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Berufes, denen Bolitho begegnet war. Er gab faire Rationen aus und zweigte nichts von dem mageren Sold der Matrosen für Artikel ab, die sie nicht erhalten hatten, woran sie sich aber nicht mehr eri

Der Schiffsarzt kam mit den täglichen Krankmeldungen. Die Besatzung blieb bemerkenswert verschont von Verletzungen und Erkrankungen, wie Bolitho dankbar feststellte. Doch we

Während Bolitho jedes Buch und jede Abrechnung studierte, die ihm Cheadle, sein Schreiber, vorlegte, war er sich des Treibens an Bord und um sich herum bewußt. Das alles waren Lebenszeichen des Schiffes selbst. We

Er hörte das Poltern der Lafetten, als alle Kanonen — von den langen Zwölfpfündern des Hauptdecks bis zu den leichten Sechspfündern achtern — i

Mit seinen Deckoffizieren und Veteranen hatte Bolitho Glück gehabt, und dafür war er dankbar. Selbst seine vier Midshipmen, ursprünglich von Eltern geschickt, die ihnen Erfahrung und Chancen verschaffen wollten, welche in Friedenszeiten sonst rar waren, ko

Der jüngste Kadett, Evelyn Romney, war fünfzehn. Sie alle unterschieden sich von den Zwölf- und Dreizehnjährigen, die man auf vielen anderen Schiffen fand, dachte Bolitho. Romney hatte sich am wenigsten entwickelt. Er war von Natur aus schüchtern, und ihm fehlte das Durchsetzungsvermögen, das er im Umgang mit viel älteren Mä

Bolitho lehnte sich zurück und fuhr sich mit den Fingern durchs Haar.

Cheadle nahm die letzten Dokumente auf und vergewisserte sich, daß die Unterschriften trocken waren. Der Schreiber war wie viele seiner Art ein seltsamer, in sich gekehrter Ma

Noddall trat ein, nachdem der Schreiber gegangen war, und stellte ein Glas Wein auf den Schreibtisch. Da frisches Wasser knapp und der Nachschub eine ständige Sorge war, wich Bolitho im allgemeinen auf Wein aus. Er eri

Allday kam aus der Schlafkabine herüber und musterte ihn ernst.»Glauben Sie, daß wir sie noch finden, Captain?«Er hielt die Arme über der breiten Brust verschränkt, benahm sich ganz entspa

Bolitho schlürfte Wein: billig und schal. Nicht wie der französische, den Herrick für ihn besorgt hatte. Die Garnison in Sydney hatte diesen Vorrat wahrscheinlich von einem französischen Schiff oder einem ehrgeizigen Händler angekauft. Wer bereit war, Vermögen und Leben gegen wilde Eingeborene, Piraten und die ständige Gefahr des Schirrbruchs zu riskieren, der ko

Im Kielwasser von Seefahrern und Forschern wie Cook waren andere gekommen. Mancher Insel, auf der die Eingeborenen zuvor primitiv, aber idyllisch gelebt hatten, brachten die Schiffe Krankheit und Tod. Diese Handel treibenden Abenteurer hatten die Stämme durch ihr Angebot von schäbigen Waren und billigen Stoffen gegeneinander-gehetzt und dafür sichere Ankerplätze eingehandelt. Und nun bezahlte jeder dafür. Bald würde ein habgieriger Händler anfangen, Eingeborene mit Musketen zu beliefern. Bolitho hatte es in Amerika erlebt, wo die Franzosen Indianer zum Kampf gegen die Briten ausgebildet hatten, und die Briten hatten mit Gleichem erwidert. Später, als die Unabhängigkeit gewo

«Ich bezweifle sehr, daß wir an der Eurotas vorübergesegelt sind, ohne sie zu sichten«, fuhr Bolitho fort.»Wir hatten den Ausguck doppelt besetzt und bei Nacht so viele Lichter gesetzt, daß uns selbst ein Blinder hätte sehen müssen. Ihr Kapitän muß wissen, daß man sich seiner Verspätung wegen Sorgen macht; er würde versuchen, mit jedem Schiff Kontakt aufzunehmen.»

Alldays Augen waren nachdenklich in die Ferne gerichtet, durchs Heckfenster auf die See hinaus. Da der Wind von Backbord kam, krängte das Schiff leicht nach Steuerbord, so daß der Horizont schräg zu liegen schien. Wie die meisten Seeleute ko