen auf den fernen Landbuckel und versuchte, sich daran zu eri
Quarme zögerte.»Da geraten wir aber sehr dicht unter Land,
Sir.»
Bolitho sah an ihm vorbei.»Beordern Sie zwei gute Lotgasten in die Rüsten. Wir müssen der Jolle jede mögliche Chance geben.»
Er vernahm die Geräusche beim Dichtholen der Brassen und das Gurgeln der See am Ruder. Wozu das alles? We
Ein Aufklatschen draußen, und die dröhnende Stimme des Lotgasten:»Zwanzig Faden!»
Unter den Finknetzen bewegte sich etwas; er sah den kleinen, af-fengesichtigen Midshipman Piper auf Zehenspitzen zum Land hinüberspähen. Merkwürdig, wie er und Seton sich angefreundet hatten. Der kecke, unbekümmerte Piper und der nervöse, stotternde Seton. Aber an den gespa
«. und vierzehn dreiviertel«, sang der Lotgast aus, und Bolitho empfand das wie Spott. Hinter diesem Landvorsprung gab es beträchtliche Untiefen. Hinter ihm knarrte das große Rad, und der Rudergast meldete:»Nordwest zu West, Sir, voll und bei!»
Quarme kam wieder zu ihm. Er war anscheinend sehr nervös.»We
Bolitho wandte sich ihm in der Dunkelheit zu.»Das weiß ich so gut wie Sie, Mr. Quarme. Und sogar noch besser, de
Quarme blickte zur Seite.»Entschuldigung, aber ich dachte.»
Er verstummte, als der Lotgast erschrocken ausrief:»Zehn Faden!»
Bolitho rieb sich das Ki
Er fuhr herum. Eine Stimme rief:»Boote Backbord querab, Sir!«Noch während er zu den Finknetzen ra
Bolitho ergriff ein Teleskop und suchte die dunklen Wellen mit den hellen Sternenreflexen darauf ab. Der Kopf schmerzte ihm vor Konzentration. Und da
«Mein Gott, die rudern aber!«stieß Rooke hervor.»Schwere Kutter, wie es scheint.»
Bolitho schob das Glas zusammen und reichte es Midshipman Caswell. Aber ehe er etwas sagen ko
Seine Stimme mußte bis an die andere Seite des Achterdecks gedrungen sein, de
«Nicht so laut, Mr. Quarme! Wollen Sie, daß unsere Leute durchdrehen?»
Doch Quarme ko
«Seien Sie still, Ma
Messerscharf schnitt Rookes Stimme durch das Dunkel:»Ich habe alles gehört, Sir!«Die Boote schien er ganz vergessen zu haben. Und alles andere wohl auch, außer der Tatsache, daß Quarme nun dienstlich ein toter Ma
Quarme fuhr herum und starrte ihn an; sein Körper wurde auf einmal ganz schlaff, und er schwankte mit dem Rollen des Schiffs wie ein Trunkener.
Es war wie ein lebendes Bild, eine Ansammlung regloser Statuen, ohne Einfluß auf das Kommende: Gossett, massig, unbeweglich neben dem Rad; die Geschützbedienungen neben den Neunpfün-dern des Achterdecks, geduckt und wachsam wie erschreckte Tiere. Caswell und Piper, sprachlos vor Schreck, und Rooke an der Reling, Hände auf den Hüften, den Kopf zur Seite geneigt, das Gesicht bleich vor dem Nachthimmel.
Als hätte die See selber gesprochen, durchbrach von unten her eine Stimme die Stille: «Hyperion ahoi! Bitte an Bord kommen zu dürfen!»
Bolitho wandte sich um. Das war Lieutenant Inch gewesen. Gelassen befahl er:»Beidrehen, bitte! Und signalisieren Sie Mr. Inch, daß er längsseit kommen ka
Quarme erwachte aus seiner Trance und machte eine Bewegung, als wolle er die Order automatisch ausführen, auf Grund von Disziplin und Gewohnheit. Bolithos Worte jedoch ließen ihn erstarren.»Sie sind abgelöst, Mr. Quarme. Gehen Sie in Ihre Kajüte! Mr. Rooke, Sie übernehmen!»