Страница 70 из 86
Prideaux fixierte ihn scharf. Seine Finger strichen über den Griff seines Degens.»Das ist es nie. «Der Ma
Die Wirkung zeigte sich sofort. Latimer fiel schluchzend auf die Knie.»Das ist nicht gerecht, Sir. Bitte hängen Sie mich nicht. Die anderen haben uns dazu gezwungen. Wir hatten keine Wahl.»
«Es gibt viele, die sich den Piraten nicht angeschlossen haben und noch leben, um es zu bezeugen«, entgegnete Herrick.
Fitzmaurice fragte höflich:»Soll ich den Bootsma
«Lassen Sie mich überlegen. «Herrick sah zu, wie Latimer vom Boden hochgezogen wurde.
Mossel sagte:»Wir werden sowieso gehängt. Was soll's, zum Teufel?«Er krümmte sich, als der Schiffskorporal ihm die Faust in die Rippen stieß.
Herrick stand auf. Latimers Jaulen und seine eigene Rolle ekelten ihn an. Aber die Zeit drängte. Es stand mehr auf dem
Spiel als der Hals eines verdammten Meuterers.
Schroff befahl er:»Bringt ihn hinaus. «Zu Latimer fügte er hinzu:»Und Sie setzen sich auf diese Kiste. Ich will nicht,
daß Ihr Schmutz die Möbel des Kapitäns verdirbt.»
Als sich die Tür hinter Mossel geschlossen hatte, fragte
Latimer:»Sind Sie nicht der Kapitän, Sir?«»Nein. Verstehen Sie also: was mein Kapitän nicht weiß, braucht er nicht zu berücksichtigen. Ich ka
Mit brüchiger, heiserer Stimme berichtete der Ma
Er berichtete, daß auch der Franzose Yves Genin an Bord des Schoners gewesen war, sich aber an den Morden und Plünderungen nicht beteiligt hatte. Er schien eine Art Übereinkommen mit seinem brutalen Geschäftspartner zu haben.
Latimer hatte in einer Nacht eine Auseinandersetzung gehört, nachdem sie den ganzen Tag getrunken hatten. Tuke hatte getobt, daß er Genin überhaupt nicht brauche, daß schon das Gerücht, er sei bei ihm an Bord, genüge, um diesen Wahnsi
Das Schlimmste sparte Latimer sich für den Schluß auf. Mit seiner brüchigen Stimme berichtete er:»Ehe Tuke uns aussetzte, überfiel er den Schoner der Siedlung. Er folterte den Kapitän und warf ihn den Haien zum Fraß vor. Doch erst, als er alles über Ihr Schiff und Ihren Aufenthalt erfahren hatte. Er lachte wie wahnsi
Herrick starrte ihn an. Der Schoner hatte die Siedlung also überhaupt nicht mehr erreicht. Die Tempest war hier oben, und es war beka
Latimer betrachtete seine teerigen Hände.»Wir nahmen ein kleines Handelsschiff, holländisch war es, glaube ich. Es hatte Briefe an Bord, Nachrichten über den Aufruhr in Frankreich.»
«Allmächtiger Gott!«Das war Öl ins Feuer.»Und da
Prideaux schüttelte den Kopf.»Das glaube ich nicht. We
Versorgungsschiffen gehört, Sir«, sagte er.»Der Holländer hat Tuke so was erzählt. Sie kämen um Kap Horn auf dem Weg nach Neusüdwales.»
Herrick wandte sich wieder an Prideaux.»Da haben Sie es. Er wird nach einer neuen Basis suchen, seine erbeuteten Geschütze montieren und sich auf den größten Schlag seines Lebens vorbereiten. «Er blickte aus dem Heckfenster und sah die violetten Schatten, die sich vom Land her ausbreiteten. Er kam zu einem Entschluß.»Verdammt, morgen früh lichten wir Anker und kehren zur Siedlung zurück. Bei Dunkelheit wage ich es nicht, hier durch die Klippen zu fahren. Es war schlimm genug, hierher zu kommen.«»Und wir, Sir?»
Herrick fixierte Latimer ein paar Sekunden lang.»Ihr Kumpan wird gehängt, allerdings nicht von mir. Ich will sehen, was ich für Sie tun kan. Es ka
Prideaux sagte erbittert:»Menschen das Leben gerettet? Mein Gott! Wir sind gar nicht in der Lage, irgendwo rechtzeitig hinzukommen. Ich meine, Sie sollten nach Sydney zurückfahren. Soll doch der Kommodore die Verantwortung übernehmen.»
Herrick fühlte sich wohler, nachdem er einen Entschluß gefaßt htte. Ohne den Schoner ko
«Benachrichtigen Sie Mr. Lakey«, sagte er.»Ich möchte den Kurs für morgen mit ihm besprechen. Danach treffen wir uns hier zu einer Konferenz.»
Als Herrick allein in der Kajüte war, ging er an das Heckfenster und starrte auf das unruhige Wasser. Ein leichter Wind wehte; in der vergangenen Nacht hatte Sturm geherrscht, we
Lakey trat in die Kajüte.
«Wir gehen den Kapitän holen, Mr. Lakey«, begrüßte Herrick ihn.