Страница 6 из 86
Er dachte an sein eigenes Haus unterhalb von Pende
Herrick spürte die Veränderung in Bolithos Stimmung.»Ich glaube, es wird Zeit für mich, Sir. Ich ahne, daß uns morgen einiges bevorsteht. Zwei Tage im Hafen? >Aber, aber!< wird oben bestimmt jemand sagen, >dazu ist die Tempest nicht da.< Und das stimmt auch. «Er grinste breit.»Ich glaube wirklich, we
Bolitho blieb noch lange am Heckfenster sitzen, nachdem Herrick zu seiner Koje gegangen war — oder wahrscheinlicher in die Messe zu einem letzten Drink mit den anderen Offizieren.
Herrick schien immer zu ahnen, wa
Die Tempest mußte vom Ufer her einen schönen Anblick bieten: Die offenen Stückpforten, von i
Bolitho dachte an einige der Deportierten, die er gesehen hatte. Gewiß war keiner von ihnen wegen schwerer Vergehen hier, sonst hätte man sie gehenkt. Es beschämte ihn, daß er eben noch finster über seine eigene Tre
Er blickte überrascht auf, als an die Außentür geklopft wurde. Es war Borlase, der Zweite Offizier. Als Wachführer war er zweifellos der einzige Offizier an Bord in voller Uniform. Er war sechsundzwanzig Jahre alt, groß und kräftig gebaut, und doch waren seine Züge weich, sogar sanft, und sein Gesicht wirkte im allgemeinen leicht überrascht. Bolitho vermutete, daß das ursprünglich eine Tarnung für seine Empfindungen gewesen, jetzt aber zur ständigen Gewohnheit geworden war. Borlase war Erster Offizier auf einer kleinen Fregatte gewesen, die in der Nähe der Philippinen auf Grund gelaufen und verloren gegangen war. Zum Glück hatte sich ein Ostindienfahrer in der Nähe befunden und die gesamte Besatzung bis auf drei Ma
Hastig tauchte Noddall mit einer weiteren Lampe aus der Pantry auf. Sein kleiner Schatten tanzte gigantisch über die weißgetünchte Zwischenwand.
Bolitho schlitzte den Leinwandumschlag auf und fragte sich dabei, ob Borlase vor dem Kriegsgericht sich nicht ebensosehr hatte entlasten wie seinen Kapitän zu Fall bringen wollen.
Doch als er hastig das sauber geschriebene Papier überflog, verblaßten mit einem Mal die Strapazen und Sorgen der vergangenen Monate, und selbst Borlase, der ihn mit einem sanften Lächeln beobachtete, schien zu verschwinden. Scharf sagte er:»Kompliment an den Ersten Offizier, Mr. Borlase, und ich möchte ihn sofort sprechen. «Der Leutnant öffnete den Mund, um eine Frage zu stellen, schloß ihn aber wieder.
Bolitho ging zum Heckfenster, beugte sich so weit hinaus, wie er ko
Er versuchte, seine Gedanken zu ordnen, sich auf die Depesche zu konzentrieren. Die Tempest sollte bei erster Gelegenheit Anker lichten und auslaufen. Er spürte, wie die Luft ihm Kopf und Gesicht kühlte, und fühlte sich kräftiger; noch während er seine rasenden Gedanken sammelte, betrat Herrick die Kabine.
«Sir?»
«Wir haben Befehl zum Auslaufen, Thomas. Ein Transporter ist überfällig, obwohl von einem Postschiff gemeldet wurde, daß er vor drei Wochen noch sicher unterwegs war. Der Kapitän des Postschiffs hatte südöstlich von Tongatapu Signalkontakt mit ihm gehabt. «Herrick schob sich das Hemd in die Hose und sagte nachdenklich:»Aber das ist über zweitausend Meilen entfernt, Sir.»
Bolitho nickte.»Andererseits war das Schiff, die Eurotas, hier ein regelmäßiger Besucher. Sie belieferte die Kolonie und einige Inseln, ihr Kapitän ist mit diesen Gewässern gut vertraut. Es hat keinen Si
«Glauben Sie, daß sich die Meuterer der Bounty in diesem Gebiet aufhalten kö
Bolitho dachte an die dringlichen Anweisungen des Gouverneurs, an seinen Zorn. Am stärksten hatte ihn der letzte Absatz betroffen: neben ihrer wertvollen Ladung brachte die Eurotas weitere Deportierte, und vor allem — er ko
Bolitho wandte sich von den schimmernden Lichtern ab; ihr Glanz war trübe geworden.
«Wecken Sie den Steuerma
Herrick studierte ihn mit sehr stillen Augen.»Unwahrscheinlich«, sagte er.
Bolitho ging an ihm vorbei, berührte die Stühle, ohne sie zu spüren, und den alten Degen an der Schottwand, den Allday wie ein Gralshüter bewachte.
Er fuhr fort:»Sayer wird die Kurierbrigg ausschicken, we